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Scheikl glänzt in Silber

EM-Titel an Alex Gruber – Thomas Kammerlander griff bei Material daneben

Es waren am Ende sieben Hundertstelsekunden, die am Sonntag dem Steirer Michael Scheikl zur erfolgreichen Titelverteidigung bei der Europameisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahnen fehlten. Der Südtiroler Favorit Alex Gruber hatte hauchdünn die Nase vorne. Rang drei ging an Patrick Pigneter. Weltmeister und Weltcup-Leader Thomas Kammerlander hatte sich beim Material vertan, landete am Ende auf Rang fünf.

Michael Scheikl: „Es war wieder einmal eine Nervenschlacht. Ich war im ersten Lauf schon gut dabei, obwohl ich einige kleinere Fehler hatte. Im zweiten Run habe ich nochmal alles raus gehaut, was drinnen war. Es war ein Kampf auf allerhöchstem Niveau mit einem Herzschlagfinale. Am Start hätte man heute eine Stecknadel fallen hören, so groß war die Anspannung bei allen. Mit der Silbermedaille bin ich in jedem Fall absolut happy.”

Thomas Kammerlander: „Die Bilanz ist heute schnell gezogen: Ich war schlichtweg nicht konkurrenzfähig. Die Eistemperatur ist im Vergleich zum Training am Freitag extrem nach unten gerasselt. Da hab’ ich schon in der ersten Kurve gemerkt, dass das Material überhaupt nicht passt. Sowas muss man auch einmal akzeptieren. Und lieber ist mir, ich kann bei den noch ausstehenden Weltcupbewerben wieder mithalten. Der Gesamtsieg ist jetzt das erklärte Ziel. Das wird schwer genug. Heute hätte ich mir gedacht, dass es sich um Kampf um Gold für Michael noch ausgeht. Leider war das Glück aber nicht auf unserer Seite.”

Silber im Teambewerb

Im abschließenden Teambewerb setzten sich erwartungsgemäß die Einzel-Europameister Evelin Lanthaler und Alex Gruber aus Südtiroler vor Österreichs Paarung Tina Unterberger und Michael Scheikl durch, die sich Silber sicherten.

EM Rennrodeln auf Naturbahnen, Laas:

Herren:
1. Gruber (Ita) 2:03.65,
2. Scheikl (Ö) +0.07, 3. Pigneter (Ita) +0.82,
4. Clara (Ita) +0.93,
5. Kammerlander (Ö) +1.00,

9. Achenrainer (Ö) +2.49,

12. Markt (Ö) +3.38.

Teambewerb:
1. Italien (Lanthaler/Gruber) 2:06.80,
2. Österreich (Unterberger/Scheikl) 2:07.73,
3. Russland (Lavrenteva/Egorov) 2:08.19.

Der Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen wird am kommenden Wochenende in Mariazell fortgesetzt.

Silberpaarung im Teambewerb (Tina Unterberger & Michael Scheikl)

Foto von: ÖRV/Miriam Jennewein

Zweimal Bronze für Österreich

Tina Unterberger EM-Dritte – Auch Achenrainer-Cousins holen Edelmetall

Tina Unterberger aus Oberösterreich war bei der Europameisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahnen in Laas die einzige Athletin, die mit den Südtiroler Athletinnen mithalten konnte. Saison-Dominatorin Evelin Lanthaler war einmal mehr außer Reichweite. Auf die Zweitplatzierte Greta Pingerra fehlten ihr am Ende aber lediglich 16 Hundertstel. Auch wenn der „Rodelfloh” nach Lauf eins noch auf Silberkurs gelegen war, jubelte sie nach dem Finale über Bronze.

Auch Riccarda Ruetz, die am vergangenen Wochenende den Junioren-WM-Titel geholt hatte, zeigte einmal mehr ihr großes Talent, rodelte auf Rang acht.

„In dieser Saison war ich im Einsitzerbewerb noch nie am Podest. So gesehen bin ich zur Europameisterschaft gerade rechtzeitig in Form gekommen. Ich bin schon ein älteres Semester, da dauert’s halt etwas länger. Auf alle Fälle habe ich heute trotz des knappen Rückstands auf Platz zwei Bronze gewonnen und nicht Silber verloren”, sagte Unterberger und fügte mit einem Augenzwinkern zu Siegerin Evelin Lanthaler an: „Ich bin ja im ersten Lauf zuerst Bahnrekord gefahren. Der hat dann nur rund eine Minute gehalten. Evi kann einfach nicht normal tun mit ihren Zeiten.”

Zittern im Doppelbewerb

Im Doppelsitzer-Bewerb zitterten Fabian und Simon Achenrainer nach einem Fehler im ersten Lauf um die Medaille. Die nach Run eins knapp vor ihnen liegenden Russen Pavel Porshnev und Ivan Lazarev, die sich letztlich vor den Top-Favoriten Patrick Pigneter und Florian Clara überraschend den EM-Titel sicherten, konnten sie nicht abfangen. Aber das Südtiroler Duo Patrick und Matthias Lambacher verhaute den zweiten Run und rutschte noch hinter die Österreicher zurück. Damit holten die Tiroler Cousins die Bronzemedaille.

„Im ersten Lauf haben wir in der dritten Kurve einen riesigen Fehler gemacht und damit unsere Chancen fast schon begraben. Wir wussten, dass wir im zweiten Lauf voll angreifen müssen”, sagte Fabian Achenrainer. Und Simon ergänzte: „Der zweite Run hat von oben bis unten gepasst. Mit dem dritten Rang sind wir hochzufrieden.”

EM Rennrodeln auf Naturbahnen, Laas:

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 2:05.16,
2. Pinggera (Ita) +1.14,
3. Unterberger (Ö) +1.30,
4. Lavrenteva (Rus) +2.07,
5. Staffler (Ita) +2.44,

8. Ruetz (Ö) +3.80,

14. Markt (Ö) +7.98,

17. Eberhöfer (Ö) +11.62.

Doppel:
1. Porschnev/Lazarev (Rus) 2:13.15,
2. Pigneter/Clara (Ita) +0.08,
3. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +0,36,
4. Lambacher/Lambacher (Ita) 0.56,
5. Egorov/Popov (Rus) +2.46.

Die EM wird am Sonntag ab 09:30 Uhr mit dem Einzelbewerb der Herren fortgesetzt. Der Teambewerb folgt um 13:00 Uhr.

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

EM wird eine heiße Kiste

Nach dem Training zeichnet sich ein Länderkampf zwischen den Naturbahnrodlern aus Österreich und Italien ab

Die am Samstag beginnende Europameisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahnen in Laas in Südtirol wird eine ganz heiße Kiste! Das wurde schon bei den am Freitag absolvierten Trainingsläufen deutlich. Zu erwarten ist in allen drei Bewerben ein Länderkampf zwischen Österreich in Italien, wobei bei den Südtirolern neben den üblichen Verdächtigen in den Testläufen auch Florian Clara, der im ersten Lauf Tagesbestzeit erzielte, und Mathias Troger ganz vorne mitmischten. Den zweiten Run am Freitag entschied Weltcupleader Thomas Kammerlander für sich.

Bei den Damen war einmal mehr Evelin Lanthaler zweimal die Schnellste. Im Zweiten Lauf hatte Österreichs Medaillenhoffnung Tina Unterberger aber nur vier Hundertstel Rückstand auf die Top-Favoritin.

Im Training wurden auch geklärt, wer neben den österreichischen Fixstartern die EM bestreitet: Bei den Herren schaffte Florian Markt die Qualifikation. Bei den Damen gehen am Samstag neben Unterberger noch Junioren-Weltmeisterin Riccarda Ruetz, Vanessa Markt und Melat Eberhöfer an den Start.

Im Doppel wird Österreich durch Fabian und Simon Achenrainer vertreten. Sie landeten im Training hinter den Südtiroler Duos Patrick Pigneter/Florian Clara sowie Patrick Lambacher/Matthias Lambacher auf Rang drei.

Thomas Kammerlander: „Ich bin in dieser Saison in den Trainingsläufen generell etwas entspannter als früher. Im ersten Run haben wir heute noch etwas probiert. Der zweite hat dann ganz gut gepasst. Dass es in Laas eng wird, wissen wir aus der vergangenen Saison. Da steht am Sonntag bis fünf Meter vor der Ziellinie noch nicht fest, wer am Ende die Nase vorne hat. Das Wetter ist auch noch eine Unbekannte. Jetzt heißt die Devise einfach mal abwarten und Cappuccino trinken.”

Michael Scheikl: „Das Training hat gezeigt, dass ich abstimmungsmäßig noch etwas Nachholbedarf habe. Im zweiten Lauf war’s richtig warm. Darauf haben wir uns dann nicht voll eingestellt, da am Sonntag beim Rennen wieder deutlich kältere Bedingungen herrschen sollen. Die Richtung insgesamt passt. Beim Bewerb erwarte ich auch einige Überraschungen.”

Tina Unterberger: „Ich hab’ im Training noch einiges ausprobiert und war überrascht, dass es dann so gut funktioniert hat. Die Frage ist, wie am Samstag das Wetter sein wird. Laut Vorhersagen gibt es einen Temperatursturz. Die Einheimischen sagen mir allerdings, dass es da erst richtig mit dem Föhn los geht.”

EM-Kader Österreich:

Herren: Thomas Kammerlander (Tirol), Michael Scheikl (Steiermark), Fabian Achenrainer, Fabian Markt (beide Tirol).
Damen: Tina Unterberger (Oberösterreich), Riccarda Ruetz, Vanessa Markt, Melat Eberhöfer (alle Tirol).
Doppel: Fabian und Simon Achenrainer (Tirol).

Trainingsergebnisse vom Freitag:

Training Herren:
1. Clara (Ita) 1:02.54,
2. Troger (Ita) +0.59,
3. Gruber (Ita) +0.63,
4. Scheikl (Ö) +0.73,
5. Kammerlander (Ö) +0.77,

9. Achenrainer (Ö) +1.26,

12. Markt (Ö) +1.95,

17. Pichler (Ö) +3.56.

Training Damen:
1. Lanthaler (Ita) 1:03.35,
2. Pinggera (Ita) +0.64,
3. Staffler (Ita) +0.81,
4. Unterberger (Ö) +0.84,
5. Lavrenteva (Rus) +1.40,

8. Ruetz (Ö) +2.02,

11. Markt (Ö) +3.20,

17. Eberhöfer (Ö) +4.94,

22. Fuchs (Ö) +8.19.

Training Herren:
1. Kammerlander (Ö) 1:03.63,
2. Clara (Ita) 0.07,
3. Troger (Ita) +0.33,
4. Scheikl (Ö) +0.42,
5. Gruber (Ita) +0.59,

7. Achenrainer (Ö) +0.84,

13. Markt (Ö) +1.49,

23. Pichler (Ö) +3.32.

Training Damen:
1. Lanthaler (Ita) 1:05.09,
2. Unterberger (Ö) +0.04,
3. Staffler (Ita) +0.08,
4. Walch (D) +0.18,
5. Pinggera (Ita) +0.21,

10. Ruetz (Ö) +1.37,

15. Markt (Ö) +3.06,

17. Eberhöfer (Ö) +3.65,
18. Fuchs (Ö) +4.14.

Training Doppelsitzer:
1. Pigneter/Clara (Ita) 1:09.97,
2. Lambacher/Lambacher (Ita) +0.28,
3. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +0.36,
4. Porshnev/Lazarev (Rus) +0.40,
5. Kovshik/Tarasov (Rus) +1.04.

EM Rennrodeln auf Naturbahnen, Laas, Programm:

Samstag:
09:30 Uhr – 1. Wertungslauf Damen
10:30 Uhr – 1. Wertungslauf Doppelsitzer
11:15 Uhr – Finallauf Damen
12:15 Uhr – Finallauf Doppelsitzer

Sonntag:
09:30 Uhr – 1. Wertungslauf Herren
11:30 Uhr – Finallauf Herren
13:00 Uhr – Teambewerb

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

EM steht vor der Tür

Österreichs Naturbahnrodler gehen in Südtirol auf Medaillenjagd

In Laas im Vinschgau steht für die Rennrodler auf Naturbahnen am kommenden Wochenende die Europameisterschaft am Programm. Dabei wollen die Österreicher einmal mehr die Armada aus Südtirol jagen und rechnen sich gute Medaillenchancen aus.

Bei den Herren sind Weltmeister und Weltcupleader Thomas Kammerlander, EM-Titelverteidiger Michael Scheikl und Fabian Achenrainer Fixstarter. Im Training am Freitag kämpfen Florian Markt und Maximilian Pichler um den vierten Startplatz.

Bei den Damen ist Tina Unterberger fix dabei. Um die drei weiteren Plätze fighten im Training Junioren-Weltmeisterin Riccarda Ruetz, Vanessa Markt, Verena Fuchs und Melat Eberhöfer.

Im Doppel ist das Duo Fabian und Simon Achenrainer gesetzt.

Europameisterschaft Rennrodeln auf Naturbahnen, Laas:

Freitag:
09:30 Uhr – Nationentraining Einsitzer & Doppelsitzer

Samstag:
09:30 Uhr – 1. Wertungslauf Damen
10:30 Uhr – 1. Wertungslauf Doppelsitzer
11:15 Uhr – Finallauf Damen
12:15 Uhr – Finallauf Doppelsitzer

Sonntag:
09:30 Uhr – 1. Wertungslauf Herren
11:30 Uhr – Finallauf Herren
13:00 Uhr – Teambewerb

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

Auch noch Silber für Rodelfloh

Österreich wurde bei der Mini-EM der Naturbahnrodler zweiter im Teambewerb

 

Die skandalträchtige Europameisterschaft der Naturbahnrodler in Moskau wurde gestern mit dem Teambewerb abgeschlossen. Dabei holte Rodelfloh Tina Unterberger nach ihrer Bronzemedaille im Einzel gemeinsam mit Michael Scheikl und Fabian Achenrainer noch Silber. Im Doppelbewerb bliebt Österreich ohne Medaille.

Naturbahnrodel-EM Moskau, Teambewerb:
1. Italien (Lanthaler/Pigneter/Gruber) 0:37.91
2. Österreich (Unterberger/Scheikl/Achenrainer) 0:38.17
3. Russland (Lavrenteva/Egorov/Martyanov) 0:38.60

Rodelfloh holt EM-Bronze

Nach „Sprintbewerb“ in Moskau gab’s riesige Debatten im Naturbahnrodellager

 

Keine Frage: Tina Unterberger stand aufgrund ihrer im Weltcup gezeigten Leistungen am Freitag als Dritte verdient am Stockerl der Naturbahnrodel-WM in Moskau. Doch auch sie gab nach dem Bewerb unumwunden zu: „Das Rennen hat einen schalen Beigeschmack.“

Was war passiert? Das Wetter hatte der Bahn in der russischen Metropole arg zugesetzt. Die Entscheidung fiel deshalb in nur einem Durchgang, der noch dazu nur rund zwölf Sekunden lang war. Unterberger: „Patrick Pigneter und ich haben die Verantwortlichen als Athletensprecher vor dem Rennen darauf aufmerksam gemacht, dass eigentlich nicht gefahren werden sollte. Jetzt ist es so, wie es ist. So richtige Freude kommt bei mir über diese Bronzemedaille aber nicht auf. Als Sportler wollen wir unser Können in regulären Bewerben zeigen. Da viele Zuschauer da waren, wurde von der FIL halt versucht, irgendeinen Bewerb zu präsentieren, was ich auch irgendwie verstehe.“

Naturbahnrodel-EM, Moskau:

Herren:
1. Scheikl (AUT) 0:11.11
2. Egorov (RUS) +0,02
3. Gruber (ITA) +0,03
4. Martianov (RUS) und Achenrainer (AUT) +0,04
6. Schopf (AUT) +0,05

9. Kammerlander (AUT) +0,11
10. Markt (AUT) +0,14.

Damen:
1. Lanthaler (ITA) 0:11.38
2. Lavrenteva (RUS) +0,03
3. Unterberger (AUT) +0,04
4. Pinggera (ITA) +0,24
5. Mittermair (ITA) +0,33
6. Diepold (AUT) +0,38
7. Ruetz (AUT) +0,43

10. Markt (AUT) +0,47

 

Fotos von: Miriam Jennewein

Grandiose Aufholjagd!

Tina Unterberger holt Bronze im Einsitzer der Damen und Gold im Teambewerb bei der Europameisterschaft in Obdach!

 

Vom 09. bis 11. Februar 2018 fand die 27. Europameisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahn im steirischen Obdach statt. Ein Wörtchen um die Medaillenränge mitreden wollte auch die Goiserin Tina Unterberger.

Mit hohen Erwartungen in das Rennen gestartet, musste sie im ersten Durchgang einen herben Dämpfer erleben. Durch einen kleinen Fahrfehler im „Österreicher Loch“ auf der teils sehr unruhigen Bah, reichte es im ersten Durchgang für den Rodelfloh nur für Platz acht und somit waren die Chancen auf eine Medaille drastisch gesunken. Doch wer das zierliche Energiebündel kennt, der weiß, dass sie niemals aufgibt. Mit der Devise „Volle Attacke und Los Karachos“ startete die Goiserin im zweiten Durchgang voller Elan und es sollte sich bezahlt machen. Mit einer fulminanten Aufholjagd katapultierte sich der Rodelfloh vom achten Zwischenrang noch auf den sensationellen dritten Platz und holte somit Bronze im Einsitzerbewerb der Damen. Den Europameistertitel sicherte sich die Südtirolerin Evelin Lanthaler vor ihrer Teamkollegin Greta Pinggera.

Tina Unterberger war sichtlich erleichtert nach der Bronzemedaille: „Eine Medaille ist natürlich besser wie keine, ich habe mich gestern nach meinem Fehler ziemlich geärgert, was sich dann auch in der Platzierung niederschlug, aber ich habe gewusst ich kann es schaffen!“

Da das Hundertstel-Glück in dieser Saison nicht immer auf Unterbergers Seite war, war sie umso glücklicher, dass es nicht der undankbare vierte Platz wurde. „Mit meiner „Hundertstel-Fettn“ heuer, hätte ich mich wahrscheinlich noch mehr geärgert, wenn ich heute nur Vierte geworden wäre, aber mein Plan „Los Karachos“ ist zum Glück voll aufgegangen.“

Im Teambewerb konnte der Rodelfloh nach Bronze im Einsitzer, sensationell Gold folgen lassen und somit mehr als zufrieden auf dieses spektakuläre Rennwochenende zurückblicken. Das Österreichische Team allen voran mit Tina Unterberger, Thomas Kammerlander und dem Doppelsitzer Rupert Brüggler und Tobias Angerer konnte sich knapp vor dem italienischen und russischen Team durchsetzen.

Somit wurde ihre beste EM-Platzierung (Platz 7. 2016 Passeiertal) egalisiert und die Edelmetallsammlung ist wieder um eine „Goldene“  und „Bronzene“ reicher.

Nach der Europameisterschaft ist vor dem Weltcup-Finale in Umhausen. Am 16.-17.2. geht es in Umhausen zur nächsten großen Entscheidung – der Gesamtweltcup. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von der Russin Ekaterina Lavrentyeva hat sie nun 24 Punkte Vorsprung auf ihre Team- und Zimmerkollegin Michelle Diepold. Ein weiterer Hundertstel-Krimi ist also garantiert.

 

Ergebnisse Damen:

  1. Platz Evelin Lanthaler/ITA 2:27:74
  2. Platz Greta Pinggera 2:28:05 (+0,31)
  3. Platz Tina Unterberger/AUT (+2,62)
  4. Platz Sara Bachmann/GER (+3,04)
  5. Platz Daniela Mittermair/ITA 2:30:80 (+3,06)

 

Ergebnisliste Damen EM

Ergebnisliste Herren EM

 

Ergebnis Teambewerb:

  1. Platz Österreich (Thomas Kammerlander, Tina Unterberger, Rupert Brüggler/Tobias Angerer)
  2. Platz Italien (Alex Gruber, Evelin Lanthaler, Florian Clara/Patrick Pigneter)
  3. Platz Russland (Aleksandr Egorov, Daria Maleeva, Pavel Porshnev/Ivan Lazarev)

 

Siegerehrung Damen mit Tina Unterberger

Foto von: Breonix Foto + Design Chris Walch

So schnell wie möglich

Tina Unterberger bei der Europameisterschaft auf der Winterleiten

 

Die Saison neigt sich schön langsam dem Ende zu, doch vor dem großen Weltcup Finale in Umhausen (17.2-18.2), wartet für die Goiserin Tina Unterberger noch ein wahres Saison-Highlight – die Heim Europameisterschaft auf der Winterleiten in der Steiermark. Vom 09. Februar bis zum 11. Februar macht der Rodelfloh Jagd auf das Edelmetall und will ihre Medaillensammlung weiter ausbauen

Bei der letzten Europameisterschaft im Passeiertal 2016 konnte die Spitzenrodlerin mit dem Vizeeuropameistertitel im Teambewerb aufzeigen. In ihrer Paradedisziplin, dem Einsitzer der Damen, musste sie sich mit dem siebenten Platz zufriedenstellen. „Mein Ziel ist es einfach so schnell wie möglich zu fahren und mich in der internen Qualifikation für den Teambewerb zu qualifizieren. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn ich mein letztes Ergebnis im Einsitzer ausmerzen könnte, zu dem Winterleiten quasi die am nächsten gelegene Rodelbahn zu meiner Heimat Goisern ist.“, so Tina Unterberger zurückhaltend.

Die schärfsten Kontrahentinnen auf eine Medaille sind sicher die beiden Italienerinnen Evelin Lanthaler als amtierende Europameisterin und Greta Pinggera als Vize-Europameisterin, doch auch die russische Weltcup-Rückkehrerin Ekaterina Lavrentyeva kam in den letzten Rennen immer besser in Form. Auch im eigenen Rodellager ist für Konkurrenz gesorgt, die Steierin Michelle Diepold will bei ihrer Heim-Europameisterschaft natürlich über sich hinauswachsen und um die Spitzenplätze mitfahren. Spannung ist auf jeden Fall garantiert!

Spannend wird es für den Rodelfloh so oder so: „Die Bahn hat extrem viele Trainingsfahrten hinter sich und dementsprechend unruhig ist es derzeit auf der Ideallinie. Trotz der vielen Wellen, sind die Bedingungen beim Rennen für alle gleich und es gilt einfach so fehlerfrei wie möglich zu bleiben und trotzdem den Speed beizubehalten.“

 

Programm für die bevorstehende 27. Europameisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahn in der Steiermark

Programm Rodel EM 2018

 

Tina Unterberger

Foto von: Chris Walch Breonix+Design

Unterberger/Scheikl verteidigen Europameistertitel – Sölkner knabbert am Podest

Feldthurns/Italien. Das heurige Saisonhighlight der Rollenrodler – die Europameisterschaft – präsentierte den Athleten aus sechs Nationen eine bislang unbekannte Rennstrecke. Dazu ein neues Rennformat, wo zunächst der Große Preis von Europa als Qualifikation diente, ehe am Sonntag die schnellsten 10 Damen, 15 Herren und 10 Doppelsitzer um die Medaillen kämpften.

Doch zunächst zu unseren Nachwuchsstars!

Im Zuge der EM wurden für die Schüler und Jugendfahrer das Rennen um die Raiffeisentrophäe ausgefahren, bei dem sich unser oberösterreichischer Rodelnachwuchs bestens präsentierte! Ein erfreuliches Comeback zeigte Schnepfleitner Michelle (ASVÖ Rosenau) mit einem tollen sechsten Platz, die ja beim Auftakt in Tirol gestürzt war und verletzungsbedingt pausieren musste. Mit starker Konkurrenz matchte sich unser Youngster Luki Sölkner (ASVÖ Rosenau), der in der Jugendklasse mit einem neunten Rang die Top Ten knackte.

Die alten und neuen Europameister im Doppelsitzer heißen Unterberger Tina (ASKÖ Gmunden) mit Piloten Scheikl Michael (ASKÖ Kindberg). Die beiden Nationalkaderfahrer verteidigten ihren Titel von vor zwei Jahren erfolgreich gegen Neurauter/Pichler (Stmk) und dem Schweizer Duo Steffen/Stiehl. Das Projekt Titelverteidigung ist den beiden Nationalteamathleten voll aufgegangen, wenn mitunter auch sehr stressig für Unterberger. Die Goiserin absolviert derzeit die Ausbildung zur staatlich geprüften Trainerin in Innsbruck und ist drei Tage lang für jeden Trainings- und Wertungslauf ins südtirolerische Feldthurns gerast. „Zwischen den Unterrichtseinheiten hab ich mich sprichwörtlich davongeschlichen um ‚kurz’ rodeln zu gehen und so schnell wie möglich wieder in Innsbruck zurück zu sein. Da sich der Einsitzer- und Doppelbewerb zeitlich beides nicht mit der Ausbildung vereinbaren lassen hätte, musste ich mich für eine Disziplin entscheiden“, analysiert Unterberger, die somit in der Damenwertung eine Medaille verschenkte. Die neue Europameisterin im Rollenrodeln heißt Sandra Pliger, die als Lokalmatadorin nichts anbrennen lies.

Bei den Herren sicherte sich Unterberger’s Pilot Scheikl erstmals den Europameistertitel. Der Kindberger schnappte sich mit 14 Hundertstel Vorsprung auf Christian Schopf die Goldene. Sensationell die Leistung von Thomas Sölkner (ASVÖ Rosenau), der in der stark besetzten Herrenwertung bereits am Podest knabbert und sich den 4. Platz sichert. Vom Pech verfolgt scheint sein jüngerer Bruder Andreas Sölkner zu sein. Wie schon im Vorjahr bei den Weltmeisterschaften in Gmunden kommt er in den Vorläufen zu Sturz und ist somit chancenlos auf eine Qualifikation fürs Finale. Qualifiziert für die EM haben sich auch die Redtenbacher’s, wo Papa Raimund (13. Platz) zwar seinen Sohn Gerald (16. Rang) abhängte, allerdings touchierten beide in der selben Schikane die Bande und vergaben die Chance auf eine bessere Endplatzierung.

Zum Finale wird es nochmals spannend: der Murauer Bier Rollenrodelcup macht am 08. und 09. Oktober 2016 Station in Rosenau am Hengstpass. Wir drücken unseren Athleten fest die Daumen!

 

WC und EM in Altenberg (DEU)

Bericht von Birgit Platzer:

Das vorletzte Rennen in Altenberg ist vorbei. Dabei ich hätte die Möglichkeit auf eine Medaille bei der Europameisterschaft im Team gehabt. Gescheitert ist es daran, dass ich „nicht getroffen“ habe, jedoch habe ich den kleinen Finger auf dem Abschlag Pet gespürt. Es wurde von der FIL allerdings so entschieden, dass er nicht getroffen wurde.

Das Einzelrennen war wie immer langsam. Dieses Mal hatte das Wetter etwas mitgespielt, weil es vor dem ersten Rennlauf regnete und zu schneien begann, sodass die Bahn etwas griffiger wurde. Dafür hatte ich zu viel Kante und ich war langsamer als beim ersten Training. Beim zweiten Lauf haben wir die Kante weniger und feiner gemacht. Dabei war ich ein bisschen schneller, dennoch reichte nur für Platz 17 beim WC und bei der EM Platz 12.

Im Team wurden wir aufgrund meines „Fehlers“ disqualifiziert.

Jetzt habe ich noch eine Woche vor mir und dann ist die Wintersaison schon wieder vorbei!

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Rennsport/Kunstbahn/Ergebnisse

Fotos von: Eslage & Voss