Goiserer Rodelfloh im Zillertal weltmeisterlich empfangen

Stumm. Der SV Stumm/Stummerberg ehrte letztes Wochenende seinen zweifachen Weltmeister Tobias Angerer mit Doppelsitzerpartner Rupert Brüggler. Das Weltmeister-Quartett, komplettierte durch die ASKÖ-Gmunden Athletin Tina Unterberger und Thomas Kammerlander aus Umhausen, wurden in Holz verewigt sowie mit Gold aufgewogen. Unter den zahlreichen Gästen befand sich auch Skilegende Stephan Eberharter, der dem Erfolgsteam ebenso herzlich gratulierte.

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Ehrung für Österreichs Erfolgs-Rodler

Innsbruck. Es war seit Jahren die beste Saison, die Österreichs Naturbahnrodler hingelegt hatten. Dementsprechend wurden die erfolgreichen Athleten nun auch vom nationalen Rodelverband kräftig abgefeiert. In den VIP-Räumlichkeiten des Innsbrucker Tivoli-Stadions kannte ÖRV-Präsident Michael Bielowski dazu zahlreiche Gäste begrüßen. Vom Nationalteam wurden Thomas Kammerlander (Gesamtweltcupsieger, Gold und Bronze bei der WM), Tina Unterberger (Gold und Bronze bei der WM, Gesamtweltcup-Dritte) sowie Rupert Brüggler und Tobias Angerer (Zwei Mal Bold bei der WM, Gesamtweltcup-Dritte) ausgezeichnet.

Sportdirektor Gerald Kammerlander, Tobias Angerer, Thomas Kammerlander, Tina Unterberger, Rupert Brüggler und ÖRV-Vize-Präsident Gerhard Kleinhofer (v.l.n.r.)

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Eine Saison zum Zungeschnalzen

Naturbahnrodlerin Tina Unterberger schwebte im vergangenen Winter mehrfach auf Wolke sieben

 

Bad Goisern. Wer Naturbahnrodlerin Tina Unterberger vor der vergangenen Rennsaison nach ihren Zielen fragte, bekam als Antwort meist ein vielsagendes Lächeln präsentiert. Der kecke Rodelfloh wollte sich nicht so recht in die Karten blicken lassen. Wer sie kennt, wusste aber, dass die Oberösterreicherin ganz klare Vorstellungen hatte, sie aber nicht öffentlich machen wollte.

Zielsetzung Nummer eins hatte sie bereits nach dem ersten Saisonevent erreicht. Sie gewann zum zweiten Mal den Parallelbewerb in Kühtai. Dass es insgesamt im Weltcup bei sieben Rennen gleich zu fünf Stockerlplätzen reichen sollte, damit hatte Unterberger selbst nicht spekuliert. „Das war schon gewaltig“, räumt sie ein. Und kann sich dabei selbst nicht erklären, warum es sogar auf denen von ihr wenig geliebten Bahnen in Latsch und Umhausen so gut gelaufen ist. „Viel hat sicher mit dem tollen Material zu tun, dass mir Robert Batkowski hinstellt. Und natürlich sind uns auch die vor der Saison von der FIL verordneten technischen Regeländerungen entgegengekommen“, bilanziert die Athletin des ASKÖ Gmunden.

Für die es nicht nur im Weltcup, in dem sie letztlich den dritten Gesamtrang belegte, überragend lief, sondern auch bei der Weltmeisterschaft in Vartra Dornei. Gold im Teambewerb, Bronze bei den Damen – das waren echte sportliche Sahnehäubchen, bei denen der Rodelfloh zur Strahlemaus mutierte. Nicht zuletzt auch deshalb, da sie während des Winters auch arbeitsmäßig eingespannt ist, weit weniger Zeit mit Training verbringen kann als etwa die Konkurrenz aus Südtirol.

Wer rastet, der rostet! Getreu diesem Motto wird sich Unterberger auch nach Saisonende nicht auf die faule Haut legen. Zunächst wird mit vielen Laufeinheiten im Grundlagen-Ausdauerbereich gearbeitet. Während des Jahres will sie auch an Rollenrodel-Rennen teilnehmen – in jedem Fall an der WM in Grindelwald (voraussichtlich Mitte Oktober), wo sie mit Michael Scheikl den Titel im Doppelbewerb zu verteidigen hat.

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