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FIL-Jugendspiel als Saisonabschluss

Inoffizielle WM wird in Kühtai ausgetragen

Der Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen musste nach der Rennabsage in Moskau frühzeitig abgebrochen werden. Die Athleten der Nationalmannschaft haben somit Pause. Für Kinder und Jugendliche steht aber am Wochenende noch das absolute Saisonhighlight am Programm – die FIL-Jugendspiele in Kühtai.

Gefahren wird dort auf der neuen inzwischen fertiggestellten Strecke, die in den vergangenen Tagen von Bahnchef Manfred Markt und seinem Team mit neuester Technologie präpariert worden ist.

Österreichs Nationaltrainer Gerald Kammerlander: „Im vergangenen Jahr sind die FIL-Jugendspiele wegen Corona leider ausgefallen. Umso mehr freut es uns, dass diese nun in Kühtai wieder stattfinden. Es ist das absolute Höhepunkt für Kinder und Jugendliche bis zur Juniorenklasse. Im Prinzip handelt es sich um die inoffizielle Weltmeisterschaft für diese Altersklassen.”

Angemeldet sind für den Bewerb 80 Teilnehmer aus fünf Nationen. Der Event wird auf dem Youtube-Kanal „rodel austria tv” des Österreichischen Rodelverbandes, auf der FIL-Homepage und auf diversen Facebook-Plattformen live gestreamt.

Am Freitag finden in Kühtai freie Trainingsläufe statt. Am Samstag folgte ab 09:30 Uhr das offizielle Nationentraining.

Das Rennprogramm am Sonntag:

09:00 Uhr – 1. Wertungslauf Jugend 1 bis Jugend 4
11:30 Uhr – 2. Wertungslauf nach Platzierung
13:30 Uhr – Siegerehrung

Foto von: Chris Walch

Zurück in Österreich

Naturbahnrodel-Team in Wien gelandet – Zwei Coaches noch in Moskau

Um 16:30 Uhr sind die AthletInnen des österreichischen Nationalteams der Naturbahnrodler mit einer AUA-Maschine von Moskau kommend am Flughafen Wien gelandet. Die plötzliche Abreise aus der russischen Hauptstadt war nötig geworden, nachdem das Weltcupfinale dort wegen des ausgebrochenen Krieges zwischen Russland und der Ukraine abgesagt worden war und die Teams aufgefordert worden waren, das Land ehestmöglich zu verlassen.

Nationaltrainer Gerald Kammerlader und Coach Robert Batkowski sitzen allerdings nach wie vor am Flughafen Moskau fest. Zehn Materialkisten fanden im völlig überbuchten AUA-Flug keinen Platz mehr. Das Duo blieb deshalb vorerst vor Ort. Der ÖRV hofft, dass sie alsbald einen Flug in Richtung Heimat nehmen können. Am Donnerstag ist damit aber nicht mehr zu rechnen.

Ein Teil der SportlerInnen, darunter Weltmeister Thomas Kammerlander, befindet sich inzwischen mit einem Bus auf dem Weg nach München, wo deren Autos stehen, nachdem sie am Montag von der bayerischen Metropole aus nach Moskau aufgebrochen sind.

Statements:

Thomas Kammerlander: „Wir sind froh, raus aus Russland zu sein. Da ist alles andere jetzt mal nebensächlich. Wir müssen jetzt alles erstmal sacken lassen, was in den vergangenen Stunden passiert ist. Und wir hoffen, dass Gerald und Robert auch möglichst schnell in Österreich ankommen.”

Michael Scheikl: „Ehrlich gesagt hätten wir in Moskau vom Krieg gar nichts mitbekommen, wenn wir nicht online deutschsprachige Medien konsumiert hätten. Auch am Flughafen verlief eigentlich alles in geordneten Bahnen. Wobei natürlich spürbar war, dass alle heim wollen. Der Rückflug mit Vermeidung des gesperrten Luftraums war dann auch völlig sicher. Sportlich ist das alles natürlich Mist. Meine und die Chancen von Thomas waren ohne Rennen dahin. Aber es gibt wirklich wichtigere Dinge.”

Tina Unterberger: „Natürlich wäre es auch für mich noch um eine Weltcupkugel gegangen. Aber in so einer Situation ist der Sport Nebensache. Wichtig ist jetzt, dass auch unsere beiden Trainer schnellstmöglich zurückfliegen können.”

Riccarda Ruetz: „Erschrocken haben wir uns am Morgen eigentlich nicht. Die spontane Abreise war einfach eine Sicherheitsmaßnahme. Von der politischen Krise haben wir in Moskau nichts mitbekommen. Und wir hatten dann auch einen guten Heimflug.”

Heimflug geplant

Ergänzend zur Aussendung über das Aus für das Weltcupfinale im Rennrodeln auf Naturbahnen in Moskau:

Der Abflug von Österreichs Nationalteam ist aktuell für 15:35 Uhr Moskauer Zeit geplant. Mit einer Maschine der AUA soll es dann nach Wien gehen.

Wir hoffen, dass dieser Rückkehrplan hält, zumal in Russland derzeit nach und nach immer mehrere Flughäfen geschlossen werden.

Krieg verhindert Weltcupfinale

Nationalteams der Naturbahnrodler müssen Moskau sofort verlassen

„The race is canceled. The Russia is in War with the Ukrain!” Die Meldung vom für die Naturbahnen zuständigen FIL-Direktor Andreas Castiglioni schlug am Donnerstagfrüh ein wie eine Bombe. Nachdem das Finale im Rennrodeln auf Naturbahnen in Moskau bereits wegen praktisch unzumutbarer Bahnbedingungen gewackelt hatte, musste es wegen des Konflikts der ehemaligen Sowjetrepubliken heute ganz abgesagt werden. Sämtliche Nationalteams wurden aufgefordert, Russland so schnell als möglich zu verlassen. Die Mannschaft aus der Ukraine war erst gar nicht nach Moskau gereist.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der Weltcup damit beendet. Weltmeister Thomas Kammerlander und auch Titelverteidiger Michael Scheikl fallen damit um die Chance um, den in der Gesamtwertung führenden Südtiroler Alex Gruber noch abzufangen.

Nationaltrainer und Sportdirektor Gerald Kammerlander: „Zunächst einmal ist zu Sagen, dass wir in Moskau vom schwelenden Konflikt überhaupt nichts merken. Aber es ist nun so wie es ist. Der Weltcup dürfte beendet sein. Sportlich ist das natürlich schade, aber es gibt ganz klar wichtigere Dinge. Jetzt hoffen wir einfach, dass wir möglichst schnell gut nach Hause kommen.”

Thomas Kammerlander: „Die ganze Situation passt irgendwie zur Saison. Was Moskau angeht, war ich immer skeptisch. Aber ich habe vor zwei Jahren das Elf-Sekunden-Rennen bei der damaligen Europameisterschaft hinnehmen müssen, und das gilt auch für die aktuelle Absage. Ich frage mich halt, ob man da letztlich von einer wirklichen Weltcupsaison reden kann.”

Auch noch Silber für Rodelfloh

Österreich wurde bei der Mini-EM der Naturbahnrodler zweiter im Teambewerb

 

Die skandalträchtige Europameisterschaft der Naturbahnrodler in Moskau wurde gestern mit dem Teambewerb abgeschlossen. Dabei holte Rodelfloh Tina Unterberger nach ihrer Bronzemedaille im Einzel gemeinsam mit Michael Scheikl und Fabian Achenrainer noch Silber. Im Doppelbewerb bliebt Österreich ohne Medaille.

Naturbahnrodel-EM Moskau, Teambewerb:
1. Italien (Lanthaler/Pigneter/Gruber) 0:37.91
2. Österreich (Unterberger/Scheikl/Achenrainer) 0:38.17
3. Russland (Lavrenteva/Egorov/Martyanov) 0:38.60

Rodelfloh holt EM-Bronze

Nach „Sprintbewerb“ in Moskau gab’s riesige Debatten im Naturbahnrodellager

 

Keine Frage: Tina Unterberger stand aufgrund ihrer im Weltcup gezeigten Leistungen am Freitag als Dritte verdient am Stockerl der Naturbahnrodel-WM in Moskau. Doch auch sie gab nach dem Bewerb unumwunden zu: „Das Rennen hat einen schalen Beigeschmack.“

Was war passiert? Das Wetter hatte der Bahn in der russischen Metropole arg zugesetzt. Die Entscheidung fiel deshalb in nur einem Durchgang, der noch dazu nur rund zwölf Sekunden lang war. Unterberger: „Patrick Pigneter und ich haben die Verantwortlichen als Athletensprecher vor dem Rennen darauf aufmerksam gemacht, dass eigentlich nicht gefahren werden sollte. Jetzt ist es so, wie es ist. So richtige Freude kommt bei mir über diese Bronzemedaille aber nicht auf. Als Sportler wollen wir unser Können in regulären Bewerben zeigen. Da viele Zuschauer da waren, wurde von der FIL halt versucht, irgendeinen Bewerb zu präsentieren, was ich auch irgendwie verstehe.“

Naturbahnrodel-EM, Moskau:

Herren:
1. Scheikl (AUT) 0:11.11
2. Egorov (RUS) +0,02
3. Gruber (ITA) +0,03
4. Martianov (RUS) und Achenrainer (AUT) +0,04
6. Schopf (AUT) +0,05

9. Kammerlander (AUT) +0,11
10. Markt (AUT) +0,14.

Damen:
1. Lanthaler (ITA) 0:11.38
2. Lavrenteva (RUS) +0,03
3. Unterberger (AUT) +0,04
4. Pinggera (ITA) +0,24
5. Mittermair (ITA) +0,33
6. Diepold (AUT) +0,38
7. Ruetz (AUT) +0,43

10. Markt (AUT) +0,47

 

Fotos von: Miriam Jennewein

Hop oder top für den Rodelfloh

Tina Unterberger will in Moskau Wiedergutmachung für Umhausen

 

Beim Weltcupfinale in Umhausen fiel sie durch einem Fehler im Finallauf noch vom Stockerl der Tageswertung. Das will Tina Unterberger nicht lange auf sich sitzen lassen! Bei der Europameisterschaft am Samstag und Sonntag in Moskau will sie Wiedergutmachung betreiben. Im Wissen, dass das nicht einfach wird.

„Zunächst einmal bin ich gespannt, wie die Bahn aussehen wird. Zuletzt waren Gerüchte im Umlauf, dass diese noch einmal verkürzt wurde. Die technisch anspruchsvollen Kurven würden mir an sich gut liegen. Aber in Moskau sind auch immer wieder extrem viele Schläge drinnen. Und das Material ist so wichtig wie kaum auf einer anderen Strecke“, weiß der Rodelfloh.

Zielsetzung? „Einfach alles raushauen! Bremsen braucht man in Moskau eh nirgends. Bisher waren die Rennen dort für mich immer ein Auf und Ab. Entweder ich stand am Stockerl, oder ich lag weiter daneben.“

Naturbahnrodel-EM, Moskau:

Samstag, 22. Februar:
13:00 – 1. Lauf Doppel
13:30 – 1. Lauf Damen
14:00 – Finallauf Doppel
14:45 – 1. Lauf Herren

Sonntag, 23. Februar:
12:00 – Finallauf Damen
13:00 – Finallauf Herren
15:00 – Teambewerb

 

Tina Unterberger

Foto von: Miriam Jennewein

Rodelfloh schlägt zurück! Tina Unterberger in Moskau wieder am Podest!

Im Zuge des Doppel-Weltcup-Wochenendes in der russischen Großstadt Moskau konnte sich Tina Unterberger vom ASKÖ Gmunden am Sonntag mit dem dritten Rang wieder auf das Podest schieben.

Nach einigen individuellen Fehlern beendete die Goiserin das Weltcup-Rennen am Samstag auf dem nicht zufriedenstellenden sechsten Platz. Ein wenig mit der Wut im Bauch ging die Oberösterreicherin in das zweite Rennen an diesem Wochenende und es sollte sich bezahlt machen. Mit dem dritten Rang schaffte das Naturbahn-Ass bereits den dritten Podestplatz im vierten Rennen und ist damit weiterhin voll auf Kurs. Der Sieg ging wie schon am Vortag an die Südtirolerin Evelin Lanthaler, Zweite wurde die Russin Ekaterina Lavrentyeva.

In der Gesamtwertung liegt Tina Unterberger nach vier Weltcup-Rennen auf dem vierten Zwischenrang, 20 Punkte Rückstand auf die Russin Ekaterin Lavrentyeva, die derzeit den dritten Gesamtrang innehat. An der Spitze liegt die noch ungeschlagene Südtirolerin Evelin Lanthaler vor ihrer Teamkollegin Greta Pinggera.

Bereits nächstes Wochenende geht es für den Rodelfloh in Deutschnofen/Südtirol (25.01. – 27.01.19) weiter und die ehrgeizige Sportlerin will ihren 5. Platz aus dem Vorjahr Vergessen machen.

Tina Unterberger:
„Nachdem ich im ersten Lauf noch auf dem vierten Platz gelegen bin, bin ich mit meiner Platzierung natürlich zufrieden. Ich habe ein wenig mit meinem Trainer am Set-Up gearbeitet und bin immer mehr ins Fahren gekommen. Auch die Fehler hielten sich im Vergleich zu gestern in Grenzen, darum ist es natürlich doppelt bitter, dass ich gestern nicht meine beste Leistung abrufen konnte.“

Ergebnis Damen:

  1. Platz Evelin Lanthaler/ITA 1:00.63
  2. Platz Ekaterina Lavrentyeva/RUS 1:00.78 (+0,15)
  3. Platz Tina Unterberger/AUT 1:01.46 (+0,83)
  4. Platz Alexandra Pfattner 1:01.56 (+0,93)
  5. Platz Greta Pinggera/ITA 1:01.85 (+1,22)
  6. Platz Michelle Diepold/AUT 1:02.00 (+1,37)

Siegerehrung in Moskau

Foto von: Chris Walch

Platz 6 für Unterberger in Moskau!

Nichts zu holen gab es für die Goiserin Tina Unterberger in der Millionenmetropole. Mit dem sechsten Platz konnte sie nicht an die bisherigen Weltcup-Platzierungen anknüpfen. Der Sieg ging an die Gesamt-Weltcupführende Evelin Lanthaler, die sich vor der Russin Ekaterina Lavrentyeva und der Südtirolerin Greta Pinggera durchsetzen konnte.

Bei ungewöhnlich warmen Wetter und verkürzter Rennstrecke, war es für den Rodelfloh ein schwieriges Unterfangen um die Podiumsplätze mitzukämpfen. Zu den unvorteilhaften Gegebenheiten kamen dann auch noch individuelle Fehler hinzu und somit war eine Spitzenplatzierung außer Reichweite. Sichtlich unzufrieden war die Oberösterreicherin nach dem Rennen „Auf der verkürzten Bahn werden Fehler natürlich doppelt bestraft und bei mir sind heute leider beide Läufe nicht nach Plan gelaufen, aber das Rennen ist bereits abgehakt und der Fokus liegt ganz klar auf das morgige Rennen.“ Zu den Bahnverhältnissen äußerte sich Unterberger relativ trocken „Leider sind die Bedingungen kurz vor unserem zweiten Lauf schlechter geworden, aber das wurde so gut es geht behoben, damit wir den Weltcup noch fertig fahren konnten.“

Das Maß aller Dinge bleibt weiterhin die Südtirolerin Evelin Lanthaler, welche ihre gute Form mit dem 3. Sieg im 3. Rennen eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte.

Viel Zeit zum Überlegen bleibt der Goiserin ohnehin nicht, will sie doch beim heutigen Rennen wieder voll angreifen.

Ergebnis Damen:

  1. Platz Evelin Lanthaler/ITA 1:00.60
  2. Platz Ekaterina Lavrentyeva/RUS 1:01.16 (+0,56)
  3. Platz Greta Pinggera/ITA 1:01.32 (+0,72)
  4. Platz Alexandra Pfattner 1:01.44 (+0,84)
  5. Platz Michelle Diepold/AUT 1:01.83 (+1,23)
  6. Platz Tina Unterberger/AUT 1:01.89 (+1,29)

Tina Unterberger

Foto von: Chris Walch

Zum vierten Mal am Stockerl

Tina Unterberger fährt die beste Saison ihrer gesamten Karriere

 

Moskau. Vierter Start, zum vierten Mal am Stockerl! Rodelfloh Tina Unterberger ist im laufenden Naturbahnrodel-Weltcup eine ganz Große. Am Sonntag stand in Moskau das bei den Athleten ungeliebte Verfolgungsrennen am Programm. Und dort musste sie sich nur den beiden Südtirolerinnen Evelin Lanthaler und Greta Pinggera geschlagen geben.

„Ich hab´das Maximum rausgeholt. Mehr war wirklich nicht drinnen. Dass ich bisher bei jedem Rennen in dieser Saison am Stockerl stand, ist überragend. Ich hoffe, ich kann in den nächsten Rennen an diese Leistungen anschließen“, sagte Unterberger.

Die sich auf das nächste Rennen in Slowenien freut: „Ich mag alte Bahnen und bin schon gespannt, was sie dort für eine Strecke hingezaubert haben.“

Tina Unterberger
Tina Unterberger

Foto von: w+k photo