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Gut gerüstet für Deutschnofen

Kampf um die Weltcupspitze im Rennrodeln auf Naturbahnen

Deutschnofen ist an diesem Wochenende Schauplatz des nächsten Weltcup-Events im Rennrodeln auf Naturbahnen. Für die Einzelbewerbe am Sonntag fanden am Freitag die ersten Trainingsläufe statt.

Bei den Herren fuhr der Ötztaler Thomas Kammerlander hinter dem Südtiroler Patrick Pigneter auf Platz 2. Der Steirer Michael Scheikl klassierte sich auf Rang 5. Alex Gruber (Ita), der gemeinsam mit Scheikl die Gesamtwertung fünf Punkte vor Kammerlander anführt, hatte hingegen einen Ausritt.

„Für den Anfang war’s ganz okay, aber um im Rennen ums Podest mitfahren zu können, ist natürlich noch eine Steigerung nötig. Die Bahn ist in perfektem Zustand. Jetzt warten wir das zweite Training am Samstag ab, dann werden wir das schon hinbekommen”, gibt sich „Kammi” gewohnt gelassen.

Auch Scheikl sieht noch Verbesserungspotenzial: „Noch haben wir etwas Aufholbedarf. Es waren heute schon super Teilzeiten dabei, aber es ist noch nicht alles perfekt gelaufen. Da wartet noch einiges an Arbeit. Im Rennen wird’s wohl wieder einen Hundertstelkrimi geben.”

Bei den Damen gab’s im Training das gewohnte Bild: Dominatorin Evelin Lanthaler (Ita) legte die Bestzeit hin, gefolgt von ihren Landsfrauen Greta Pinggera und Daniela Mittermair. Auf Rang vier landete Tina Unterberger aus Oberösterreich, die sich durchaus zufrieden zeigte: „Ich war eine Sekunde schneller als im Training vor einer Woche. Da hat mein Betreuer Robert Batkowski in die Zauberkiste gegriffen. Die Fahrt war nicht lupenrein. So gesehen ist der Zeitabstand nach vorne durchaus erträglich.”

Auf Rang 5 klassierte sich im ersten Trainingslauf Michelle Diepold aus der Steiermark, die sich enorm auf das Rennen freut: „In der Vorsaison habe ich mich vor Deutschnofen verletzt. Jetzt bin ich einfach happy, wieder hier zu sein. Ich habe mich heute schon gut gefühlt, aber die Leistung ist natürlich noch ausbaufähig.”

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Deutschnofen:

Sonntag, 29. Jänner:

09:30 Uhr – 1. Wertungslauf Herren
10:30 Uhr – 1. Wertungslauf Damen
11:00 Uhr – Finallauf Herren
12:00 Uhr – Finallauf Damen
13:15 Uhr – Teambewerb

Fotos von : ÖRV/Miriam Jennewein

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Die etwas andere Herausforderung

Doppel-Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen im Jaufental

Nachdem der Weltcup am vergangenen Wochenende in Mariazell abgesagt worden war, hatten die Naturbahnrodler seit den ersten Bewerben auf der Winterleiten im Dezember eine deutlich längere Rennpause als gedacht. Dafür wird’s am Samstag und Sonntag beim Doppel-Weltcup im Jaufental richtig stressig.

Dass die Entscheidung bei Herren und Damen am Samstag in einem Nightrace fällt, es am Sonntag dann aber schon wieder um 10 Uhr weitergeht, sorgt auch bei Österreichs Athleten durchaus für Stirnrunzeln. Denn auf die Aktiven haben die FIL-Verantwortlichen bei der Programmerstellung keinerlei Rücksicht genommen. Und auch die Tonnerbodenbahn sorgt durchaus für Diskussionen, gibt’s auf dieser doch praktisch keinen einzigen Bremspunkt. Wirkliche technische Herausforderungen sind somit Mangelware. Die können höchstens nach vielen Fahrten durch Wellen entstehen.

Stimmen:

Michael Scheikl (Weltcupführender): „Das wird eine interessante Geschichte. Ich sehe zwei mögliche Szenarien: Entweder das wird ein ganz enges Rennen, oder es setzen sich ein, zwei Fahrer ab. Im Normalzustand kannst du auf der Bahn fahrerisch nicht wirklich was machen. Wenn viel drüber gefahren wird, kann’s technisch aber anspruchsvoller werden. Ein Nachtbewerb am Samstag ist ja an sich schön. Dass dann aber am Sonntag gleich am Vormittag wieder gefahren wird, ist aus Sportlersicht sicher nicht ideal.”

Thomas Kammerlander (Rang zwei im Weltcup): „Die Bahn ist technisch leider nicht sehr anspruchsvoll und eine der leichtesten, die ich kenne. Trotzdem ist es schwierig, schnell zu sein. Fahrerisch kannst du da kaum was herausholen. Dementsprechend ist das Material am Wochenende die absolut wichtigste Komponente. Fehler darfst du dir keinen erlauben. Von Platz eins bis acht ist da alles möglich. Gewinnen wird am Ende wohl der, der das Hundertstelglück auf seiner Seite hat. Durch die Programmgestaltung werden wir in der Nacht auf Sonntag auch nicht viel Schlaf finden. Bis wir nach dem Nightrace im Hot el sind und am Material getüftelt haben, ist es nach Mitternacht.”

Tina Unterberger (Rang zwei im Weltcup): „Die Bahn ist deshalb schwierig, weil nichts Herausforderndes drinnen ist, Bremspunkte fehlen völlig. Nach vielen Fahrten können allerdings an unguten Stellen Wellen entstehen. Da müssen wir schauen, wie sich das entwickelt. Für mich ist so eine Bahn generell schwierig, da ich technisch anspruchsvolle Strecken bevorzuge. Wenn du hier einen kleinen Fehler machst, bis du schnell eine halbe Sekunde hinten.”

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Jaufental:

Freitag, 13.01.2023

Erster Wertungslauf Doppelsitzer (12:30 Uhr)
Finallauf Doppelsitzer (13:30 Uhr)

Samstag, 14.01.2023

Erster Wertungslauf Doppelsitzer (14:00 Uhr)
Finallauf Doppelsitzer (15:00 Uhr)
Erster Wertungslauf Einsitzer Herren (18:00 Uhr)
Erster Wertungslauf Einsitzer Damen (18:50 Uhr)
Finallauf Einsitzer Herren (19:30 Uhr)
Finallauf Einsitzer Damen (20:15 Uhr)

Sonntag, 15.01.2022

Erster Wertungslauf Einsitzer Herren (10:00 Uhr)
Erster Wertungslauf Einsitzer Damen (11:00 Uhr)
Finallauf Einsitzer Herren (11:45 Uhr)
Finallauf Einsitzer Damen (12:30 Uhr)

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

Kurze Pause für Naturbahn-Asse

Tiroler und Österreichische Meisterschaften in Umhausen

Die Weihnachtspause für Österreichs Naturbahnrodel-Asse fällt nach dem Weltcupstart in Obdach-Winterleiten nur kurz aus. Bereits am 27. und 28. Dezember finden auf der Grantau-Bahn in Umhausen die nächsten Rennen statt.

Zunächst stehen am 27. Dezember die Tiroler Meisterschaften 2022/2023 mit Gästeklasse am Programm. Einen Tag später folgen die Österreichischen Meisterschaften und Staatsmeisterschaften 2022/2023. Um folgende Titel wird dabei gefahren: Österreichische Juniorenmeisterin (Titelverteidigerin Riccarda Ruetz), Österreichischer Juniorenmeister (Sebastian Feldhammer), Österreicher Seniorenmeister (kein Titelverteidiger), Österreichische Staatsmeisterin (Tina Unterberger), Österreichischer Staatsmeister (Michael Scheikl), Österreichische Staatsmeister Doppelsitzer (Achenreiner/Achenreiner).

Das Rennprogramm an den beiden Tagen:

Tiroler Meisterschaften, 27. Dezember:

13.30 –Trainingslauf Doppelsitzer
anschließend Wertungslauf Doppelsitzer,
Trainingslauf Einsitzer,
1. Wertungslauf Einsitzer,
2. Wertungslauf Doppelsitzer,
Siegerehrung im Zielgelände.

Österreichische Meisterschaften und Staatsmeisterschaften, 28. Dezember:

9.30 Uhr Trainingslauf Doppelsitzer,
1. Wertungslauf Doppelsitzer,
2. Wertungslauf Doppelsitzer,
Trainingslauf Einsitzer,
1. Wertungslauf Einsitzer,
2. Wertungslauf Einsitzer,
Siegerehrung im Zielgelände.

Tina Unterberger verteidigt in Umhausen ihren Staatsmeistertitel
Tina Unterberger verteidigt in Umhausen ihren Staatsmeistertitel

Foto von: ÖRV/Miriam Jennewein

Auf der Winterleiten gibt’s fette Punkte

Weltcupstart der Rennrodler auf Naturbahnen

Trainiert wurde zuletzt im Tiroler Kühtai und auf der Winterleiten. Eben dort fällt am 16. Dezember auch der Startschuss für die Weltcupsaison im Rennrodeln auf Naturbahnen. In der Steiermark können gleich fette Punkte eingefahren werden, gibt’s doch nebst den normalen Rennen auch einen Verfolger.

Im Lager des österreichischen Nationalteams will man natürlich wieder ein gewichtiges Wort mitreden, wenn’s um die Stockerlplätze geht. Bei den Herren bleiben die Routiniers Thomas Kammerlander (T), der seine letzte Saison bestreitet, und Michael Scheikl (Stm.) die Leithammel. Dahinter lauern Fabian Achenrainer, Florian Markt und Miguel Brugger (alle Tirol). Bei den Damen gehen „Rodelfloh” Tina Unterberger (OÖ) und Michelle Diepold (Stm.) voran. Juniorin Riccarda Ruetz (T) will auch in dieser Saison da und dort in der Allgemeinen Klasse aufzeigen.

Im Doppel kommt’s wiederum zu einem Comeback: Nachdem Simon Achenrainer überraschend seine Karriere beendet hat, will Cousin Fabian wieder mit seinem früheren Partner Brugger angreifen.

Stimmen:

Nationaltrainer Gerald Kammerlander: „Natürlich möchten wir auch in der neuen Saison im Weltcup kontinuierlich um Siege mitfahren. Auch bei der Weltmeisterschaft wollen wir an die Heim-WM 2021 anschließen, bei der die Ausbeute mit einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze sehr gut war. Und es gilt im kommenden auch verstärkt, einen Generationenwechsel zu vollziehen. Bei den Damen ist Riccarda Ruetz auf einem guten Weg, hat bereits Podestplatzierungen im Weltcup eingefahren. Die Burschen hinter Thomas und Michael sind da jetzt stark gefordert, nachzulegen.”

Tina Unterberger: „Im Vorfeld der Trainingstage in Winterleiten sind wir nur einen Tag auf Zeit gefahren. Viele Rückschlüsse waren da noch nicht möglich. Und bis es im Weltcup los geht, heißt es schon, noch ordentlich zu tüfteln. Erst bei den Rennen werden wir dann sehen, wie sich die neuerlichen Regeländerungen auswirken werden. Theorie und Praxis liegen bekanntlich im Rodelsport oft ziemlich weit auseinander.”

Programm Weltcupauftakt Obdach-Winterleiten:

Freitag, 16. Dezember 2022:

10:00 Uhr 1. Wertungslauf Herren
12:00 Uhr Finallauf Herren

Samstag, 17. Dezember 2022:

10:00 Uhr 1. Wertungslauf Doppel
10:30 Uhr 1. Wertungslauf Damen
11:30 Uhr Finallauf Doppel
12:15 Uhr Finallauf Damen
13:00 Uhr Verfolgungsrennen Doppel

Sonntag, 18. Dezember 2022:

10:00 Uhr Verfolgungsrennen Einzel

Foto von: ÖRV/sportszene.tirol (Abdruck honorarfrei)

FIL-Jugendspiel als Saisonabschluss

Inoffizielle WM wird in Kühtai ausgetragen

Der Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen musste nach der Rennabsage in Moskau frühzeitig abgebrochen werden. Die Athleten der Nationalmannschaft haben somit Pause. Für Kinder und Jugendliche steht aber am Wochenende noch das absolute Saisonhighlight am Programm – die FIL-Jugendspiele in Kühtai.

Gefahren wird dort auf der neuen inzwischen fertiggestellten Strecke, die in den vergangenen Tagen von Bahnchef Manfred Markt und seinem Team mit neuester Technologie präpariert worden ist.

Österreichs Nationaltrainer Gerald Kammerlander: „Im vergangenen Jahr sind die FIL-Jugendspiele wegen Corona leider ausgefallen. Umso mehr freut es uns, dass diese nun in Kühtai wieder stattfinden. Es ist das absolute Höhepunkt für Kinder und Jugendliche bis zur Juniorenklasse. Im Prinzip handelt es sich um die inoffizielle Weltmeisterschaft für diese Altersklassen.”

Angemeldet sind für den Bewerb 80 Teilnehmer aus fünf Nationen. Der Event wird auf dem Youtube-Kanal „rodel austria tv” des Österreichischen Rodelverbandes, auf der FIL-Homepage und auf diversen Facebook-Plattformen live gestreamt.

Am Freitag finden in Kühtai freie Trainingsläufe statt. Am Samstag folgte ab 09:30 Uhr das offizielle Nationentraining.

Das Rennprogramm am Sonntag:

09:00 Uhr – 1. Wertungslauf Jugend 1 bis Jugend 4
11:30 Uhr – 2. Wertungslauf nach Platzierung
13:30 Uhr – Siegerehrung

Foto von: Chris Walch

Heimflug geplant

Ergänzend zur Aussendung über das Aus für das Weltcupfinale im Rennrodeln auf Naturbahnen in Moskau:

Der Abflug von Österreichs Nationalteam ist aktuell für 15:35 Uhr Moskauer Zeit geplant. Mit einer Maschine der AUA soll es dann nach Wien gehen.

Wir hoffen, dass dieser Rückkehrplan hält, zumal in Russland derzeit nach und nach immer mehrere Flughäfen geschlossen werden.

Krieg verhindert Weltcupfinale

Nationalteams der Naturbahnrodler müssen Moskau sofort verlassen

„The race is canceled. The Russia is in War with the Ukrain!” Die Meldung vom für die Naturbahnen zuständigen FIL-Direktor Andreas Castiglioni schlug am Donnerstagfrüh ein wie eine Bombe. Nachdem das Finale im Rennrodeln auf Naturbahnen in Moskau bereits wegen praktisch unzumutbarer Bahnbedingungen gewackelt hatte, musste es wegen des Konflikts der ehemaligen Sowjetrepubliken heute ganz abgesagt werden. Sämtliche Nationalteams wurden aufgefordert, Russland so schnell als möglich zu verlassen. Die Mannschaft aus der Ukraine war erst gar nicht nach Moskau gereist.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der Weltcup damit beendet. Weltmeister Thomas Kammerlander und auch Titelverteidiger Michael Scheikl fallen damit um die Chance um, den in der Gesamtwertung führenden Südtiroler Alex Gruber noch abzufangen.

Nationaltrainer und Sportdirektor Gerald Kammerlander: „Zunächst einmal ist zu Sagen, dass wir in Moskau vom schwelenden Konflikt überhaupt nichts merken. Aber es ist nun so wie es ist. Der Weltcup dürfte beendet sein. Sportlich ist das natürlich schade, aber es gibt ganz klar wichtigere Dinge. Jetzt hoffen wir einfach, dass wir möglichst schnell gut nach Hause kommen.”

Thomas Kammerlander: „Die ganze Situation passt irgendwie zur Saison. Was Moskau angeht, war ich immer skeptisch. Aber ich habe vor zwei Jahren das Elf-Sekunden-Rennen bei der damaligen Europameisterschaft hinnehmen müssen, und das gilt auch für die aktuelle Absage. Ich frage mich halt, ob man da letztlich von einer wirklichen Weltcupsaison reden kann.”

Scheikls Heimtriumph

Steirer siegt in Mariazell – Juniorin Riccarda Ruetz rast erstmals aufs Weltcuppodest

Die Entscheidung im Gesamt-Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen wurde in Mariazell vertagt und fällt am kommenden Wochenende in zwei Bewerben beim Showdown in der russischen Metropole Moskau. Alex Gruber überholte mit Rang zwei in dem nur in einem Lauf ausgetragen Bewerb in der Steiermark in der Gesamtwertung Thomas Kammerlander, dem als Dritter zwei Hundertstel auf Gruber fehlten. Der Südtiroler liegt nun fünf Zähler vor dem Ötztaler. Den Sieg holte sich in Mariazell Lokalmatador Michael Scheikl mit einer überragenden Darbietung. Auch er hat damit noch Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung im Gesamtweltcup.

Mit Fabian Achenrainer als Sechsten und Florian Markt als Siebten fuhren zwei weitere Österreicher unter die Top-Zehn.

Michael Scheikl: „Ein Sieg vor eigenem Publikum auf meiner Heimbahn ist natürlich besonders schön. Einfach war’s nicht, denn die Bedingungen waren heute deutlich besser als gestern. Deshalb musste wieder die ganze Abstimmung an der Rodel geändert werden. Die Anspannung war deshalb vor dem Rennen schon sehr groß. Mir ist alles super aufgegangen, auch wenn noch die eine oder andere Kleinigkeit dabei war. Wichtig war, dass ich, was die Gesamtwertung angeht, in Schlagdistanz zu Alex und Thomas geblieben bin. In Moskau ist in den beiden letzten Bewerben noch vieles möglich.”

Thomas Kammerlander: „Heute bin ich wirklich extrem enttäuscht! Natürlich ist ein dritter Platz nicht schlecht. Aber ich habe mich einmal mehr komplett beim Material vertan. Da fehlt mir derzeit die glückliche Hand. Es wäre bei weitem mehr drinnen gewesen. Ob’s zum Sieg gereicht hätte, weiß ich nicht. Aber die zwei Hundertstel auf Alex ärgern mich gewaltig. Ich wollte es vermeiden, dass auf einer Bahn wie in Moskau mit einer Fahrtzeit von zirka 25 Sekunden die finale Weltcupentscheidung fällt. Aber es ist jetzt eben so.”

Premiere für Riccarda Ruetz

Bei den Damen war Evelin Lanthaler einmal mehr nicht zu schlagen, triumphierte vor ihrer Südtiroler Landsfrau Greta Pinggera. Auf Rang drei strahlte mit Junioren-Weltmeisterin Riccarda Ruetz eine ganz junge Athletin. Sie schaffte erstmals im Weltcup der Allgemeinen Klasse den Sprung aufs Podest. Dabei lag sie eine Hundertstel vor ihrer arrivierten Teamkollegin Tina Unterberger.

Mit der frühen Startnummer acht ins Rennen gegangen, kam die Sellrainerin in der Leaderbox aus dem Strahlen nicht heraus, als Läuferin um Läuferin an ihrer Bestzeit zerschellte. Dass sie die beiden favorisierten Südtirolerinnen dann noch vorbei ziehen lassen musste, tat ihrer Freude keinen Abbruch.

Riccarda Ruetz: „Platz drei macht mich gerade etwas sprachlos. Ich bin wirklich super zurecht gekommen auf der Bahn, konnte bei den schwierigen Verhältnissen auch meine frühe Startnummer super ausnutzen. Sorry an Tina für die Hundertstelsekunde.”

Tina Unterberger: „Natürlich wär ich gerne aufs Podest gefahren. Aber ich freue mich wahnsinnig für Ricci. Es ist super, wenn die Jungen angreifen. Vor einigen Jahren feierte ja auch Michelle Diepold in Mariazell ihren ersten Podestplatz im Weltcup.”

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Mariazell:

Herren:
1. Scheikl (Ö) 1:09.08,
2. Gruber (Ita) +0.28,
3. Kammerlander (Ö) +0.30,
4. Clara (Ita) +0.76,
5. Pigneter (Ita) 0.88,
6. Achenrainer (Ö) +0.97,
7. Markt (Ö) +1.60.

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 1:10.49,
2. Pinggera (Ita) +0.29,
3. Ruetz (Ö) +1.13,
4. Unterberger (Ö) +1.14,
5. Lavrenteva (Rus), +1.25,

13. Markt (Ö) +4.53.

Gesamtwertungen:

Herren:
1. Gruber (Ita) 430 Punkte,
2. Kammerlander (Ö) 425 Punkte,
3. Scheikl (Ö) 380 Punkte,
4. Pigneter (Ita) 305 Punkte,
5. Clara (Ita) 305 Punkte,
6. Achenrainer (Ö) 240 Punkte.

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 500 Punkte,
2. Pinggera (Ita) 380 Punkte,
3. Walch (D) 345 Punkte,
4. Unterberger (Ö) 285 Punkte,
5. Lavrenteva (Rus) 245 Punkte.

Der Weltcup in Mariazell wird am Sonntag mit dem Doppel- und dem Team-Bewerb fortgesetzt.

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein