Der „Rodelfloh“ will richtig lästig sein

Tina Unterberger startet auf der Winterleiten in die neue Naturbahnrodel-Weltcupsaison

 

Vom 20. bis 22. Dezember 2019 startet die Weltelite der Naturbahnrodler auf der Winterleiten (Steiermark) in die neue Weltcupsaison. Mitten drin im Geschehen und aus dem österreichischen Nationalteam nicht wegzudenken: Tina Unterberger aus Bad Goisern! Und der „Rodelfloh“ hat hinsichtlich der bevorstehenden Rennen ganz klare Vorstellungen, will bei der beinharten Konkurrenz der Italienerinnen rund um Weltcupgesamtsiegern Evelyn Lanthaler und der Russin Ekaterina Lavrentjeva so richtig lästig werden.

„Ich möchte da schon den einen oder anderen Nadelstich setzen. Für mich als langjährige Weltcupfahrerin geht’s aber auch darum, die jungen Wilden auf Distanz zu halten. Die werden auch immer stärker“, erklärt Unterberger.

Die ihr Training ganz auf ihre körperliche Bedürfnisse angepasst hat: „Je älter man wird, desto genauer muss man auf seinen Körper hören. Meine Werte passen jedenfalls. Jetzt freue ich mich einfach darauf, dass es los geht.“

Die Saison 2019/2020 ist auch deshalb eine besondere, da nach dem großen Weltcupfinale im Februar in Umhausen noch nicht Schluss ist. Denn eine Woche später stehen noch die Europameisterschaften in Moskau am Programm. Unterberger: „Da sind wir alle schon gespannt, welche Bahn sie dort hin bauen. Das ist alle Jahre eine gewisse Überraschung. Und klar ist auch, dass gerade die Russen in Moskau immer wieder sauschnell sind.“

Naturbahnrodel-Weltcup Winterleiten, Programm:

Freitag, 20. Dezember:
9 Uhr: 1. Trainingslauf Herren und Damen
11 Uhr: 2. Trainingslauf Herren und Damen
13 Uhr: 1. Trainingslauf Doppel
13.45 Uhr: 2. Trainingslauf Doppel

Samstag, 21. Dezember:
10 Uhr: 1. Wertungslauf Damen
11 Uhr: 1. Wertungslauf Doppel
11.30 Uhr: 2. Wertungslauf Damen
12.15 Uhr: 2. Wertungslauf Doppel

Sonntag, 22. Dezember:
9.30 Uhr: 1. Wertungslauf Herren
11.15 Uhr: 2. Wertungslauf Herren
13 Uhr: Teambewerb

Tina Unterberger startet auf der Winterleiten in der Steiermark in die die neue Weltcupsaison.

Foto von: ÖRV/Leitner (Abdruck honorarfrei)

 

 

Mit dem „Rodelfoh” auf Talenteschau

Naturbahnrodel-Nationalteam startet Offensive an Volksschulen in Oberösterreich

 

Die Naturbahnrodler innerhalb des Österreichischen Rodelverbandes sind seit jeher für ihre starke Nachwuchsarbeit bekannt. Diese wird nun mit eine groß angelegten Offensive in Oberösterreich noch ausgebaut.

Österreichs Aushängeschild und Weltcup-Ass Tina Unterberger (ASKÖ Gmunden) und Nationaltrainer Gerald Kammerlander besuchten zuletzt die Volksschulen Edlbach und Rosenau, um dort Schülerinnen und Schüler für den Naturbahnrodelsport zu begeistern. „Rodelfloh“ Tina Unterberger gab dabei wertvolle Tipps, wie man an ihrem Sport jede Menge Spaß haben kann: „Denn der muss bei allem Wettkampfeifer immer im Vordergrund stehen.“ Tatkräftige Unterstützung gab’s dabei vom ASVÖ Rosenau mit Obmann Gerhard Redtenbacher, unserem OÖRV Vizepräsidenten Herbert Sölkner und der Rosenauer Lokalmatadorin Michelle Schnepfleitner.

Während des Winters wird das Naturbahnteam noch mehrere Schulen im Land besuchen. „Außerdem werden wir mit den Schülerinnen und Schüler in einer zweiten Stufe dann auch erste praktische Tests auf einer Rodelbahn machen“, erklärt Kammerlander.

Die Volksschule Edlbach hatte mit „Rodlfloh” Tina Unterberger jede Menge Spaß.

Foto von: ÖRV

Oberösterreichische Rollenrodelasse räumen bei Österreichischen Meisterschaft gehörig ab!

Rosenau/OÖ. Eigentlich zwei Wochen später als geplant, wurden die heurigen Österreichischen Meisterschaften im Rollenrodeln sowie das Cupfinale des Internationalen Rollenrodelcups 2019 in Rosenau am Hengstpass über die Bühne gebracht. Aufgrund der erneuten Nationalratswahl wurde der ursprünglich angesetzte Termin kurzerhand 14 Tage nach hinten verschoben und der Wettergott belohnte dies mit einem traumhaften Kaiserwetter-Wochenende. Davon sichtlich inspiriert, ließen die Rosenauer Hausherrinnen und Herren überhaupt nichts anbrennen und sorgten für einen wahrlichen Medaillenregen. In der Juniorinnenklasse schnappte sich Schnepfleitner Michelle (ASVÖ Rosenau) die Goldmedaille vor Cupgesamtsiegerin Ruetz Riccarda/Tirol und Amy Zanevic/Stmk. Andreas Sölkner, der aktuell seinen Dienst beim Bundesheer ableistet, ließ es sich nicht nehmen zuhause auf die Rodel aufzusteigen und konnte prompt die Herrenklasse gewinnen. Er sicherte sich den Österreichischen Meistertitel vor Schopf Christian/Stmk und Achenrainer Fabian/Tirol UND Rettenbacher Gerald (ASVÖ Rosenau). Rettenbacher, der ebenso beruflich derzeit weniger zum Rodeln kommt, zeigte dass er’s nicht verlernt hat und sicherte sich ex aequo mit Cupgesamtsieger Achenrainer die Bronzemedaille. Nicht weniger erfolgreich aus der Rodelpause zurückgekehrt ist Rettenbachers Vater, Raimund, der in der AKII den dritten Platz belegte. Thomas Sölkner revanchierte sich für den Meisterschaftslauf gleich sonntags beim Cupfinale mit einem Stockerlplatz und belegt somit auch in der Cupgesamtwertung den starken dritten Rang. Michelle Schnepfleitner wird zweite und unser Youngster Thomas Sölkner beanstandet in der schwierigen Juniorenklasse den zwölften Rang im Cup-Endklassement für sich. Diesmal nur als Zaungast an der Rodelstrecke war Tina Unterberger (ASKÖ Gmunden), die sich bereits in Vorbereitung für die bevorstehende Wintersaison befindet. Für den Rodelfloh geht’s kommendes Wochenende mit den obligatorischen Leistungstest der Nationalmannschaft in Schladming weiter.

Für die anstehende Wintersaison wünschen wir allen Athletinnen und Athleten viel Erfolg sowie Gesundheit und gratulieren zur hervorragenden Sommersaison!

 

Fotos von: ASVÖ Rosenau/Fabian Brunner 

Rodelfloh holt drei Medaillen

Rollenrodel-WM in Kroatien war wahrlich eine Reise wert

 

Was für ein Erfolg für Oberösterreich’s Rodelass Tina Unterberger bei der diesjährigen Rollenrodel-WM in Lokve (Kroatien)!

Eigentlich hatten sie und ihr Partner Michael Scheikl die Karriere auf Rollen beendet. Da die beiden aber Titelverteidiger waren, reisten sie auch an und verteidigten mit einer bärenstarken Leistung den Titel zum dritten Mal in Folge.

Und damit nicht genug: Im Einzelbewerb holte der Goiserer Rodelfloh hinter der Tirolerin Vanessa Stadler Silber, Michelle Schnepfleitner vom ASVÖ Rosenau wird starke vierte. Ihren ganzen Medaillensatz komplettierte Unterberger (ASKÖ Gmunden) gemeinsam mit den Youngster Achenrainer Simon (T) und Maximilian Pichler (STMK) im Teambewerb, wo sie sich hinter Österreich 1 (Scheikl, Schopf, Stadler) und Slovenien 1, die Bronzemedaille sicheren konnte. Im Herrenbewerb ließ Scheikl diesmal nichts anbrennen und verdrängte Titelverteidiger Schopf Christian vom obersten Podest. Thomas Sölkner (ASVÖ Rosenau) verpatzte leider seinen zweiten Wertungslauf etwas und belegte den 12. Rang im Endklassement.

Der Oberösterreichische Rodelverband gratuliert recht herzlich!

Tina Unterberger beim Weltcup-Finale in Umhausen auf dem vierten Platz!

In Umhausen war alles für das große Weltcup-Finale angerichtet. Vom 14. bis 16. Februar 2019 wurde auf der Grantau-Bahn in Umhausen der siebente und damit letzte Naturbahnrodel-Weltcup der Saison 2018/2019 ausgetragen.

Das prestigeträchtige „Nightrace“ in Umhausen war an Spannung nicht zu überbieten. Nach dem ersten Durchgang waren die beiden Führenden nur um vier Hundertstel getrennt. Schlussendlich holte sich die Saisondominatorin Evelin Lanthaler (ITA) den Sieg vor ihrer Teamkollegin Greta Pinggera und der Russin Ekaterina Lavrentjeva. Österreichs Hoffnung, Tina Unterberger musste sich mit Rang vier begnügen und wurde damit auch im Gesamtweltcup Vierte.

Das Saisonfazit fällt für den Rodelfloh aber dennoch positiv aus: „Ich kann definitiv zufrieden mit der Saison sein, drei Weltcupstockerl und die beiden Medaillen lesen nicht so schlecht. Evelin (Lanthaler) war heuer einfach eine Klasse für sich, das muss man neidlos anerkennen“, zollte die sympathische Rodlerin ihrer Konkurrentin den höchsten Respekt. Unterberger weiter: „Mein Ziel ist es den Rückstand auf Evelin zu verkürzen, aber man muss auch ganz nüchtern sagen, dass ich unter der Woche arbeiten muss und die Italiener und Russen in dieser Zeit trainieren können, von daher bin ich mit meiner Saisonleistung doch zufrieden. Aber neben den Vollprofis, die zu Recht das Podium im Gesamtweltcup heuer beanspruchen, kann sich das sehen lassen. Die WM Medaille gilt ja bekanntlich für zwei Jahre und die Weltcup-Kugel nur bis zum nächsten Dezember“ gibt sich der Rodelfloh bereits wieder angriffslustig.

Im Teambewerb konnte die Oberösterreicherin gemeinsam mit ihren männlichen Teamkollegen Thomas Kammerlander und Michael Scheikl den zweiten Platz holen und kam somit beim Weltcup-Abschluss nochmals in den Genuss auf dem Podest zu stehen.

Eine zeitweise durchwachsene Saison geht für den Rodelfloh somit zu Ende, mit drei Stockerlplätzen sowie dem Vize-Weltmeistertitel im Teambewerb und der Bronze Medaille im Einsitzerbewerb bei der Weltmeisterschaft in Latzfons kann die Sportlerin des ASKÖ Gmunden durchaus stolz auf ihre Leistungen sein, wenngleich ihr leider ein Weltcup-Siege heuer verwehrt blieb.

 

Ergebnis Damen:

  1. Platz Evelin Lanthaler/ITA 2:26.29
  2. Platz Greta Pinggera/ITA 2:27.21 (+0,92)
  3. Platz Ekaterina Lavrentjeva/RUS 2:27.80 (+1,51)
  4. Platz Tina Unterberger 2:29.20 (+2,91)
  5. Platz Unterholzner Christa/ITA 2:30.57 (+4,28)
  6. Platz Michelle Diepold/AUT 2:30.69 (+4,40)

Ergebnisliste Damen

 

Ergebnis Teambewerb:

  1. Platz ITALIEN (Evelin Lanthaler, Patrick Pigneter, Alex Gruber) 3:43.69
  2. Platz ÖSTERREICH (Tina Unterberger, Thomas Kammerlander, Michael Scheikl) 3:44.75
  3. Platz RUSSLAND (Ekaterina Lavrentjeva, Stanislav Kovshik, Aleksandr Egorov) 3:47.52

 

Tina Unterberger

Foto von: Chris Walch

WC in Altenberg & ein Saisonaus für Birgit Platzer

Birgit Platzer belegte beim Weltcup in Altenberg den elften Platz. Die Bahnarbeiter waren sehr bemüht, den Schnee aus der Bahn zu kehren bzw. zu schaufeln. Der Schneefall war allerdings so stark, dass dies nahezu unmöglich erschien. Aufgrund dessen wurde das Rennen in nur einem Lauf ausgetragen und Birgit Platzer wurde Elfte. Grundsätzlich war sie mit ihr Platzierung zufrieden, allerdings erhielt sie eine Ansage der Trainer, dass sie es in die Top 10 schaffen sollte. Dennoch wurde sie zur Teamstaffel aufgestellt, die jedoch wegen des Schnees abgesagt wurde.

Beim Weltcup in Oberhof lag Birgit Platzer mit Fieber im Bett. Somit konnte auch sie an dieser Stelle die Ansage nicht erfüllen und kann Folge dessen auch nicht beim Weltcup Finale in Sochi dabei sein.

Birgit Platzer stuft diese Saison insgesamt als sehr negativ ein.
Der erste Weltcup in Igls sah mit einer Top-10-Platzierung sowie einem Platz fünf im Sprint-Bewerb noch vielversprechend aus.
In Übersee folgten dann zu viele Fehler und wenig Speed.
In Königssee stürzte Birgit Platzer und bei den folgenden Rennen fehlte erneut der Speed.

Somit ist die Saison für die Rodlerin leider frühzeitig beendet.

 

 

Fotos von: Rene Zauner