Europameisterschaft im Sportrodeln in Slowenien

Nach einer sehr erfolgreichen Saison im heurigen Winter beim Austria Cup und der österr. Meisterschaft, stellten die Rodler des SV Rosenau-Edlbach ihr Leistungen bei der EM in Slowenien ebenfalls unter Beweis.

Drei Rodler waren im 143 großen Starterfeld Qualifiziert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Nach dem ersten Tag lag Andi Sölkner in der jun. 1 auf Rang vier, Martin Sölkner in der allg. Klasse Herren auf Rang drei und Andreas Großauer auf Rang vierzehn.

Am zweiten Tag fuhr Andi auf den dritten Platz und gewann somit die Bronzemedaille. Pech hatte Martin Sölkner, der als drittletzter Starter vom Starthaus zurückgerufen wurde, weil der Läufer vor ihm nach einem Crash in der Zielkurve die Blanken demolierte und die mussten repariert werden. Nach einer halben stündiger Wartezeit und heftigem Schneefall war in der Bahn so viel Schnee, der von den Streckenposten nicht hinausgekehrt wurde. Somit wurde er bei seiner Fahrt vom Neuschnee gebremst, und rutschte unglücklicher Weise auf Rang vier zurück. Andi Großauer konnte ebenfalls vier Plätze gut machen und belegte Rang zehn.

Es war für uns das beste Ergebnis bei einer Großveranstaltung und die Freude war demnach auch riesengroß. Das gibt Hoffnung auf die nächste Wintersaison!

Unterberger holt Gold bei Österreichischen Meisterschaften

Medaille als Trostpflaster für verkorkstes Weltcupfinale

 

Umhausen/Tirol. Eine Woche nach dem Weltcupfinale der Naturbahnrodler fand im Bundesleistungszentrum Grantau in Umhausen mit der Vergabe der Österreichischen Meistertitel einer der letzten Höhepunkte der heurigen Saison statt.

Wie bereits am Wochenende zuvor entwickelte sich die Entscheidung um die Vorherrschaft im Österreichischen Herrenteam zum erbitterten Zweikampf zwischen dem Steirer Michael Scheikl und dem Hausherren Thomas Kammerlander aus Umhausen, woraus Letztgenannter sich mit fünf Hundertstel Vorsprung den Staatsmeistertitel holt. Nicht weniger spannend ging es bei den Damen um die begehrten Medaillen. Lokalmatadorin Maria Auer aus Umhausen, die am vergangenen Wochenende auf dieser Bahn ihr erstes Weltcupstockerl einfuhr, musste sich der besten Österreicherin im Weltcup Tina Unterberger geschlagen geben. „Der erste Wertungslauf ist mir relativ gut gelungen und konnte knapp 0,9 Sekunden in den Finallauf mitnehmen. Dann dürfte ich mir meine Schiene direkt am Start etwas ramponiert haben, der Lauf war zum in die Tonne treten. Ich konnte sogar während der Fahrt den Sprecher hören, wie er den ganzen Verlust meines Vorsprunges angekündigt hat. Umso größer war die Überraschung als ich im Ziel trotzdem noch 15 Hundertstel Vorsprung auf Maria hatte.“, analysiert die ASKÖ Gmunden Sportlerin die somit ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen konnte.

Bei den Doppelsitzern setzten sich Brüggler/Angerer (Sbg/T) gegen die Hausherren Regensburger/Holzknecht (T) und den Kärntner Knauder/Knauder durch.

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Foto von: TRV/Leitner

Bericht von Birgit Platzer zum „Weltcup in Altenberg“

Ich habe mein bestes Weltcup Ergebnis gestern im Sprintweltcup eingefahren, einen 8. Platz. Über diese Platzierung habe ich mich einerseits sehr gefreut, auf der anderen Seite habe ich mich geärgert, weil ich wusste, was beim Weltcup drinnen gewesen wäre, wenn ich die Füße in beiden Läufen nicht auf das Eis gestellt hätte.

Ich wurde beim Weltcup nur Fünfzehnte. Im ersten Lauf habe ich am Start einen großen Fehler gehabt. Ich habe schief rausgezogen, was einiges an Zeit gekostet hatte.
Dann verlief die Fahrt ganz gut bis zu meiner Problem Kurve den Kreisel und der Kurve 11, von dort weg war ich mir sehr unsicher und habe zur Sicherheit die Füße immer aufs Eis gestellt (bei jeder Kleinigkeit, die normal beim Rodeln ist). Der zweite Lauf war ein bisschen besser, aber auch nicht das gelbe vom Ei .

Vor dem Sprintweltcup habe ich noch einmal meine Weltcupläufe analysiert und habe gesehen, dass sie nicht so schlimm (die Fehler nicht so gravierend) waren und ich nur immer überreagiert habe.
Den Kreisel habe ich im „letzten“ Lauf auch noch kapiert 🙂

Training:
Ich bin gleich gut in die Rodel gekommen, aber ich wurde von einem Sturz nicht verschont. Ich hatte einen Sturz, bei dem mir außer einem geschwollen Mittelfinger und blaue Flecken Nichts passiert ist. Mein Sturz war ein Klassiker für Altenberg … In dieser Situation weiß man, dass es sich nicht mehr ausgehen kann, aber man hofft, dass man Glück hat und irgendwie durch kommt, jedoch war das bei mir nicht der Fall.

Die gleiche Situation hatte ich auch im Nationencup, nur da bin ich irgendwie auf der Rodel geblieben. Mein Glück war, dass zu wenig Damen am Start waren, (es waren insgesamt 23 Damen beim Weltcup am Start und davon 9 von 12 Gesetzten, somit qualifizierten sich alle 15 Damen, normal nur 12, aber wenn von der Gesetztenliste jemand fehlt, qualifizieren sich mehr Leute) denn sonst hätte ich die Qualifikation nicht geschafft und wäre heute nicht Achte geworden.

Mit einem guten Gefühl fahre ich jetzt zum letzten Weltcup – Station und Europameisterschaft nach Sotchi.
Obwohl es bei der Olympiade nicht so gut lief, freue ich mich darauf und bin gespannt, ob ich besser aus der „Kurve 5 “ komme.

Wichtige Information:
Ich habe die Gesamt-Nationencup -Wertung gewonnen! Obwohl noch ein Rennen aussteht, kann ich nicht mehr eingeholt werden, denn die Zweit- (Vötter Andrea) und Drittplazierte (Robatscher Sandra ) fahren nicht nach Russland und die Viertplazierte Russin Katnikover Ekaterina ist 105 Punkte zurück und für einen Sieg bekommt man 100 Punkte, also habe ich einen Sieg egal wie das Rennen in Sotchi verläuft.

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Punktlandung beim Weltcup in Altenberg

Das letzte Rennen am Wochenende beim Weltcup in Altenberg brachte für Birgit Platzer ihr bestes Saisonergebnis mit Rang acht im Sprintweltcup.

Nach einer durchwachsenen Trainingswoche war für die Verantwortlichen kein gutes Vorzeichen gegeben.

Auch beim Nationencup setzte sich das mäßige Abschneiden mit Rang 15 fort. Zwar verteidigte Birgit Platzer die Führung im Nationencup, wo somit in Sochi die Führung ins Ziel gebracht werde könnte und somit erstmals den Nationencup zu Gewinnen.

Der Weltcup verlief für Birgit Platzer sehr spannend, nach Rang 15 nach dem ersten Lauf, musste sie diesen Platz halten, um am anschließenden Sprintweltcup an dem nur die 15 besten Startberechtigt sind an den Start gehen zu dürfen. Mit einer Punktlandung verteidigte sie den 15. Rang und war dadurch als einzige Österreicherin für den Sprintweltcup startberechtigt.

Ein Traumlauf mit Startnummer 1, vom Start bis ins Ziel ohne Fehler, schaffte Birgit ihr bestes Einzelergebnis mit Rang 8 in dieser Saison.

Somit seht ein spannender Weltcup Abschluss in Sochi vor der Tür.

Nach dem guten Abschneiden beim Weltcup in Altenberg kann Birgit beruhigt zur Olympiabahn von 2014 fahren wo sie eine bessere Platzierung als den 23. Rang erreichen möchte.

Unterberger wird 4. im Gesamtweltcup

Goiserin fehlen 10 Punkte auf Kristallkugel

 

Umhausen/Tirol. Mit dem sechsten GRM Group Weltcup endet die Saison im Rennrodeln auf Naturbahn 2014/15. Die Gesamtweltcupsieger heißen wie in den Jahren zuvor Patrick Pigneter (ITA) bei den Herren, Ekaterina Lavrentyeva (RUS) bei den Damen sowie Patrick Pigneter und Florian Clara im Doppelbewerb. Alle drei gewinnen auch jeweils das letzte Saisonrennen in Umhausen. Der Kampf um die begehrte Kristallkugel hätte allerdings spannender nicht sein können. Insbesondere der, um Platz 3. Die Goiserin Tina Unterberger war mit der Italienerin Greta Pinggera ex aequo mit 316 Punkten nach Umhausen angereist. Bereits in den Trainingsläufen schenkten sich die beiden nichts und waren jeweils nur ein paar Hundertstelsekunden von einander getrennt. Der erste Wertungslauf verlief verkorkst für die Goiserin und der aufgerissene Rückstand konnte auch im zweiten Heat auf Pinggera nicht mehr gut gemacht werden. Unterberger muss sich nach drei Stockerlplätzen von sechs Bewerben mit dem 4. Rang im Gesamtweltcup zufrieden geben, Pinggera schaffte es hingegen nur einmal aufs Podium. Schlussendlich trennen 10 von möglichen 600 Punkten die beiden Athletinnen.

„Natürlich ärgere ich mich, dass die Kristallkugel nach Italien fährt. Aber wir haben uns bis zum Schluss gewehrt, den italienischen Mädels dabei das Leben schwer gemacht und als 4. der Welt muss man sich ja jetzt auch nicht zwingend verstecken.“, resümiert die Sportstudentin, die sich gleichzeitig bei ihrem Trainer Batkowski Robert bedankt, der stets perfektes Material aus dem Ärmel gezaubert hat.

Beendet ist die Rodelsaison damit allerdings noch nicht. Staatsmeisterschaft sowie Landesmeisterschaft werden noch in den kommenden zwei Wochen ausgefahren. Wir drücken die Daumen für die ASKÖ Gmunden Athletin.

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Tina Unterberger

 

Foto von: Chris Walch

Sigulda war keine Reise wert

Die 45. Weltmeisterschaften im Kunstbahnrodeln wurden auf der bewährten Rodelbahn im Lettischen Sigulda ausgetragen.

War es für die Sportler das große Ziel eine Medaille bei den Weltmeisterschaften zu erreichen, so konnten in der Damenklasse niemand an die gezeigten Leistungen der letzten Wochen anschließen.

Birgit Platzer war mit großen Erwartungen zu den Weltmeisterschaften gereist. Waren die Trainingsleistungen in der internationalen Trainingswoche vor der Weltmeisterschaft noch in Ordnung, doch mit Beginn der Allgemeinen Trainingseinheit hat sich bei Birgit eine Verkühlung bemerkbar gemacht, von der sie sich die ganze Woche nicht erholte. Geschwächt durch die Verkühlung war ein eklatanter Leistungsabfall zu verzeichnen.

Der Vorlauf für die Startaufstellung ging für Birgit mit Rang 25 total daneben. Somit hatte sie die schlechteste Startnummer einer Österreicherin.

Miriam Kastlunger konnte ihre Startnummer einigermaßen gut umsetzen und landete schließlich auf Rang 15 als beste Österreicherin.

Birgit Platzer schaffte Rang 27 was für sie das schlechteste Ergebnis bei Großveranstaltungen bedeutete und somit im zweiten Durchgang nicht mehr startberechtigt war.

Als Trost bleibt der 12 Rang bei der U 23 Weltmeisterschaft, der für das schlechte Abschneiden ein wenig entschädigt.