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ISSU Rollenrodel WM in Grindelwald

Tina Unterberger und Michael Scheikl auf dem Weg zur Titelverteidigung

 

Die Rollenrodel Saison findet heuer seinen gebührenden Abschluss bei der ISSU Rollenrodel Weltmeisterschaft in Grindelwald. An zwei Renntagen, vom 14. – 15. Oktober 2017 misst sich die Elite des Rollen-Rodelsports in den Schweizer Bergen.

Mittendrin statt nur dabei sind auch zwei ganz große österreichische Medaillenhoffnungen: „Rodelfloh“ Tina Unterberger und „Mr. Rollenrodel“ Michael Scheikl.

Als amtierende Weltmeister im Doppelsitzer hängen die Trauben natürlich besonders hoch und beide Athleten werden schon vor dem ersten Renntag in die Favoritenrolle gerückt. Eine Rolle die man sich hart erarbeiten muss, die beide aber gerne annehmen, denn das klare Ziel im Doppelsitzer lautet: „Titelverteidigung“. Wie bereits gezeigte Leistungen bestätigen, ist dieses hochgesteckte Ziel absolut im Bereich des Möglichen und die beiden routinierten Rodler sind bestens gerüstet für einen spannenden und hoffentlich erfolgreichen Wettkampf.

Im Einsitzerbewerb der Herren ruhen die Edelmetall-Hoffnungen auf den 28-Jährigen Kindberger Michael Scheikl. Der Routinier ist bereit für den ganz großen Coup, schließlich fehlt ihm nur noch der Weltmeistertitel im Einsitzer um seine Titelsammlung im Rollenrodeln zu vervollständigen. Um am Ende als lachender Sieger vom Podest zu stehen benötigt es aber drei ganz starke Läufe, denn die Konkurrenz schläft nicht. Dass eine Weltmeisterschaft eigene Gesetze hat weiß auch Scheikl selbst: „Bei einer WM kann immer alles passieren, du musst auf den Punkt genau deine beste Leistung abrufen und im Kopf voll da sein, um den Titel holen zu können. Ich bin körperlich voll fit und es ist an der Zeit auch die Einsitzer Gold-Medaille in den Händen zu halten.“

Im Einsitzerbewerb der Damen geht Tina Unterberger vom ASVÖ Gmunden an den Start. Für die Athletin des österreichischen Rodelverbandes geht es bei diesem Wettkampf aber in erster Linie um weitere Trainings für die bevorstehende Winter-Saison zu absolvieren. „Ich habe jetzt nicht allzu große Erwartungen, denn mein letztes Rennen im Einsitzerbewerb liegt schon über ein Jahr zurück. Ich sehe es viel mehr als zusätzliche Trainingschance, um mich für die kommende Winter-Saison gewappnet zu sehen.“, so die gelassene Goiserin.

Neben dem straffen Trainingsprogramm stand für den „Rodelfloh“ am Freitagabend die Sportlerehrung der Stadtgemeinde Gmunden am Plan, bei der sie wegen ihrer tollen Leistungen geehrt wurde. (WM-Gold im Teambewerb, WM-Bronze im Einsitzerbewerb der Damen, 3.Platz Gesamtweltcup, Staatsmeistertitel und EM-Gold im Rollenrodel-Doppelsitzer)

Nach der Sommersaison ist vor der Wintersaison. Bereits eine Woche nach der Weltmeisterschaft in der Schweiz geht es für die Naturbahnrodler in Innsbruck weiter mit den Leistungstests, um sich noch einmal den letzten Feinschliff für die neue Wintersaison zu holen.

Heiß auf die WM sind auch unsere Athleten vom ASVÖ Rosenau. Allen voran die Sölkner-Brothers mit Andreas und Thomas Sölkner. Letztgenannter sicherte sich in der diesjährigen Murauer Bier Cup Gesamtwertung den sensationellen 3. Platz.
Nicht weniger spannend wird’s auch für unsere Youngster im Raiffeisencup – mit Schnepfleitner Michelle (Gesamtcup 2.) und Sölkner Lukas (Gesamtcup 3.) Wir drücken die Daumen!

 

Fotos von: wkphoto.net

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Tina Unterberges Leistungen wurden vergoldet

Tag des Sports, Wien. Wie jedes Jahr wurden auch heuer beim Tag des Sports in Wien die besten Athleten Österreichs für ihre herausragenden Leistungen in der vergangenen Saison geehrt. Mittendrin statt nur dabei war auch die Goiserin Tina Unterberger. Nach der Edelmetall-Sammlung bei der Weltmeisterschaft im rumänischen Vatra Dornei, mit Gold im Teambewerb und Bronze im Einsitzerbewerb der Damen, ging das Goldschürfen am Wiener Prater Gelände in der neuen „Hall of Fame“ weiter.

 

Der „Rodelfloh“ bekam das goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich überreicht. Trotz teilweise launischem Wetter war die Freude bei der Athletin des ASKÖ Gmunden riesengroß: „Nach einer anstrengenden und kräftezehrenden Saison, ist es immer schön, wenn die Leistungen auch außerhalb des Rodellagers honoriert und geschätzt werden, daher bin ich schon ein wenig stolz auf mein Goldenes Abzeichen, welches mit Sicherheit einen gesonderten Platz in meinem Trophäen-Kastl erhält.“ Doch viel Zeit zum Feiern bleibt der routinierten Sportlerin allerdings nicht, denn die Vorbereitungen auf das nächste Groß-Event, die Rollenrodel-WM vom 14.10 -15.10.2017 in Grindelwald, laufen bereits auf Hochtouren. Durch diese Auszeichnung ist der Erfolgshunger aber noch lange nicht gestillt und Tina ist abermals bereit für den nächsten großen Wurf, gilt es doch gemeinsam mit Partner Michael Scheikl, ihren Weltmeistertitel im Doppelsitzer zu verteidigen.

 

Eine Saison zum Zungeschnalzen

Naturbahnrodlerin Tina Unterberger schwebte im vergangenen Winter mehrfach auf Wolke sieben

 

Bad Goisern. Wer Naturbahnrodlerin Tina Unterberger vor der vergangenen Rennsaison nach ihren Zielen fragte, bekam als Antwort meist ein vielsagendes Lächeln präsentiert. Der kecke Rodelfloh wollte sich nicht so recht in die Karten blicken lassen. Wer sie kennt, wusste aber, dass die Oberösterreicherin ganz klare Vorstellungen hatte, sie aber nicht öffentlich machen wollte.

Zielsetzung Nummer eins hatte sie bereits nach dem ersten Saisonevent erreicht. Sie gewann zum zweiten Mal den Parallelbewerb in Kühtai. Dass es insgesamt im Weltcup bei sieben Rennen gleich zu fünf Stockerlplätzen reichen sollte, damit hatte Unterberger selbst nicht spekuliert. „Das war schon gewaltig“, räumt sie ein. Und kann sich dabei selbst nicht erklären, warum es sogar auf denen von ihr wenig geliebten Bahnen in Latsch und Umhausen so gut gelaufen ist. „Viel hat sicher mit dem tollen Material zu tun, dass mir Robert Batkowski hinstellt. Und natürlich sind uns auch die vor der Saison von der FIL verordneten technischen Regeländerungen entgegengekommen“, bilanziert die Athletin des ASKÖ Gmunden.

Für die es nicht nur im Weltcup, in dem sie letztlich den dritten Gesamtrang belegte, überragend lief, sondern auch bei der Weltmeisterschaft in Vartra Dornei. Gold im Teambewerb, Bronze bei den Damen – das waren echte sportliche Sahnehäubchen, bei denen der Rodelfloh zur Strahlemaus mutierte. Nicht zuletzt auch deshalb, da sie während des Winters auch arbeitsmäßig eingespannt ist, weit weniger Zeit mit Training verbringen kann als etwa die Konkurrenz aus Südtirol.

Wer rastet, der rostet! Getreu diesem Motto wird sich Unterberger auch nach Saisonende nicht auf die faule Haut legen. Zunächst wird mit vielen Laufeinheiten im Grundlagen-Ausdauerbereich gearbeitet. Während des Jahres will sie auch an Rollenrodel-Rennen teilnehmen – in jedem Fall an der WM in Grindelwald (voraussichtlich Mitte Oktober), wo sie mit Michael Scheikl den Titel im Doppelbewerb zu verteidigen hat.

Fotos von: W&K Photo

Vor dem Finale geht`s um WM-Medaillen

Österreichs Naturbahnrodler peilen in Rumänien drei Mal Edelmetall an

 

Vatra Dornei. Nach dem großartigen Abschneiden von Österreichs Kunstbahnrodlern bei der WM in Innsbruck, sind am kommenden Wochenende nun die Kollegen von der Naturbahn gefragt. 14 Tage bevor auf der Grantaubahn in Umhausen der Weltcup 2016/2017 entschieden wird, geht es im rumänischen Vatra Dornei um Edelmetall.

Läuft´s nach den Vorstellungen von Sportdirektor Gerald Kammerlander, sollen es mindestens drei Medaillen sein, welche die Österreicher mit nach Hause bringen. „Mit weniger wären wir nicht zufrieden. Immerhin haben wir im Laufe der bisherigen Weltcupsaison bereits in jeder Sparte Siege gefeiert. Es geht einfach darum, auch bei den Weltmeisterschaften die Nerven zu bewahren“, so der Ötztaler.

Einer der Top-Favoriten auf den WM-Titel ist sein Bruder Thomas Kammerlander, der aktuell die Weltcupführung inne hat. Sein größter Gegner wird auch in Vatra Dornei der vielfache Titelträger Patrick Pigneter sein. „Kammi“ und der Südtiroler liefern sich auch in Weltcup einen Kampf auf Biegen und Brechen. Wobei die WM für Kammerlander „kein besonderer Saisonhöhepunkt sein wird. Gegen eine Medaille hätte ich aber nichts einzuwenden“, grinst der bald 27-Jährige.

Einiges wird in Rumänien laut Sportdirektor Gerald Kammerlander auch von den Verhältnissen abhängen: „Die Strecke kennen wir aus dem vergangenen Jahr. Unseren Athleten wäre eine beinharte eisige Strecke lieber. Wenn`s anderes kommt, müssen wir uns aber auch darauf einstellen. Erfahrungen mit Materialumstellungen konnten wir genügend sammeln.“

Das österreichische Aufgebot bei der WM in Vatra Dornei:
Herren: Thomas Kammerlander, Florian Glatzl (beide Tirol), Michael Scheikl, Bernd Neurauter, Christian Schopf (Steiermark).
Damen: Tina Unterberger (Oberösterreich), Michelle Diepold (Steiermark), Maria Auer (Tirol).
Doppel: Christian und Andreas Schopf (Steiermark), Rupert Brüggler/Tobias Angerer (Salzburg/Tirol), Christoph Regensburger/Dominik Holzknecht (Tirol).

Zeitplan für Vatra Dornei:
Freitag: 12.30 Uhr: Teambewerb.
Samstag: 10 Uhr: 1. Wertungslauf Doppel; 10.35 Uhr: 1. Wertungslauf Damen; 11.45 Uhr: Finale Doppel; 12.30 Uhr: 1. Wertungslauf Herren.
Sonntag: 10 Uhr: 2. Wertungslauf Damen; 11 Uhr: 2. Wertungslauf Herren; 12.30 Uhr: Finale Damen; 13.30: Finale Herren.

 

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Sportdirektor Gerald Kammerlander

 

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Weltcupleader Thomas Kammerlander

 

Fotos von: ÖRV/Chris Walch

Die WM kann kommen

Bei den letzten Rennen vor der Weltmeisterschaft am Königssee und in Sigulda gab es sehr gute Leistungen von Birgit Platzer.

Beim 5. Weltcuprennen in der Saison am Königssee, wo gleichzeitig die Europameisterschaft ausgetragen wurde, erreichte Birgit mit Rang 9 ein top-ten-Ergebnis. In der Europameisterschaftswertung bedeutete das den 7. Rang. Leider war am Königssee ihre Teamkollegin Miriam Kastlunger beim Weltcup schneller unterwegs, sodass Birgit am Teambewerb nicht teilnehmen durfte und somit um die Medaillenchange kam.

In Sigulda lief es für Birgit erneut hervorragend, denn nach den gezeigten Leistungen hat sie sich im Weltcup in die top-ten etabliert. Nach den Trainingsleistungen musste man von einer Spitzenplatzierung ausgehen. Mit ein bisschen Glück hat sie die Bahn in Lettland hervorragend gemeistert. Mit einem 6. Rang im Weltcup im olympischen Bewerb hat sie eine top Platzierung erreicht. Da Birgit von keinen Fehlern wusste, war die Platzierung umso erfolgreicher. So war am Königssee Miriam Kastlunger die Glückliche, hat sich in Sigulda das Blatt wieder zu Gunsten von Birgit gewendet, da Miriam kurz vor dem Ziel stürzte. Durch die gute Platzierung in der olympischen Disziplin war auch im Spint Weltcup eine top Platzierung möglich. Siehe da, der 5. Rang im Sprint überzeugte die Rodelfachwelt erneut positiv. Im abschließenden Teambewerb erreichte Birgit mit Wolfgang Kindl und dem Doppelsitzerpaar Thomas Steu und Lorenz Koller wieder den hervorragenden 5. Rang.

Somit kann die Weltmeisterschaft Ende Jänner schön langsam kommen, denn die Leistungen von den österreichischen Rodlern sind bereits mehr als WM würdig.

Favoriten waren nicht zu biegen

Kühtai. Die Entscheidung im Doppelbewerb stand an Tag eins des Parallel-Weltcups der Naturbahnrodler in Kühtai am Programm. Auf der pickelharten Piste setzten sich nach spannenden Duellen einmal mehr die Favoriten durch. Patrick Pigneter und Florian Clara siegten zum dritten Mal in Serie in Kühtai. Dabei war es im Halbfinale noch eng gewesen. Nach einem Fehler musste die Südtiroler 0,25 Sekunden auf die Salzburger-Tiroler Paarung Rupert Brüggler und Tobias Angerer gut machen. Die Österreicher crashten dann im zweiten Lauf aber exakt an der gleichen Stelle wie die Favoriten im ersten. Und so kamen die späteren Gewinner noch sicher weiter.

Im Finale betrug der Vorsprung von Pigneter/Clara nach dem ersten Lauf lächerliche zwei Hundertstelsekunden auf Christian und Andreas Schopf aus der Steiermark. Diesen bauten die Südtiroler mit einem nahezu perfekte zweiten Lauf aber noch aus. Pigneter: „Wir haben uns von Lauf zu Lauf gesteigert. Der letzte im Finale war sicher unser bester.”

Die Schopfs waren mit ihrem zweiten Platz auch restlos glücklich. „Das erste Saisonrennen ist immer schwierig, aber wir haben heute gesehen, dass wir voll mithalten können. Die super Vorbereitung hat sich bezahlt gemacht.”

Einigermaßen sauer waren Christoph Regensburger und Dominik Holzknecht aus Umhausen, die bereits im Viertelfinale gescheitert waren. „Wir sind den ganzen Tag über nie richtig ins Rennen gekommen. Das müssen wir so hinnehmen und einfach abhaken”, sagte Holzknecht.

Riesige Spannung versprechen die Einzelbewerbe am Sonntag. Bei den Damen kristallisierte sich Vorjahrssiegerin Tina Unterberger aus Oberösterreich als Quali-Schnellste als Favoritin heraus. Und bei den Herren? Da war Michael Scheikl (Steiermark) der Schnellste vor Thomas Kammerlander (Tirol) und Weltcuptitelverteidiger Pigneter! Für ein packendes Rennen ist alles angerichtet. Los geht es am Sonntag um 11.15 Uhr.

 

Fotos von: Österreichischer Rodelverband

Rodelfloh will Vampir schnäuzen

Tina Unterberger startet mit großer Vorfreude in die neue Naturbahnrodel-Saison

 

Bad Goisern. Ihre Vorfreude ist unbändig! Was verständlich ist, denn just in Kühtai, wo am 10. und 11. Dezember 2016 auch heuer die Naturbahnrodler in die neue Saison starten, feierte Tina Unterberger im vergangenen Jahr ihren ersten Weltcup-Sieg.

Zuletzt wurde in Kühtai auf einer speziell eingerichteten Strecke bereits trainiert. Und Tina hat laut eigenem Bekunden „Blut geleckt“. „Es ist einfach total lässig, dass es jetzt wieder los geht. Ich kann den ersten Start kaum erwarten“, macht der Rodelfloh deutlich. Im Wissen, dass bei einem Parallel Race alles passieren kann: „Im Vorjahr wär ich fast gegen Michelle Diepold rausgeflogen – und am Ende stand ich ganz oben. Das Rodeln kann ganz schön verrückt sein.“

Unterberger hofft auch, dass sie einen Vorteil aus den vom Weltverband verordneten technischen Regeländerungen zieht. „Es war ja zuletzt immer so, dass uns die Italiener auf den Geraden paniert haben. Und ich mit meinem geringen Gewicht hab´da dann gleich die doppelte Watschen kassiert.“

Hoffnungen hegt Unterberger auch hinsichtlich der Weltmeisterschaften im rumänischen Vatra Dornei Anfang Februar. „Da werden wir runterfahren und den Dracula schnäuzen“, meint die Teamkapitänin keck. Ihr großer Wunsch: „Das wär natürlich eine Medaille, denn bei Weltmeisterschaften bin ich bisher immer leer ausgegangen. Die Bahn in Rumänien liegt mir aber.“

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Mit vollem Einsatz trainierte Tina Unterberger für die bevorstehende Naturbahnrodel-Saison

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Fotos von: wkphoto.net