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Der Rodelfloh zeigte Biss

Tina Unterberger verteidigte in Latsch das Trikot der Weltcupführenden

 
Latsch. Wie schon im Vorjahr war Tina Unterberger als Weltcupführende zum Naturbahnrodelweltcup nach Latsch gereist. Damals war sie das Gelbe Trikot allerdings sofort wieder los. Dementsprechend hatte sie für heuer die Devise ausgegeben: „Ich werde mich deutlich mehr wehren, um vorne zu bleiben.”

Den Worten ließ der Rodelfloh am Samstag Taten folgen. Denn auf der Gumpfrei-Bahn, die ihr alles andere als auf den Leib geschneidert ist, musste sie sich nur Evelin Lanthaler aus Südtirol geschlagen geben.

„Platz zwei glänzt für mich heute wie Gold. Wie mir das gelungen ist, weiß ich selbst nicht richtig. Auf alle Fälle hatte ich Top-Material unter meinem Hintern. Die Einstellungen haben wir diesmal via Waths app gemacht. Denn mein Servicemann Robert Batkowski ist gerade Papa geworden. War deshalb nicht mit in Südtirol”, erzählte Unterberger.

Weiter geht es nun am kommenden Wochenende mit dem Weltcup in Moskau. „Mal schauen, vielleicht behalte ich das Leadertrikot ja weiter“, freut sich Unterberger auf die Reise.

Foto von: ÖRV/Chris Walch

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Staatsmeisterschaft 2017

 

Bericht von Birgit Platzer:

Am 27. Dezember 2016 fand die Staatsmeisterschaft 2017 statt.

Am Vormittag hatte ich 3 Tainingsläufe: der erste war sehr gut, bei den beiden anderen gab es Probleme in der Startkurve.

Beim ersten Rennlauf sah ich die Zeit meiner Konkurrentin, sodass ich mir am Start dachte, dass es schwer werden würde, diese Zeit zu unterbieten. Ich startete los. Wie im Training habe ich die erste Kurve nicht gut erwischt, aufgrund dessen hatte ich eine Bande bekommen. Dabei machte ich mir etwas Sorgen. Ich wusste, dass ich nun 200 % geben musste. Im Ziel angekommen sah ich meine Zeit und siehe da ich lag vorne. Diesen ersten Platz konnte ich auch im zweiten Rennlauf verteidigen. Somit wurde ich Staatsmeisterin im Rodeln 2017. Dieser ist noch dazu mein erster Staatsmeistertitel.

Birgit Platzer
Birgit Platzer

Foto von: Privat

 

 

Der „Rodelfloh” war wieder ganz groß

Tina Unterberger siegte beim Parallel-Race in Kühtai – Thomas Kammerlander auf Rang drei

 
Kühtai. Am Ende strahlte sie übers ganz Gesicht. Quittierte ihre neun Hundertstel Vorsprung im Finale gegen Greta Pinggera gewohnt „goschert” mit „arschknapp”. In jedem Fall war der Sieg von „Rodelfloh” Tina Unterberger beim Parallel-Race in Kühtai hochverdient. Von den Trainingsfahrten weg hatte sie sich in prachtvoller Form gezeigt, die sie bis in die Finalläufe konservierte. Und dass sie nervenstark ist, hatte Unterberger schon oft genug bewiesen.

Knapp an den Medaillenrängen vorbei rauschte am Sonntag ihre Teamkollegin und Freundin Michelle Diepold, die sich im kleinen Finale knapp Weltmeisterin Evelyn Lanthaler geschlagen geben musste. Die Steirerin war dennoch happy: „Platz vier ist mein bisher bestes Weltcupergebnis. Ich bin voll zufrieden.”

Gewissermaßen nichts neues gibt`s von den Herren zu berichten. Zum dritten Mal in Serie gewann „Big Pat” Patrick Pigneter den Weltcupauftakt in Kühtai. Diesmal setzte er sich im Finale mit 0,12 Sekunden Vorsprung vor dem bärenstarken Russen Gregori Bukin durch. Rang drei ging, so wie im Vorjahr, an Lokalmatador Thomas Kammerlander, der ein wenig mit dem Wetter haderte. „Beim Training am Freitag ist es noch super gelaufen. Dann wurde es leider wärmer, was meinem Material nicht besonders gut bekommen ist. Mit dem dritten Platz muss ich insgesamt zufrieden sein”, sagte der Ötztaler.

Für die Steirer kam das Aus leider früher als erwartet. Christian Schopf scheiterte im Achtelfinale ebenso an Bukin wie im Viertelfinale der Quali-Schnellste Michael Scheikl. „Ich bin heute einfach schlecht gefahren”, lautete dessen Fazit. Bernd Neurauter musste sich im Viertelfinale Alex Gruber aus Südtirol geschlagen geben.

Fotos von: Österreichischer Rodelverband (Chris Walch)

Favoriten waren nicht zu biegen

Kühtai. Die Entscheidung im Doppelbewerb stand an Tag eins des Parallel-Weltcups der Naturbahnrodler in Kühtai am Programm. Auf der pickelharten Piste setzten sich nach spannenden Duellen einmal mehr die Favoriten durch. Patrick Pigneter und Florian Clara siegten zum dritten Mal in Serie in Kühtai. Dabei war es im Halbfinale noch eng gewesen. Nach einem Fehler musste die Südtiroler 0,25 Sekunden auf die Salzburger-Tiroler Paarung Rupert Brüggler und Tobias Angerer gut machen. Die Österreicher crashten dann im zweiten Lauf aber exakt an der gleichen Stelle wie die Favoriten im ersten. Und so kamen die späteren Gewinner noch sicher weiter.

Im Finale betrug der Vorsprung von Pigneter/Clara nach dem ersten Lauf lächerliche zwei Hundertstelsekunden auf Christian und Andreas Schopf aus der Steiermark. Diesen bauten die Südtiroler mit einem nahezu perfekte zweiten Lauf aber noch aus. Pigneter: „Wir haben uns von Lauf zu Lauf gesteigert. Der letzte im Finale war sicher unser bester.”

Die Schopfs waren mit ihrem zweiten Platz auch restlos glücklich. „Das erste Saisonrennen ist immer schwierig, aber wir haben heute gesehen, dass wir voll mithalten können. Die super Vorbereitung hat sich bezahlt gemacht.”

Einigermaßen sauer waren Christoph Regensburger und Dominik Holzknecht aus Umhausen, die bereits im Viertelfinale gescheitert waren. „Wir sind den ganzen Tag über nie richtig ins Rennen gekommen. Das müssen wir so hinnehmen und einfach abhaken”, sagte Holzknecht.

Riesige Spannung versprechen die Einzelbewerbe am Sonntag. Bei den Damen kristallisierte sich Vorjahrssiegerin Tina Unterberger aus Oberösterreich als Quali-Schnellste als Favoritin heraus. Und bei den Herren? Da war Michael Scheikl (Steiermark) der Schnellste vor Thomas Kammerlander (Tirol) und Weltcuptitelverteidiger Pigneter! Für ein packendes Rennen ist alles angerichtet. Los geht es am Sonntag um 11.15 Uhr.

 

Fotos von: Österreichischer Rodelverband

Birgit Platzer schaffte einen Traumstart in die neue Saison

Nach einer sehr durchwachsenden Saison 2015/2016 waren alle auf das Antreten beim ersten Weltcuprennen 2016/2017 gespannt. Der Weltcupauftakt fand in Winterberg statt. Nach intensiven Trainings auf sämtlichen Bahnen in Europa reiste die österreichische Nationalmannschaft voll Zuversicht zum 1. Viessmann Weltcup nach Winterberg.

Birgit kam bereits beim Training mit der Bahn in Winterberg vielversprechend und überzeugend zu recht.

Da Birgit letzte Saison ihren Fixplatz in der Topgruppe verloren hatte, musste sie sich über den Nationencup für den Weltcup qualifizieren.

Eine Traumzeit mit Bahnrekord brachte den ersten Sieg nach langer Durststrecke. Somit war die erste Überraschung perfekt.

Eigentlich war man schon mit dem Erreichten zufrieden, aber Birgit kam auch beim Weltcuprennen ausgezeichnet mit der Bahn zu Recht. Rang 4 nach dem ersten Lauf mit der besten Endgeschwindigkeit war die beste Leistung ihrer Karriere. Nun wurde dem zweiten Lauf entgegengefiebert und siehe da die sechsbeste Zeit im zweiten Lauf bedeutete Rang 4 und somit das beste Ergebnis das Birgit bis jetzt im Weltcup geschafft hat. Mit dem vierten Rang qualifizierte sich Birgit souverän für den Sprintweltcup.

Da am Start noch kleine Defizite vorhanden waren, war eine Steigerung beim Sprint möglich. Weil die Zeit erst nach 100 Meter zu laufen beginnt, ist die Vorgabe am Start fast egalisiert. Und siehe da Birgit schaffte mit 0,063 Sekunden Rückstand auf Siegerin Dajana Eitberger aus Deutschland den 2. Rang im Sprintweltcup. Ein optimal abgestimmtes Material und eine ausgezeichnete Fahrt im Eiskanal machten diese Topleistung möglich. 7 Jahre mussten die Athletinnen des österreichischen Rodelverbandes auf diesen Stockerlplatz warten und dann schafft Birgit nach einer mäßigen Saison so einen Start.

Somit schrieb sich Birgit in die Geschichtsbücher des oberösterreichischen Rodelverbandes denn erstmal schaffte eine Athletin einen Stockerlplatz bei einem Weltcuprennen auf Kunstbahn.

Nach dem super Start in die Saison 2016/2017 können die Fans von Birgit geruht in die Zukunft blicken, denn der 2. Weltcup dieser Saison findet bereits nächste Woche in Übersee statt.

Fotos von: Österreichischer Rodelverband