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Birgit kann wieder lachen

Die internationale Trainingswoche in Pyeong Chang (Südkorea) stellte für viele eine neue Welt dar. Die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2018 in Südkorea begann mit einer sechstägigen Trainingswoche auf dem ALPENSIA SLIDING CENTRE in Pyeong Chang.

Sämtliche Athletinnen und Athleten, die im Kunstbahnsport tätig sind, haben an der Trainingswoche teilgenommen. Es ging an den ersten Trainingstagen darum, sich an die Bahn zu gewöhnen. Nach jeder Fahrt wurde das Level höher geschraubt und die Gewöhnung an die Bahn wurde von den einzelnen Athletinnen und Athleten mehr oder weniger gut aufgenommen. Birgit Platzer kam nach einigen Fahrten mit der Bahn anfangs gut zu recht. Sämtliche Teilzeiten wiesen Tag für Tag Verbesserungen auf. Somit meinte man, Birgit hat die Bahn ausgezeichnet im Griff. Als ihr in einem Trainingslauf das Kopfhalteband riss war das Dilemma perfekt: Sie hat mit diesem Missgeschick das ganze Erarbeitete auf der Bahn verloren. Rückstände im Sekunden Bereich ließen schon das Schlimmste befürchten. Schließlich schafften es die Betreuer Birgit wieder an die guten Trainingsleistungen zu erinnern. Ein Ruhetag trug wesentliches dazu bei.

So war das Abschlusstraining für den Weltcup nicht berauschend, umso erfreulicher war der 1. Wertungsdurchgang im Weltcup. Eine super Fahrt mit keinerlei Problemen erbrachte den ausgezeichneten vierten Zwischenrang. Nun ging es voll motiviert den zweiten Lauf zu absolvieren. Ein kleiner Fehler in der berüchtigten Kurve neun erbrachte einen minimalen Zeitverlust, aber mit Rang fünf waren sämtliche Betreuer und vor allem Birgit voll zufrieden.

Der abschließende Teambewerb wird für viele in Erinnerung bleiben. Birgit legte mit einer spitzen Zeit den Grundstein für das Podium. Das Team mit Birgit Platzer, Wolfgang Kindl und dem Doppelsitzer Peter Penz – Georg Fischler wurden in der Wertung hinter Lettland geführt. Nach 10 Minuten kam eine Zeitkorrektur und Österreich wurde um sechs hundertstel Sekunden vor Lettland gesetzt. Da die nächsten Nationen USA, Russland und Kanada allesamt patzten war der Podiumsplatz gesichert. Die Österreicher mussten sich nur Deutschland geschlagen geben und belegten vor Lettland den ausgezeichneten zweiten Rang. Somit ging die Olympia Generalprobe erfolgreich zu Ende.

Beim abschließenden Weltcup in Altenberg gilt es nun die erbrachten Leistungen zu bestätigen und sich danach beruhigt in die Sommerpause zu verabschieden.

Fotos von: Eslage

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Weltmeisterschaft mit Höhen und Tiefen

Bei der 47. Weltmeisterschaft in Innsbruck Igls hat Birgit Platzer Höhen und Tiefen erlebt. Bei eisigen Temperaturen verlief die Trainingswoche ganz nach Birgits Wunsch. Tolle Trainigszeiten und eine optimale Beherrschung der Bahn brachten Birgit in den erweiterten Favoritenkreis.

In der Qualifikation für den Sprintbewerb kam es für Birgit zur großen Zitterpartie. Schlussendlich reichte der 14. Rang für den Sprintbewerb. Bei herrlichen Sonnenschein und großen Zuschauerinteresse schrammte Birgit an der ganz großen Sensation vorbei. Nach einer durchschnittlichen Startzeit fuhr Birgit den Mittelteil famos und war bei der letzten Zwischenzeit auf Rang 1. Ein kleiner Fehler in der Zielkurve brachte Birgit einen Rückstand von 0,043 tausendstel Sekunden und somit den enttäuschenden 9. Rang.

44 Fans aus ganz Oberösterreich reisten mit dem Fanbus der Firma RAAB zur samstägigen Damen und Doppelsitzer Konkurrenz. Die Unterstützung von den Fans war auf jeden Fall gegeben und so schaffte Birgit einen guten 7. Rang nach Lauf eins. Da der Rückstand nach vorne groß war, sollte eine solide Fahrt in Lauf zwei den 7. Rang halten. Kleine Fehler schlichen sich im zweiten Lauf ein und so wurde Birgit mit einem Rückstand von 0,376 Sekunden auf Weltmeisterin Tatjana Hüfner aus Deutschland zehnte was ihre WM Bilanz sehr positiv aufwertet.

Nach dem Rennen führte Birgit mit den Fans aus Oberösterreich ein kurzes Gespräch und sagte den Fans, dass sie im Großen und Ganzen mit dem Ergebnis leben kann, ganz zufrieden sei sie aber dennoch nicht. Bei so knappen Zeitunterschieden darfst du dir nicht den kleinsten Fehler erlauben – die Fahrten waren solide, aber eben nicht perfekt.

Beim abschließenden Teambewerb, den Birgit mit dem zweimaligen Weltmeister Wolfgang Kindl und dem Doppelsitzerpaar Peter PenzGeorg Fischler bestritt, reichte es für den guten 5. Rang mit 0,576 Sekunden Rückstand auf die deutsche Teamstaffel, die zum Weltmeister gekürt wurde.

Die 47. Weltmeisterschaften in Innsbruck Igls waren vom Organisationsteam des österreichischen Rodelverbandes ausgezeichnet organisiert und mit den drei Medaillen insgesamt sehr erfolgreich.

Die WM kann kommen

Bei den letzten Rennen vor der Weltmeisterschaft am Königssee und in Sigulda gab es sehr gute Leistungen von Birgit Platzer.

Beim 5. Weltcuprennen in der Saison am Königssee, wo gleichzeitig die Europameisterschaft ausgetragen wurde, erreichte Birgit mit Rang 9 ein top-ten-Ergebnis. In der Europameisterschaftswertung bedeutete das den 7. Rang. Leider war am Königssee ihre Teamkollegin Miriam Kastlunger beim Weltcup schneller unterwegs, sodass Birgit am Teambewerb nicht teilnehmen durfte und somit um die Medaillenchange kam.

In Sigulda lief es für Birgit erneut hervorragend, denn nach den gezeigten Leistungen hat sie sich im Weltcup in die top-ten etabliert. Nach den Trainingsleistungen musste man von einer Spitzenplatzierung ausgehen. Mit ein bisschen Glück hat sie die Bahn in Lettland hervorragend gemeistert. Mit einem 6. Rang im Weltcup im olympischen Bewerb hat sie eine top Platzierung erreicht. Da Birgit von keinen Fehlern wusste, war die Platzierung umso erfolgreicher. So war am Königssee Miriam Kastlunger die Glückliche, hat sich in Sigulda das Blatt wieder zu Gunsten von Birgit gewendet, da Miriam kurz vor dem Ziel stürzte. Durch die gute Platzierung in der olympischen Disziplin war auch im Spint Weltcup eine top Platzierung möglich. Siehe da, der 5. Rang im Sprint überzeugte die Rodelfachwelt erneut positiv. Im abschließenden Teambewerb erreichte Birgit mit Wolfgang Kindl und dem Doppelsitzerpaar Thomas Steu und Lorenz Koller wieder den hervorragenden 5. Rang.

Somit kann die Weltmeisterschaft Ende Jänner schön langsam kommen, denn die Leistungen von den österreichischen Rodlern sind bereits mehr als WM würdig.

Tournee mit Hindernissen

Die Weltcuprennen in Übersee waren durch den heftigen Wintereinbruch in den Vereinigten Staaten sehr beeinträchtigt. Da die erste Station in Lake Placid (USA) noch einigermaßen im Rahmen verlief, konnte dadurch das gesamte Programm absolviert werden. Nach guten Trainingsleistungen und den erfolgreichen Start beim 1. Weltcuprennen in Winterberg (DEU) wurde ein Top-Ten-Platz von Birgit Platzer erhofft. Die Trainer hatten sogar einen Rang zwischen sechs und acht im Visier, weil Birgit im Abschlusstraining den ausgezeichneten 4. Rang belegte. Dass es am Ende nur der 12. Rang wurde, lag an der leicht verpatzten Fahrt im zweiten Lauf. Nach Rang 10 im ersten Durchgang wurde mit der fünfzehntbesten Laufzeit am Ende Rang 12 erzielt. Hervorragend lief es in der Team-Staffel: mit der drittbesten Zeit von Birgit schaffte das Team Birgit Platzer – Wolfgang Kindl – Peter Penz – Georg Fischler mit 0,254 Sekunden Rückstand den ausgezeichneten 4. Rang.

Nach der Übersiedlung zum zweiten Überseerennen ins kanadische Whistler begann das große Schneechaos. Die Transport-LKWs waren 2000 Kilometer von Whistler (CAN) in einen Schneesturm gefangen und somit konnte kein Material nach Whistler gelangen. Die FIL war gezwungen das Programm drastisch zu ändern. Da das Material schließlich nicht mit den LKWs nach Whistler gebracht wurde, sondern mit dem Flugzeug, konnte nach vier Tagen Verspätung mit der Veranstaltung begonnen werden. Ein Trainingstag sollte ausreichen um die Bahn einigermaßen in den Griff zu bekommen. Durch die Absage des Nationencup waren die Besten 24 der Weltrangliste Startberechtigt. Dass der Wettkampf in einem Lauf entschieden wurde, war für Birgit nicht das Gelbe vom Ei, denn Rang 12 war die Folge bei dem Überseerennen. Schließlich wurde auch der Team-Bewerb wegen des Zeitplans für das dritte Überseerennen abgesagt.

In Park City (USA) wurden die Trainings sowie der Nationencup planmäßig über die Bühne gebracht. Nach Rang sieben im Abschlusstraining wurde abermals ein Top-Ten-Platz erwartet. Hefiges Schneetreiben führte zur erneuten Programmänderung – so konnten nur die Herren einen Durchgang absolvieren. Besser war das Wetter bei den Damen, Birgit schaffte nach zwei gleichmäßigen Läufen den guten 10. Rang und qualifizierte sich damit für den Sprintweltcup, wo nur die Besten 15 nach den Wertungsläufen startberechtigt sind. Aufgrund eines kleinen Fehlers in der Zieleinfahrt landete Birgit Platzer schließlich auf Platz 11.

Als Resümee kann festgehalten werden, dass Birgit sich gegenüber dem Vorjahr stark verbessert hat und dass sie im neuen Jahr bei der Europameisterschaft in Königssee (DEU) in der gesetzten Gruppe an den Start gehen kann.

Bevor das neue Jahr beginnt wird in Innsbruck/Igls (AUT) noch die Staatsmeisterschaft ausgetragen, wo Birgit eine Silbermedaille zu verteidigen hat.

Birgit Platzer schaffte einen Traumstart in die neue Saison

Nach einer sehr durchwachsenden Saison 2015/2016 waren alle auf das Antreten beim ersten Weltcuprennen 2016/2017 gespannt. Der Weltcupauftakt fand in Winterberg statt. Nach intensiven Trainings auf sämtlichen Bahnen in Europa reiste die österreichische Nationalmannschaft voll Zuversicht zum 1. Viessmann Weltcup nach Winterberg.

Birgit kam bereits beim Training mit der Bahn in Winterberg vielversprechend und überzeugend zu recht.

Da Birgit letzte Saison ihren Fixplatz in der Topgruppe verloren hatte, musste sie sich über den Nationencup für den Weltcup qualifizieren.

Eine Traumzeit mit Bahnrekord brachte den ersten Sieg nach langer Durststrecke. Somit war die erste Überraschung perfekt.

Eigentlich war man schon mit dem Erreichten zufrieden, aber Birgit kam auch beim Weltcuprennen ausgezeichnet mit der Bahn zu Recht. Rang 4 nach dem ersten Lauf mit der besten Endgeschwindigkeit war die beste Leistung ihrer Karriere. Nun wurde dem zweiten Lauf entgegengefiebert und siehe da die sechsbeste Zeit im zweiten Lauf bedeutete Rang 4 und somit das beste Ergebnis das Birgit bis jetzt im Weltcup geschafft hat. Mit dem vierten Rang qualifizierte sich Birgit souverän für den Sprintweltcup.

Da am Start noch kleine Defizite vorhanden waren, war eine Steigerung beim Sprint möglich. Weil die Zeit erst nach 100 Meter zu laufen beginnt, ist die Vorgabe am Start fast egalisiert. Und siehe da Birgit schaffte mit 0,063 Sekunden Rückstand auf Siegerin Dajana Eitberger aus Deutschland den 2. Rang im Sprintweltcup. Ein optimal abgestimmtes Material und eine ausgezeichnete Fahrt im Eiskanal machten diese Topleistung möglich. 7 Jahre mussten die Athletinnen des österreichischen Rodelverbandes auf diesen Stockerlplatz warten und dann schafft Birgit nach einer mäßigen Saison so einen Start.

Somit schrieb sich Birgit in die Geschichtsbücher des oberösterreichischen Rodelverbandes denn erstmal schaffte eine Athletin einen Stockerlplatz bei einem Weltcuprennen auf Kunstbahn.

Nach dem super Start in die Saison 2016/2017 können die Fans von Birgit geruht in die Zukunft blicken, denn der 2. Weltcup dieser Saison findet bereits nächste Woche in Übersee statt.

Fotos von: Österreichischer Rodelverband

Viessmann Winterberg (DEU)

Bericht von Birgit Platzer:

Gott sei Dank ist diese Saison vorüber!

Winterberg ist wieder einmal nicht so verlaufen, wie ich es mir erwünscht hatte. Im Training hatte ich im oberen Bereich kleine Probleme, aber der Rest verlief sonst recht gut. Deshalb war ich für das Rennen sehr zuversichtlich, da ich den oberen Bereich beim Rennen im Griff hatte. Außerdem hatte ich die zwei schönsten Läufe (bis auf den ersten Lauf, bei den ich in der Kurve 8 einen Rutscher hatte, da ich zu fest gelenkt hatte). Das Ergebnis war letztendlich nicht zufriedenstellend.

Ich werde die Rennen jetzt noch einmal analysieren und hoffe dass ich fündig werde, weshalb diese Saison so verlaufen ist. Dabei habe ich kein einziges Ziel erreicht, das ich mir zuvor gestellt habe.

Die Ergebnisse befinden sich in der Kategorie:
Rennsport/Kunstbahn/Ergebnisse

WC und EM in Altenberg (DEU)

Bericht von Birgit Platzer:

Das vorletzte Rennen in Altenberg ist vorbei. Dabei ich hätte die Möglichkeit auf eine Medaille bei der Europameisterschaft im Team gehabt. Gescheitert ist es daran, dass ich „nicht getroffen“ habe, jedoch habe ich den kleinen Finger auf dem Abschlag Pet gespürt. Es wurde von der FIL allerdings so entschieden, dass er nicht getroffen wurde.

Das Einzelrennen war wie immer langsam. Dieses Mal hatte das Wetter etwas mitgespielt, weil es vor dem ersten Rennlauf regnete und zu schneien begann, sodass die Bahn etwas griffiger wurde. Dafür hatte ich zu viel Kante und ich war langsamer als beim ersten Training. Beim zweiten Lauf haben wir die Kante weniger und feiner gemacht. Dabei war ich ein bisschen schneller, dennoch reichte nur für Platz 17 beim WC und bei der EM Platz 12.

Im Team wurden wir aufgrund meines „Fehlers“ disqualifiziert.

Jetzt habe ich noch eine Woche vor mir und dann ist die Wintersaison schon wieder vorbei!

Die Ergebnisse befinden sich in der Kategorie:
Rennsport/Kunstbahn/Ergebnisse

Fotos von: Eslage & Voss