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Cousins wieder am Stockerl

Rang drei für Achenrainer/Achenrainer in Vatra Dornei – Tina Unterberger auf Rang vier

Wegen einsetzendem Schneefall wurde das Rennprogramm beim Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen am Sonntag in Vatra Dornei regelrecht durchgepeitscht. Die Tiroler Cousins Fabian und Simon Achenrainer schafften dabei im Doppelbewerb mit Rang drei ihren dritten Stockerlplatz in dieser Saison. Dabei wär sogar mehr möglich gewesen. Doch im zweiten Lauf touchierten die Cousins die Wand, wobei sich Simon am Schienbein verletzte.

Bei den Damen fuhr Dominatorin Evelin Lanthaler aus Südtirol wieder in ihrer eigenen Welt, verwies ihre Landsfrau Greta Pinggera um mehr als eine Sekunde auf Rang drei. Beste Österreicherin war Tina Unterberger auf Rang vier. Die nach einem Trainingssturz am Knöchel verletzte Michelle Diepold rodelte auf den sechsten Rang.

Fabian Achenrainer: „Es war nicht ganz das, was wir uns vorgestellt haben. Der zweite Platz wäre locker drinnen gewesen. Leider sind wir im zweiten Lauf gegen die Wand gekracht. Simons Schienbein ist jetzt ziemlich geschwollen. Aber wir hoffen, dass er bis zum Rennen in Deutschnofen wieder fit ist.”

Tina Unterberger: „Leider habe ich den ersten Lauf verhaut, bin da überhaupt nicht ins Fahren gekommen. Im zweiten Run waren einige recht gute Passagen dabei, in manchen habe ich aber wieder eine auf den Deckel bekommen. Die Zeiten von Evelin sind derzeit nicht zu erreichen. Aber in Richtung Stockerl schaut’s immer besser aus.”

Michelle Diepold: „Mein Fuß ist immer noch ziemlich geschwollen. Dass ich hier auf den sechsten Platz gekommen bin, war einem großartigen Teamwork zu verdanken. Auch Tina hat mir unglaublich geholfen. Die beiden Läufe waren konstant, aber ich konnte nicht alles riskieren, bin auf Sicherheit gefahren. Am Montag geht’s mal zum Arzt. Dann will ich in Deutschnofen wieder voll angreifen.”

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Vatra Dornei:

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 2:29.45,
2. Pinggera (Ita) +1.29,
3. Walch (D) +2.80,
4. Unterberger (Ö) +3.89,
5. Mittermair (Ita) +5.41,
6. Diepold (Ö) +5.59,

10. Markt (Ö) +8.87.

Doppel:
1. Pigneter/Clara (Ita) 2:38.03,
2. Egorov/Rodin (Rus) +0.63,
3. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +1.58.

Gesamtstände:

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 300 Punkte,
2. Walch (D) 240 Punkte,
3. Pinggera (Ita) 225 Punkte,
4. Diepold (Ö) 170 Punkte,
5. Unterberger (Ö) 165 Punkte,

10. Markt (Ö) 104 Punkte,

15. Ruetz (Ö) 73 Punkte.

Doppel:
1. Pigneter/Clara (Ita) 100 Punkte,
2. Achenrainer/Achenrainer (Ö) 225 Punkte,
3. Porshnev/Lazarev (Rus) 155 Punkte.

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

WM muss verschoben werden

Wetterbedingungen lassen am Wochenende keine fairen Wettkämpfe in Umhausen zu

Es wurde alles Menschenmögliche unternommen, doch der Wettergott spielte den Organisatoren der Weltmeisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahnen einen gehörigen Streich. Die Titelkämpfe müssen um eine Woche verschoben werden und finden nun am 13. und 14. Februar 2021 auf der Grantaubahn in Umhausen statt.

Möglich wurde das erst durch das großzügige Entgegenkommen des ASC Laas, der am besagten Wochenende eigentlich das Weltcupfinale austragen wollte. Dieses wird nun Anfang kommender Woche gefahren, ehe die Rodler dann wieder ins Ötztal übersiedeln.

WM-Favorit Thomas Kammerlander zur Entscheidung: „So wie die Bahn jetzt da steht, wäre es noch möglich gewesen zu fahren. Aber die Wetteraussichten sind so, dass keine faire WM garantiert hätte werden können. Als Sportler bin ich glücklich, dass die Option zur Verschiebung besteht. Danke ist hier den Laasern zu sagen, die der FIL und unserem OK entgegengekommen sind. Es zeigt sich, dass im Naturbahnrodelsport die Vereine super zusammenarbeiten. Jetzt hoffen wir alle, dass die Temperaturen wie erwartet wieder sinken und wir dann einen tolle Weltmeisterschaft erleben.“

„Aus meiner Sicht war die Entscheidung völlig richtig. Man halt alle Möglichkeiten durchgespielt. Und wenn die Chance zum Verschieben besteht, müssen wir sie ergreifen. Wir sind laufend in enger Abstimmung mit der ZAMG. Und deren Expertise zu Folge, soll es nächste Woche vor allem in der Nacht wieder deutlich kälter werden“, sagt ÖRV-Sportdirektor Gerald Kammerlander.

Auch Bruno Kammerlander vom OK zeigt sich erleichtert über die Entscheidung: „Die Verschiebung war alternativlos. Angesichts der Witterung hätte die Bahn die vielen Fahrten niemals ausgehalten. Und wir wollen eine faire WM garantieren. Danke an den ASC Laas für das Entgegenkommen.“

Das aktuallisierte WM-Programm:

Samstag, 13. Februar 2021:
09:00 Uhr – 1. Wertungslauf Damen
10:00 Uhr – 1. Wertungslauf Doppel
10:30 Uhr – Finallauf Damen
11:30 Uhr – Finallauf Doppel

Sonntag, 14. Februar 2021:
09:30 Uhr – 1. Wertungslauf Herren
11:30 Uhr – Finallauf Herren
13:30 Uhr – Teambewerb