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„Rodelfloh” holte Silber auf Rollen

Tina Unterberger glänzte mit Michael Scheikl im Doppelbewerb der Weltmeisterschaft

„Rodelfloh” Tina Unterberger aus Oberösterreich kann’s auch auf trockenem Untergrund! Gemeinsam mit ihrem steirischen Nationalmannschafts-Teamkollegen Michael Scheikl ging sie am Wochenende bei der Weltmeisterschaft im Rollenrodeln an den Start, die in Tyrnau/Nechnitz in der Steiermark ausgetragen wurde. Und das Duo ließ dort mächtig den Schlitten glühen, raste auf Platz zwei und holte damit die Silbermedaille.

Geschlagen geben mussten sich die beiden arrivierten Sportler nur den Tiroler Doppelspezialisten Fabian und Simon Achenrainer aus Ried im Oberinntal. Rang drei ging an Andreas und Thomas Sölkner aus Oberösterreich.

„Das ist für uns ein tolles Ergebnis. Die WM haben wir sozusagen ohne Training im Vorbeigehen mitgenommen”, sagte Unterberger. Den Damen-Einzelbewerb musste sie aufgrund beruflicher Verpflichtungen leider auslassen.

Tina Unterberger und Michael Scheikl
Tina Unterberger und Michael Scheikl

Foto von: Nicole Schmidt

Thomas Kammerlander ist am Ziel: Gold bei der Heim-WM in Umhausen

Umhausen, 14. Februar 2021 – Krönender Abschluss am Sonntag bei der 23. FIL Weltmeisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahn im Ötztal. Im Einsitzer der Herren raste Lokalmatador Thomas Kammerlander bei Minusgraden im doppelstelligen Bereich auf der perfekt präparierten Grantau-Bahn zur Goldmedaille, im Teambewerb hatten die „Azzurri“ Evelin Lanthler und Alex Gruber die Nase vorn. Die Veranstalter vom SV Umhausen können mit den Titelkämpfen in Tirol mehr als zufrieden sein.

Zehn Jahre nach seinem älteren Bruder Gerald hat auch Thomas Kammerlander bei der Heim-Weltmeisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahn auf der Grantau-Bahn in Umhausen die Goldmedaille gewonnen. Am Tag nach seinem 31. Geburtstag stellte der viermalige Gesamtweltcupsieger in beiden Läufen Bestzeit auf, war im Finale in 1.12,37 Minuten noch einmal 0,08 Sekunden schneller als im ersten Durchgang und gewann schließlich mit einer Endzeit von 2.24,82 Minuten und 0,64 Sekunden Vorsprung auf den Südtiroler Alex Gruber (Villanders). Für Thomas Kammerlander war es der erste Einzel-Weltmeistertitel seiner so erfolgreichen Karriere – ein Ziel, auf das der Ötztaler in den vergangenen Jahren akribisch hingearbeitet hat. Ein fehlendes Teil in seinem großartigen Karriere-Puzzle, das nun komplett ist. Und die Fortsetzung einer erfolgreichen Familiengeschichte.

Hinter Silbermedaillengewinner Gruber, der sich vor zwei Jahren in Latzfons zum Weltmeister gekürt hatte, landete ein weiterer Rodler aus dem starken italienischen Team auf dem Podium. Patrick Pigneter (Völs) büßte in den beiden Fahrten auf der 955 Meter langen Grantau-Bahn 0,90 Sekunden auf den neuen Weltmeister Thomas Kammerlander ein. Rang vier ging an den frischgebackenen Weltcup-Gesamtsieger Michael Scheikl (Österreich/Kindberg), dem ein Rückstand von 1,07 Sekunden zu Buche stand. Damit schrammte Scheikl knapp am Podium vorbei. Der Fünftplatzierte Stefan Federer (Völs/Italien) lag hingegen bereits 2,54 Sekunden hinter Kammerlander und konnte nicht in den Kampf um Edelmetall eingreifen.

Im Teambewerb jubelt die italienische Mannschaft

Abgeschlossen wurden die Titelkämpfe in Umhausen am frühen Nachmittag mit dem Teambewerb. Dort jubelten Evelin Lanthaler und Alex Gruber von der italienischen Nationalmannschaft, die sich in 2.29,71 Minuten durchsetzten. Für Lanthaler war es das zweite Gold bei dieser WM nach ihrem Triumph im Einsitzer der Damen. Silber gewann Österreich in der Besetzung Tina Unterberger/Thomas Kammerlander. Das Duo büßte exakt zwei Sekunden auf die neuen Weltmeister ein. Ekaterina Lavrenteva/Aleksandr Egorov (Russischer Rodelverband) belegten in 2.32,81 Minuten den Bronzerang.

„Wir haben extrem spannende Wettkämpfe auf der Grantau-Bahn erlebt mit mehr als würdigen neuen Weltmeistern. Glücklicherweise ist das Event ohne Verletzungen über die Bühne gegangen. Das war schlichtweg ein internationales Rodelfest der Superlative, das aufgrund der Vorgeschichte nicht selbstverständlich war. Die besonderen Umstände in diesem Jahr und die wetterbedingte Verschiebung haben uns vor eine große Herausforderung gestellt. Aber gemeinsam haben wir es geschafft. Deshalb möchten wir von ganzem Herzen den vielen Menschen danken, die zum guten Gelingen der WM beigetragen haben. Ein Dank geht auch an die öffentliche Verwaltung und unsere vielen Sponsoren, ohne deren finanzielle Unterstützung so ein Event nicht zu stemmen wäre“, erklären OK-Chef Hansjörg Posch und Bruno Kammerlander, Obmann des ausrichtenden SV Umhausen.

Das sagen die Medaillengewinner

Einsitzer Herren:

Thomas Kammerlander (AUT/Gold): „Dieses Gold ist eine Riesenerleichterung. Ich habe zwei Jahre auf dieses eine Ziel hingearbeitet. Durch die Verschiebung musste ich dem enormen Druck, der auch von außen immer größer wurde, noch länger aushalten. Aber jetzt habe ich es geschafft und bin unheimlich froh und dankbar. Ob ich jetzt meine Karriere beende? Das kann ich heute sicher nicht beantworten. Jetzt genieße ich den Weltmeistertitel und nach dem Sommer werde ich entscheiden, ob ich noch ein Jahr dranhänge.“

Alex Gruber (ITA/Silber): „Ich bin mit der Silbermedaille sehr zufrieden. Wir haben versucht Thomas (Kammerlander) im ersten Durchgang unter Druck zu setzen. Aber er war nicht zu schlagen, Glückwunsch an ihn für dieses herausragende Rennen auf seiner Heimbahn.“

Patrick Pigneter (ITA/Bronze): „Natürlich möchte man immer gewinnen. Aber Gold im Doppelsitzer, jetzt auch noch Bronze im Einsitzer – ganz ehrlich, ich bin super zufrieden. Ich freue mich für Thomas (Kammerlander), dass er es geschafft hat, denn ich weiß, wie groß der Druck bei einer Heim-WM ist. Komplimente an die Umhauser für diese perfekte WM – das war ein ganz wichtiger Schritt in Hinblick auf eine mögliche Aufnahme ins Olympische Programm.“

  1. FIL Weltmeisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahn
    in Umhausen/Ötztal (AUT) – Ergebnisse

Einsitzer Herren

  1. Thomas Kammerlander AUT 2.24,82
  2. Alex Gruber ITA +0,64
  3. Patrick Pigneter ITA +0,90
  4. Michael Scheikl AUT +1,07
  5. Stefan Federer ITA +2,54
  6. Fabian Achenrainer AUT +2,79
  7. Aleksandr Egorov RLF +3,01
  8. Grigory Bukin RLF +3,10
  9. Iurii Talykh RLF +3,50
  10. Florian Clara ITA +3,67

Teambewerb

  1. Italien (Evelin Lanthaler/Alex Gruber) 2.29,71
  2. Österreich (Tina Unterberger/Thomas Kammerlander) 2.31,71
  3. Russischer Rodelverband (Ekaterina Lavrenteva/Aleksandr Egorov) 2.32,81
  4. Ukraine (Anastasiya Slyusar/Myroslav Lenko) 2.37,58
  5. Deutschland (Lisa Walch/Simon Dietz) 2.38,63

Jubel beim Weltcupfinale in Laas

Thomas Kammerlander siegt neuerlich – Michael Scheikl holt Gesamtweltcupsieg – Tina Unterberger holt Platz zwei und eine Kristallkugel – Achenrainer/Achenrainer Zweite im Doppelbewerb

Es war wahrlich ein ÖsterreicherInnentag beim Weltcupfinale im Rennrodeln auf Naturbahnen im Südtiroler Laas. Thomas Kammerlander wiederholte bei den Herren seinen Sieg vom Vortag. Michael Scheikl tütete mit Rang sechs den Weltcupgesamtsieg ein.

Bei den Damen wiederum fuhr die Halbzeitführende Tina Unterberger auf Rang zwei und sicherte sich damit noch den zweiten Platz in der Gesamtwertung und damit eine Kristallkugel.

Im Doppelbewerb sorgten einmal mehr die Cousins Fabian und Simon Achenrainer für Furore. Sie mussten sich nur der russischen Paarung Porshnev/Lazarev geschlagen geben, verwiesen aber die Weltcupgesamtsieger Pigneter/Clara aus Südtirol auf den dritten Stockerlplatz. In der Gesamtwertung landeten die Tiroler damit auf Platz drei.

Thomas Kammerlander: „Es war heute wieder eine enge Kiste und das Hundertstelglück neuerlich auf meiner Seite. Für mich war das Rennen nicht einfach, da ich mit den Gedanken doch schon etwas bei der WM in Umhausen bin. Mit vier Siegen in vier Rennen, die ich im Weltcup bestreiten konnte, könnte die Vorbereitung auf das Großereignis aber nicht besser laufen. Jetzt hoffe ich natürlich, dass ich bei der WM groß aufzeigen kann.“

Michael Scheikl: „Ich bin einfach nur überwältigt. Der Weltcupgesamtsieg war für mich ein Kindheitstraum und ist vom Stellenwert her in meiner Karriere ganz oben einzuordnen. Im Gegensatz zu Dienstag war ich heute vollkommen locker, vielleicht sogar etwas zu sehr. Im Endeffekt ist es aber egal, da ich mein großes Ziel erreichen konnte. Bei der WM in Umhausen kann ich jetzt locker drauf los fahren.”

Tina Unterberger: „Die Saison hat schlecht angefangen, zuletzt lief es aber immer besser. Es war ja im ersten Lauf ein absolutes Novum in dieser Saison, dass jemand schneller als Evelin Lanthaler war. Der zweite Platz ist genial. Natürlich haben wir in der Pause etwas zu rechnen angefangen, ob es sich noch mit einem Stockerlplatz in der Gesamtwertung ausgeht. Dass es geklappt hat, ist einfach nur genial.“

Fabian Achenrainer: „Im ersten Lauf haben wir einen kleinen Fehler gehabt, im zweiten konnten wir gut aufholen. Wir müssen jetzt am Boden bleiben und uns auf die WM in Umhausen fokussieren. Wir hoffen, dass dort alles passt und wir eine Medaille holen können.“

Weltcupfinale Rennrodeln auf Naturbahnen, Laas:

Herren:
1. Kammerlander (Ö) 2:06.58
2. Gruber (Ita) +0,06
3. Troger (Ita) +0,14
4. Pigneter (Ita) +0,18
5. Federer (Ita) +0,21
6. Scheikl (Ö) +0,53
7. Achenrainer (Ö) +1,16

11. Markt (Ö) +2,25.

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 2:08.62
2. Unterberger (Ö) +0,32
3. Pinggera (Ita) +0,49
4. Staffler (Ita) +1,56
5. Diepold (Ö) +1,57

10. Ruetz (Ö) +2,96

16. Markt (Ö) +5,85.

Doppel:
1. Porshnev/Lazarev (Rus) 2:17.31
2. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +0,14
3. Pigneter/Clara (Ita) +0,27
4. Regensburger/Holzknecht (Ö) +0,69.

Gesamtwertung:

Herren:
1. Scheikl (Ö) 490 Punkte (P.)
2. Gruber (Ita) 430 P.
3. Pigneter (Ita) 430 P.
4. Kammerlander (Ö) 400 P.

6. Schopf (Ö) 284 P.
7. Achenrainer (Ö) 262 P.

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 600 P.
2. Pinggera (Ita) 495 P.
3. Unterberger (Ö) 375 P.
4. Mittermair (Ita) 356 P.
5. Diepold (Ö) 335 P.

11. Ruetz (Ö) 197 P.

18. Markt (Ö) 114 P.

Doppel:
1. Pigneter/Clara (Ita) 555 P.
2. Lambacher/Lambacher (Ita) 431 P.
3. Achenrainer/Achenrainer (Ö) 420 P.
4. Regensburger/Holzknecht (Ö) 375 P.

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

Kammerlander triumphiert – Scheikl vor Gesamtsieg

Erster Weltcup der Rennrodler auf Naturbahnen in Laas wurde zum Hundertstelkrimi

Es war ein Hundertstelkrimi, in dem Thomas Kammerlander das bessere Ende für sich hatte. Er siegte beim Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen in Laas und feierte damit seinen dritten Sieg in Folge und gleichzeitig seinen insgesamt 20. Weltcupsieg.

Dabei war der Umhauser, der für die WM am kommenden Wochenende in Umhausen zu den Top-Favoriten zählt, im oberen Teil noch zurückgelegen. „Dort war die Fahrt nicht wirklich perfekt, aber es ist mir gelungen, im Schlussteil den Turbo zu zünden. Dass es mein 20. Weltcupsieg ist, bedeutet mir viel.“

Der Steirer Michael Scheikl machte mit seinem zweiten Rang (zeitgleich mit dem Südtiroler Alex Gruber) einen wichtigen Schritt in Richtung Gesamtweltcupsieg. „Ich war vor dem Rennen extrem angespannt und wusste im Ziel eigentlich zunächst nicht, wie der Lauf eigentlich war. Meine Karten für den Gesamtsieg sind nun natürlich gut“, sagte Scheikl nach dem Rennen.

Im Damenbewerb schaffte Tina Unterberger aus Oberösterreich erstmals in dieser Saison aufs Podest. Sie wurde hinter Evelin Lanthaler und Greta Pinggera Dritte. „Das Rennen war zäh. Ich hatte während der Fahrt eigentlich nicht das Gefühl, dass ich schnell bin. Umso mehr freut mich jetzt der dritte Rang“, sagte Unterberger.

Eine tolle Leistung zeigte auch die junge Sellrainerin Riccarda Ruetz, die auf den fünften Platz fuhr.

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Laas:

Herren:
1. Kammerlander (Ö) 1:92.73
2. Scheikl (Ö) & Gruber (Ita) +0,04
4. Pigneter (Ita) +0,07
5. Troger (Ita) +0,42

8. Achenrainer (Ö) +0,53

11. Schopf (Ö) +1,17.

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 1:03.37
2. Pinggera (Ita) +0,36
3. Unterberger (Ö) +0,51
4. Staffler (Ita) +1,02
5. Ruetz (Ö) +1,33
6. Diepold (Ö) & Mittermair (Ita) +1,38

16. Markt (Ö) +4,22.

Doppel:
1. Pigneter/Clara (Ita) 1:06.87
2. Lambacher/Lambacher (Ita) +0,08
3. Egorov/Popov (Rus) +0,10
4. Porshnev/Lazarev (Rus) +0,33
5. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +0,36
6. Regensburger/Holzknecht (Ö) +0,71.

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

„Kammi“ schon in WM-Form

Ötztaler Naturbahnrodler triumphierte auch im zweiten Weltcupbewerb im Passeiertal


Der Saisonhöhepunkt auf der heimischen Grantaubahn vom 4. bis 7. Februar kann für Thomas Kammerlander kommen! Denn auch im zweiten Rennen beim Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen in Moos im Passeiertal zeigte er sich in absoluter WM-Form. Obwohl er am Sonntag im zweiten Lauf etwas auf Sicherheit gesetzt hat, triumphierte er neuerlich mit zwei Bestzeiten.

Weltcupführung ausgebaut

„Kammis“ Teamkollegen Michael Scheikl aus der Steiermark wiederum gelang es, mit seinem zweiten Platz die Führung im Gesamtweltcup auszubauen.

Im Teambewerb belegten Thomas Kammerlander und Tina Unterberger hinter der Südtiroler Paarung Patrick Pigneter und Evelin Lanthaler den zweiten Rang.

Thomas Kammerlander: „Das ich hier 200 Punkte im Weltcup gemacht habe, ist nebensächlich. Wichtig war, zu sehen, dass die Form passt. Und natürlich sind zwei Siege im Passeiertal eine zusätzliche Motivation für die Heim-Weltmeisterschaft in Umhausen. Dort möchte ich den Titel holen.“

Michael Scheikl: „Die Bahn hier liegt mir eigentlich nicht. Umso höher ist es zu bewerten, dass ich zweimal am Stockerl gelandet bin. Heute war es wohl wichtigste zweite Platz, den ich je gemacht habe. Mit einem Vorsprung ins Weltcupfinale in Laas zu gehen, ist natürlich sehr viel wert.“

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Passeiertal:
Herren:
1. Kammerlander (Ö) 1:49.96
2. Scheikl (Ö) +0,67
3. Pigneter (Ita) +1,09

8. Schopf (Ö) +2,84

10. Achenrainer (Ö) +3,16.

Teambewerb:
1. Italien (Lanthaler/Pignetter) 1:55.31
2. Österreich (Unterberger/Kammerlander) 1:55.87
3. Russland (Lavrenteva/Bukin) 1:56.97.

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

Die jungen Wilden bissen zu

Fabian und Simon Achenrainer schafften bei Naturbahnrodel-Weltcup in Moos Top-Sensation

Top-Sensation im Doppelbewerb im Weltcup der Rennrodler auf Naturbahnen in Moos im Passeiertal! Die Rieder Cousins Fabian und Simon Achenrainer holten sich völlig überraschend den Sieg vor der Südtiroler Weltklasse-Paarung Patrick Pigneter und Florian Clara. Und das mit Bestzeiten in beiden Läufen!

Im Damenbewerb feierte die Südtirolerin Evelin Lanthaler ihren bereits 30. Weltcupsieg. Die Österreicherinnen Tina Unterberger und Michelle Diepold landeten wie am Vortag auf den Rängen fünf und sechs.

Der nächste Herrenbewerb wird am Sonntag gefahren. Freitagssieger Thomas Kammerlander zählt dabei wieder zu den Top-Favoriten.

Fabian Achenrainer: „Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich sagen soll, kann das alles noch gar nicht glauben. Unfassbar, dass wir Pigneter/Clara hier schlagen konnten. Denn wir hatten im Passeiertal auch keine Trainingsmöglichkeiten, da Simon noch im Juniorenweltcup gefahren ist.“

Simon Achenrainer: „Ich bin regelrecht sprachlos. Im Passeiertal Pigneter/Clara zu schlagen, galt eigentlich als unmöglich.”

Tina Unterberger: „Ich bin für die Bahn im Passeiertal eindeutig zu leicht. Da muss ich noch ein paar Knödel essen. Die Tendenz stimmt aber, und die Zeitabstände werden geringer. Jetzt nehmen wir morgen noch den Teambewerb mit.“

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Moos im Passeiertal:
Doppel:
1. F. Achenrainer/S. Achenrainer (Ö) 1:56.92
2. Pigneter/Clara (Ita) +0,42
3. Porshnev/Lazarev (Rus) +1,17
4. P. Lambacher/M. Lambacher (Ita) 1.50
5. Regensburger/Holzknecht (Ö) +1,97.

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 1:52.75
2. Pinggera (Ita) +1,26
3. Lavrenteva (Rus) +2,08
4. Mittermair (Ita) +2,28
5. Unterberger (Ö) +2,35
6. Diepold (Ö) +2,86

10. Ruetz (Ö) +5,78

13. Markt (Ö) +7,46.

Foto von: ÖRV/Miriam Jennewein

Favorit/innen setzten sich durch

Thomas Kammerlander Österreichischer Meister im Rennrodeln auf Naturbahnen – Tina Unterberger siegt bei den Damen

Gelungenes Comeback von Thomas Kammerlander! Bei der Österreichischen Staatsmeisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahnen setzte sich der Ötztaler vor dem Steirer Michael Scheikl, der die beiden ersten Weltcuprennen gewonnen hatte, und Fabian Achenrainer aus Ried im Oberinntal durch. Bei den Damen siegte „Rodelfloh“ Tina Unterberger aus Oberösterreich vor den Tirolerinnen Vanessa Markt und Riccarda Ruetz.

Den Doppelbewerb auf der Grantaubahn in Umhausen, auf der im Februar 2021 die WM ausgetragen wird, gewannen die Rieder Cousins Fabian und Simon Achenrainer vor den Lokalmatadoren Christoph Regensburger und Dominik Holzknecht und der Steirer-Kärntner-Paarung Maximilian Pichler und Dominik Maier.

Stimmen:

Gerald Kammerlander, Sportdirektor: „Wir sind froh, dass wir die Meisterschaften unter den schwierigen Corona-Bedingungen abhalten konnten. Die Athleten haben durchwegs gute Leistungen gezeigt. Und das bei schwierigen Bahnverhältnissen, zumal die Strecke erst frisch fertig geworden ist.“

Thomas Kammerlander (Tirol): „Mit diesem Comeback kann ich nach meiner Corona-Erkrankung sehr zufrieden sein, bin ich doch am Montag erstmals wieder auf der Rodel gesessen. Ich habe meinem Körper die Pause aber ganz bewusst gegönnt. Der erste Lauf war super. Mit dem zweiten bin ich nicht ganz zufrieden, wobei ich da einfach gemerkt habe, dass mir noch die Trainingsläufe fehlen.“

Michael Scheikl (Steiermark): „Ich bin mit Rang zwei absolut zufrieden. Auf der Grantau brauche ich einfach immer mehrere Fahrten, um richtig in Schwung zu kommen. Für uns war es auch schon eine wichtige Generalprobe für die WM. Und ich habe gesehen, dass ich zeitmäßig mit Thomas gut mithalten kann.“

Fabian Achenrainer (Tirol): „Mit Rang drei im Einzel und dem Sieg im Doppelbewerb können wir natürlich mehr als zufrieden sein. Jetzt freuen wir uns bereits auf den Weltcupbewerb in Moos im Passeiertal.“

Tina Unterberger (Oberösterreich): „Mit dem Sieg bin ich happy, aber auf der Rodel zwickt’s immer noch ein wenig. Deshalb habe ich meinen Aufenthalt im Ötztal verlängert und werde trainingsmäßig noch etwas nachsitzen. Das ist manchmal einfach nötig.“

Vanessa Markt (Sautens): „Beim Hochgehen an der Bahn habe ich schon noch gemerkt, dass mir nach der Corona-Pause etwas die Kondition fehlt. Mit den beiden Läufen und auch dem Material bin ich aber voll zufrieden. Platz zwei ist ein tolles Ergebnis für mich.“

Riccarda Ruetz (Tirol): „Ich bin richtig zufrieden mit meinem dritten Platz. Beide Läufe sind mir gut aufgegangen. Und es war für uns alle auch eine gute Generalprobe für die WM im Februar.“

Österreichische Staatsmeisterschaft 2021, Umhausen:
Herren:

1. Kammerlander (T) 2:27.91
2. Scheikl (Stm.) +0,95
3. F. Achenrainer (T) +1,62
4. Markt (T) +2,74
5. Brugger (T) +5,77

Damen:
1. Unterberger (OÖ) 2:31.59
2. Markt (T) +3,00
3. Ruetz (T) +3,91

Doppelsitzer:
1. Achenrainer/Achenrainer (T) 2:35.75
2. Regensburger/Holzknecht (T) +0,15
3. Pichler/Maier (Stm./Ktn.) +8,89

Österreichische Meisterschaft Junioren:
Weiblich:

1. Ruetz (T) 2.35.50
2. Eberhöfer (T) +10,87
3. Kainz (T) +14,07

Männlich:
1. Brugger (T) 2.32.78
2. Pichler (Stm.) +2,21
3. Freigassner (Stm) +2,56

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

Michelle schaffte Sprung aufs Stockerl

Regensburger/Holzknecht im zweiten Weltcup-Doppelbewerb auf Rang zwei

Tag zwei beim Doppelweltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen auf der steirischen Winterleiten! Im Einsatz waren am Freitag die Damen und die Doppel. Bei den Amazonen schaffte diesmal Michelle Diepold den Sprung auf Stockerl, landete hinter der überragenden Evelin Lanthaler und Greta Pinggera aus Südtirol auf Rang drei. Tina Unterberger aus Österreich hatte wieder ihre Probleme und wurde neuerlich Fünfte. Riccarda Ruetz kam im zweiten Lauf leider zu Sturz.

Im Doppelbewerb machten es die Rückkehrer Christoph Regensburger und Dominik Holzknecht noch einmal besser und rangierten sich hinter Patrick Pigneter/Florian Clara auf Rang zwei ein. Die zweite Südtiroler Paarung Patrick und Matthias Lambacher musste sich den Ötztalern diesmal geschlagen geben. Fabian und Simon Achenrainer klassierten sich wie am Vortag auf Platz vier.

Stimmen der Athletinnen:

Michelle Diepold (Stm.): „Heute kann ich auf alle Fälle zufrieden sein, wobei noch etwas mehr drinnen gewesen wäre. Leider hab’ ich fahrerisch aber einige kleinere Fehler drinnen gehabt. Trotzdem kann ich mit dem Saisonstart zufrieden sein. Jetzt will ich auch im Teambewerb am Samstag nochmals Vollgas geben.”

Tina Unterberger (OÖ): „Diese Leistung ist nicht mein Anspruch. Leider haben meine Rodel und ich derzeit eine leichte Beziehungskrise. Die Abstimmung passt einfach nicht. Wir müssen jetzt schauen, dass wir das wieder in den Griff bekommen.“

Weltcup Rennrodel auf Naturbahnen, Winterleiten:
Damen:
1. Lanthaler (Ita) 2:03.57
2. Pinggera (Ita) +1,77
3. Diepold (Ö) +2,19
4. Mittermair (Ita) +2,25
5. Unterberger (Ö) +3,11

Doppel:
1. Pigneter/Clara (Ita) 2:10.68
2. Regensburger/Holzknecht (Ö) +0,73
3. Lambacher/Lambacher (Ita) +1,18
4. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +1,40

Steirische Festspiele

Michael Scheikl gewinnt Weltcupauftakt der Rennrodler auf Naturbahnen vor Christian Schopf

Großartiger Auftakt für Österreichs Nationalteam beim Weltcupstart der Rennrodler auf Naturbahnen auf der Winterleiten in der Steiermark! In Abwesenheit von Weltcup-Titelverteidiger Thomas Kammerlander fuhren Michael Scheikl und Christian Schopf einen Doppelsieg ein und sorgte damit für steirische Festspiele.

Bei den Damen war die Dominanz der Südtirolerinnen auch zu Beginn der neuen Saison nicht zu brechen. Evelin Lanthaler setzte sich vor Greta Pinggera und Daniela Mittermair durch. Dahinter landeten mit Michelle Diepold aus der Steiermark und Tina Unterberger aus Oberösterreich die heimischen Top-Läuferinnen.

Stockerlplatz beim Comeback

Ein furioses Comeback feierte das aus der Rodel-Pension zurückgekehrte Duo Christoph Regensburger/Dominik Holzknecht. Die Ötztaler landeten auf Rang drei und mussten sich nur den Südtiroler Paarungen Patrick Pigneter/Florian Clara und Patrick Lambacher/Matthias Lambacher geschlagen geben. Fabian Achenrainer und Simon Achenrainer aus Ried im Oberinntal klassierten sich auf dem vierten Rang.

Stimmen der AthletInnen:

Michael Scheikl (Stm.): „Das war natürlich ein Auftakt nach Maß, und ich freue mich riesig. Auch darüber, dass Christian mit mir am Stockerl steht. Die Bedingungen war absolut fair, aber sehr schwierig, da das Eis sehr stumpf war. Fehlerfrei ist da heute keiner runtergekommen. Jetzt heißt es gleich nachlegen, denn zu Hause müssen wir ordentliche Punkte einfahren, ehe es auf die Bahnen der Südtiroler geht.“

Christian Schopf (Stm.): „Gewaltig! Ich konnte früher ja schon öfters im Doppel aufs Podest fahren. Dass mir das auch im Einzel gelingt, war mein erklärtes Ziel, das ich heute erreicht habe. Jetzt werden wir natürlich schauen, dass wir die Südtiroler auch am Samstag auf Distanz halten können.“

Michelle Diepold (Stm.): „Die Bilanz fällt zwiespältig aus. Im ersten Lauf war ich ganz gut dabei, im zweiten ziemlich gleich schnell. Aber das war dann einfach zu langsam. Ich bin jetzt aber für Freitag voll motiviert, möchte es dort besser machen.“

Tina Unterberger (OÖ): „Das war nach super Trainingsleistungen heute überhaupt nicht planmäßig! Im ersten Lauf als Dritte war ich in Schlagdistanz zur Spitze. In unserer Motivation, es im zweiten Lauf besser zu machen, haben wir dann leider falsche Entscheidungen getroffen. Jetzt müssen wir für Freitag in der Analyse die richtigen Antworten finden.“

Christoph Regensburger (T): „Nach so einer langen Pause einen dritten Platz nehmen wir natürlich gerne mit. Auch wenn wir wissen, dass die auf der Winterleiten fehlenden Russen gute Doppelpaarungen stellen würden. Für das zweite Rennen auf der Winterleiten werden wir vielleicht noch etwas am Material umstellen. Das ist ein gewisses Risiko, doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

1. Weltcup Rennrodeln auf Naturbahn, Winterleiten:
Herren:
1. Scheikl (Ö) 2:01.83
2. Schopf (Ö) +1,32
3. Pigneter (Ita) +1,45
4. Gruber (Ita) +1,95
5. Clara (Ita) +2,21
6. Federer (Ita) +2.35
7. F. Achenrainer (Ö) +2,51

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 2:04.48
2. Pinggera (Ita) +0.87
3. Mittermair (Ita) +1,67
4. Diepold (Ö) +2,07
5. Unterberger (Ö) +2,07

11. Ruetz (Ö) +6,18

Doppel:
1. Pigneter/Clara (Ita) 2:10.41
2. Lambacher/Lambacher (Ita) +0,82
3. Regensburger/Holzknecht (Ö) +2,34
4. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +2,48.

Am Freitag ab 10 Uhr geht es im Weltcup auf der Winterleiten weiter.

Saisonstart steht bevor

Tina Unterberger lässt es im Weltcup wieder krachen

Der eigentliche Saisonauftakt für die Naturbahnrodler in Kühtai musste witterungsbedingt abgesagt werden. Nun starten die Athleten vom 16. bis 19. Dezember in die neue Weltcupsaison. Und die Mitglieder des Österreichischen Nationalteams gehören wieder zu den Favoriten in einem Winter, die mit der Weltmeisterschaft ab 7. Februar 2021 auf der Grantaubahn in Umhausen ihren Höhepunkt haben wird.

„Wir trainieren jetzt seit einigen Wochen auf Eis, und es schaut recht gut aus. Alle Fahrer und Fahrerinnen sind fit und haben einen guten Zug auf der Rodel. Natürlich streben wir wieder sportliche Erfolge an. Oberste Prämisse ist es aber, angesichts der Corona-Pandemie gesund durch die Saison zu kommen. Wir haben dafür jedenfalls alle nötigen Vorkehrungen getroffen“, sagt Sportdirektor Gerald Kammerlander.

Tina Unterberger (OÖ): „Ich freue mich sowohl auf den Saisonstart auf der Winterleiten als auch auf die Weltmeisterschaft im Februar in Umhausen. Beides sind für mich tolle Höhepunkte und haben einen extrem hohen Stellenwert. Die bisherigen Trainingsläufe sind gut verlaufen. Es ist einfach lässig, jetzt wieder auf der Rodel zu sitzen.“

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein