Staatsmeisterschaft 2017

 

Bericht von Birgit Platzer:

Am 27. Dezember 2016 fand die Staatsmeisterschaft 2017 statt.

Am Vormittag hatte ich 3 Tainingsläufe: der erste war sehr gut, bei den beiden anderen gab es Probleme in der Startkurve.

Beim ersten Rennlauf sah ich die Zeit meiner Konkurrentin, sodass ich mir am Start dachte, dass es schwer werden würde, diese Zeit zu unterbieten. Ich startete los. Wie im Training habe ich die erste Kurve nicht gut erwischt, aufgrund dessen hatte ich eine Bande bekommen. Dabei machte ich mir etwas Sorgen. Ich wusste, dass ich nun 200 % geben musste. Im Ziel angekommen sah ich meine Zeit und siehe da ich lag vorne. Diesen ersten Platz konnte ich auch im zweiten Rennlauf verteidigen. Somit wurde ich Staatsmeisterin im Rodeln 2017. Dieser ist noch dazu mein erster Staatsmeistertitel.

Birgit Platzer
Birgit Platzer

Foto von: Privat

 

 

Tournee mit Hindernissen

Die Weltcuprennen in Übersee waren durch den heftigen Wintereinbruch in den Vereinigten Staaten sehr beeinträchtigt. Da die erste Station in Lake Placid (USA) noch einigermaßen im Rahmen verlief, konnte dadurch das gesamte Programm absolviert werden. Nach guten Trainingsleistungen und den erfolgreichen Start beim 1. Weltcuprennen in Winterberg (DEU) wurde ein Top-Ten-Platz von Birgit Platzer erhofft. Die Trainer hatten sogar einen Rang zwischen sechs und acht im Visier, weil Birgit im Abschlusstraining den ausgezeichneten 4. Rang belegte. Dass es am Ende nur der 12. Rang wurde, lag an der leicht verpatzten Fahrt im zweiten Lauf. Nach Rang 10 im ersten Durchgang wurde mit der fünfzehntbesten Laufzeit am Ende Rang 12 erzielt. Hervorragend lief es in der Team-Staffel: mit der drittbesten Zeit von Birgit schaffte das Team Birgit Platzer – Wolfgang Kindl – Peter Penz – Georg Fischler mit 0,254 Sekunden Rückstand den ausgezeichneten 4. Rang.

Nach der Übersiedlung zum zweiten Überseerennen ins kanadische Whistler begann das große Schneechaos. Die Transport-LKWs waren 2000 Kilometer von Whistler (CAN) in einen Schneesturm gefangen und somit konnte kein Material nach Whistler gelangen. Die FIL war gezwungen das Programm drastisch zu ändern. Da das Material schließlich nicht mit den LKWs nach Whistler gebracht wurde, sondern mit dem Flugzeug, konnte nach vier Tagen Verspätung mit der Veranstaltung begonnen werden. Ein Trainingstag sollte ausreichen um die Bahn einigermaßen in den Griff zu bekommen. Durch die Absage des Nationencup waren die Besten 24 der Weltrangliste Startberechtigt. Dass der Wettkampf in einem Lauf entschieden wurde, war für Birgit nicht das Gelbe vom Ei, denn Rang 12 war die Folge bei dem Überseerennen. Schließlich wurde auch der Team-Bewerb wegen des Zeitplans für das dritte Überseerennen abgesagt.

In Park City (USA) wurden die Trainings sowie der Nationencup planmäßig über die Bühne gebracht. Nach Rang sieben im Abschlusstraining wurde abermals ein Top-Ten-Platz erwartet. Hefiges Schneetreiben führte zur erneuten Programmänderung – so konnten nur die Herren einen Durchgang absolvieren. Besser war das Wetter bei den Damen, Birgit schaffte nach zwei gleichmäßigen Läufen den guten 10. Rang und qualifizierte sich damit für den Sprintweltcup, wo nur die Besten 15 nach den Wertungsläufen startberechtigt sind. Aufgrund eines kleinen Fehlers in der Zieleinfahrt landete Birgit Platzer schließlich auf Platz 11.

Als Resümee kann festgehalten werden, dass Birgit sich gegenüber dem Vorjahr stark verbessert hat und dass sie im neuen Jahr bei der Europameisterschaft in Königssee (DEU) in der gesetzten Gruppe an den Start gehen kann.

Bevor das neue Jahr beginnt wird in Innsbruck/Igls (AUT) noch die Staatsmeisterschaft ausgetragen, wo Birgit eine Silbermedaille zu verteidigen hat.

Weltcupführende fährt Krallen aus

Tina Unterberger freut sich auf den Naturbahn-Weltcup in Latsch

 

Latsch. Wie im Vorjahr hat „Rodelfloh” Tina Unterberger zum Saisonauftakt der Naturbahnrodler beim Parallel Race in Kühtai das Trikot der Weltcupführenden erobert. „In der vergangenen Saison war ich es ja schnell wieder los. Diesmal will ich versuchen, mich etwas mehr zu wehren“, sagt die Oberösterreicherin im Hinblick auf die Rennen am 7. und 8. Jänner in Latsch.
Einfach wird`s nicht, denn die Bahn in Südtirol ist keineswegs maßgeschneidert für ein Leichtgewicht wie Unterberger. „Die langgezogenen Kurven im unteren Teil kommen mir sicher nicht entgegen. Aber ich werde alles daran setzen, um trotzdem schnell zu sein“, fährt die Weltcupführende ihre Krallen aus.

Wichtig in der aktuellen Saisonphase sind viele Trainingsfahrten. Jene zuletzt in Moos sind für Unterberger jedenfalls höchst vielversprechend verlaufen.

Fotos von: ÖRV/Chris Walch

Der „Rodelfloh” war wieder ganz groß

Tina Unterberger siegte beim Parallel-Race in Kühtai – Thomas Kammerlander auf Rang drei

 
Kühtai. Am Ende strahlte sie übers ganz Gesicht. Quittierte ihre neun Hundertstel Vorsprung im Finale gegen Greta Pinggera gewohnt „goschert” mit „arschknapp”. In jedem Fall war der Sieg von „Rodelfloh” Tina Unterberger beim Parallel-Race in Kühtai hochverdient. Von den Trainingsfahrten weg hatte sie sich in prachtvoller Form gezeigt, die sie bis in die Finalläufe konservierte. Und dass sie nervenstark ist, hatte Unterberger schon oft genug bewiesen.

Knapp an den Medaillenrängen vorbei rauschte am Sonntag ihre Teamkollegin und Freundin Michelle Diepold, die sich im kleinen Finale knapp Weltmeisterin Evelyn Lanthaler geschlagen geben musste. Die Steirerin war dennoch happy: „Platz vier ist mein bisher bestes Weltcupergebnis. Ich bin voll zufrieden.”

Gewissermaßen nichts neues gibt`s von den Herren zu berichten. Zum dritten Mal in Serie gewann „Big Pat” Patrick Pigneter den Weltcupauftakt in Kühtai. Diesmal setzte er sich im Finale mit 0,12 Sekunden Vorsprung vor dem bärenstarken Russen Gregori Bukin durch. Rang drei ging, so wie im Vorjahr, an Lokalmatador Thomas Kammerlander, der ein wenig mit dem Wetter haderte. „Beim Training am Freitag ist es noch super gelaufen. Dann wurde es leider wärmer, was meinem Material nicht besonders gut bekommen ist. Mit dem dritten Platz muss ich insgesamt zufrieden sein”, sagte der Ötztaler.

Für die Steirer kam das Aus leider früher als erwartet. Christian Schopf scheiterte im Achtelfinale ebenso an Bukin wie im Viertelfinale der Quali-Schnellste Michael Scheikl. „Ich bin heute einfach schlecht gefahren”, lautete dessen Fazit. Bernd Neurauter musste sich im Viertelfinale Alex Gruber aus Südtirol geschlagen geben.

Fotos von: Österreichischer Rodelverband (Chris Walch)

Favoriten waren nicht zu biegen

Kühtai. Die Entscheidung im Doppelbewerb stand an Tag eins des Parallel-Weltcups der Naturbahnrodler in Kühtai am Programm. Auf der pickelharten Piste setzten sich nach spannenden Duellen einmal mehr die Favoriten durch. Patrick Pigneter und Florian Clara siegten zum dritten Mal in Serie in Kühtai. Dabei war es im Halbfinale noch eng gewesen. Nach einem Fehler musste die Südtiroler 0,25 Sekunden auf die Salzburger-Tiroler Paarung Rupert Brüggler und Tobias Angerer gut machen. Die Österreicher crashten dann im zweiten Lauf aber exakt an der gleichen Stelle wie die Favoriten im ersten. Und so kamen die späteren Gewinner noch sicher weiter.

Im Finale betrug der Vorsprung von Pigneter/Clara nach dem ersten Lauf lächerliche zwei Hundertstelsekunden auf Christian und Andreas Schopf aus der Steiermark. Diesen bauten die Südtiroler mit einem nahezu perfekte zweiten Lauf aber noch aus. Pigneter: „Wir haben uns von Lauf zu Lauf gesteigert. Der letzte im Finale war sicher unser bester.”

Die Schopfs waren mit ihrem zweiten Platz auch restlos glücklich. „Das erste Saisonrennen ist immer schwierig, aber wir haben heute gesehen, dass wir voll mithalten können. Die super Vorbereitung hat sich bezahlt gemacht.”

Einigermaßen sauer waren Christoph Regensburger und Dominik Holzknecht aus Umhausen, die bereits im Viertelfinale gescheitert waren. „Wir sind den ganzen Tag über nie richtig ins Rennen gekommen. Das müssen wir so hinnehmen und einfach abhaken”, sagte Holzknecht.

Riesige Spannung versprechen die Einzelbewerbe am Sonntag. Bei den Damen kristallisierte sich Vorjahrssiegerin Tina Unterberger aus Oberösterreich als Quali-Schnellste als Favoritin heraus. Und bei den Herren? Da war Michael Scheikl (Steiermark) der Schnellste vor Thomas Kammerlander (Tirol) und Weltcuptitelverteidiger Pigneter! Für ein packendes Rennen ist alles angerichtet. Los geht es am Sonntag um 11.15 Uhr.

 

Fotos von: Österreichischer Rodelverband