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Glücksspiel in Mariazell

Naturbahnrodler kämpfen beim Weltcup mit der Witterung

Der Weltcup der Rennrodler auf Naturbahnen geht in Mariazell in die heiße Phase. Dabei kämpfen die Athleten aber nicht nur um Podestplätze, sondern vor allem gegen das Wetter. Die hohen Temperaturen und immer wieder einsetzender Regen wirbelten schon das Training am Freitag durcheinander. Nur die Herren und Damen absolvierten je einen Lauf. Die Doppelsitzer kamen überhaupt nicht zum Zug.

Da keine wesentliche Wetteränderung erwartet wird, wurde auch das Rennprogramm umgestellt. Am Samstag um 09:00 Uhr starten die Damen, anschließend die Herren. Die Entscheidung fällt jeweils in nur einem Wertungslauf. Das Doppel-Rennen wurde auf Sonntag verschoben.

Der Bewerb wird zu einer Art Glücksspiel. Im Training war Fortuna dabei auf Seiten der Österreicher. Michael Scheikl war vor Weltcup-Leader Thomas Kammerlander der Schnellste. Die Südtiroler hatten hingegen arge Probleme, konnten sich nicht im Spitzenfeld klassieren.

Anders bei den Damen, wo einmal mehr Dominatorin Evelin Lanthaler der Ton angab. Ihr auf den Fersen war Rodelfloh” Tina Unterberger, die auf Rang zwei nur 34 Hundertstel Rückstand hatte.

Thomas Kammerlander: „Die Bahn ist total aufgeweicht, von Eis kann keine Rede mehr sein. Der Trainingslauf war nicht so schlecht. Auf den letzten neun Fahrsekunden habe ich aber sechs Zehntel verloren. Dabei geht’s da nur gerade aus. Da hilft nur, in der Mariazeller Basilika eine Kerze anzünden und im Rennen auf das nötige Glück hoffen.”

Michael Scheikl: „Die Trainingsbestzeit kann ich nicht wirklich einschätzen. Denn ich habe auf der Rodel überhaupt kein gutes Gefühl gehabt. Es ging alles total zäh und träge voran. Bei solchen Bedingungen kann’s natürlich gewaltige Überraschungen geben.”

Tina Unterberger: „Wir sind seit Trainingsende eigentlich nur dabei, den Wetterbericht zu schauen. Der verheißt aber auf für Samstag nichts Gutes. Meine heutiges Ergebnis war erfreulich, zumal das überhaupt nicht meine Bedingungen sind. Es wird in erster Linie ein Kampf gegen das Wetter, weniger gegen die Konkurrentinnen.”

Trainingsergebnisse:

Training Herren:
1. Scheikl (Ö) 1:14.66,
2. Kammerlander (Ö) +0.24,
3. Egorov (Rus) +0.72.,
4. Achenrainer (Ö) +1.29,
5. Lenko (Ukr) & Markt (Ö) +2.17,

7. Pigneter (Ita) +2.20,

9. Gruber (Ita) +2.87,

15. Feldhammer (Ö) +3.69,
16. Pichler (Ö) +4.01.

Training Damen:
1. Lanthaler (Ita) 1:16.33,
2. Unterberger (Ö) +0.34,
3. Schiller (D) +0.85,
4. Walch (Ita9 +0.93,
5. Pinggera (Ita) +1.55,

9. Markt (Ö) +2.73,

12. Ruetz (Ö) +3.25.

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

EM wird eine heiße Kiste

Nach dem Training zeichnet sich ein Länderkampf zwischen den Naturbahnrodlern aus Österreich und Italien ab

Die am Samstag beginnende Europameisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahnen in Laas in Südtirol wird eine ganz heiße Kiste! Das wurde schon bei den am Freitag absolvierten Trainingsläufen deutlich. Zu erwarten ist in allen drei Bewerben ein Länderkampf zwischen Österreich in Italien, wobei bei den Südtirolern neben den üblichen Verdächtigen in den Testläufen auch Florian Clara, der im ersten Lauf Tagesbestzeit erzielte, und Mathias Troger ganz vorne mitmischten. Den zweiten Run am Freitag entschied Weltcupleader Thomas Kammerlander für sich.

Bei den Damen war einmal mehr Evelin Lanthaler zweimal die Schnellste. Im Zweiten Lauf hatte Österreichs Medaillenhoffnung Tina Unterberger aber nur vier Hundertstel Rückstand auf die Top-Favoritin.

Im Training wurden auch geklärt, wer neben den österreichischen Fixstartern die EM bestreitet: Bei den Herren schaffte Florian Markt die Qualifikation. Bei den Damen gehen am Samstag neben Unterberger noch Junioren-Weltmeisterin Riccarda Ruetz, Vanessa Markt und Melat Eberhöfer an den Start.

Im Doppel wird Österreich durch Fabian und Simon Achenrainer vertreten. Sie landeten im Training hinter den Südtiroler Duos Patrick Pigneter/Florian Clara sowie Patrick Lambacher/Matthias Lambacher auf Rang drei.

Thomas Kammerlander: „Ich bin in dieser Saison in den Trainingsläufen generell etwas entspannter als früher. Im ersten Run haben wir heute noch etwas probiert. Der zweite hat dann ganz gut gepasst. Dass es in Laas eng wird, wissen wir aus der vergangenen Saison. Da steht am Sonntag bis fünf Meter vor der Ziellinie noch nicht fest, wer am Ende die Nase vorne hat. Das Wetter ist auch noch eine Unbekannte. Jetzt heißt die Devise einfach mal abwarten und Cappuccino trinken.”

Michael Scheikl: „Das Training hat gezeigt, dass ich abstimmungsmäßig noch etwas Nachholbedarf habe. Im zweiten Lauf war’s richtig warm. Darauf haben wir uns dann nicht voll eingestellt, da am Sonntag beim Rennen wieder deutlich kältere Bedingungen herrschen sollen. Die Richtung insgesamt passt. Beim Bewerb erwarte ich auch einige Überraschungen.”

Tina Unterberger: „Ich hab’ im Training noch einiges ausprobiert und war überrascht, dass es dann so gut funktioniert hat. Die Frage ist, wie am Samstag das Wetter sein wird. Laut Vorhersagen gibt es einen Temperatursturz. Die Einheimischen sagen mir allerdings, dass es da erst richtig mit dem Föhn los geht.”

EM-Kader Österreich:

Herren: Thomas Kammerlander (Tirol), Michael Scheikl (Steiermark), Fabian Achenrainer, Fabian Markt (beide Tirol).
Damen: Tina Unterberger (Oberösterreich), Riccarda Ruetz, Vanessa Markt, Melat Eberhöfer (alle Tirol).
Doppel: Fabian und Simon Achenrainer (Tirol).

Trainingsergebnisse vom Freitag:

Training Herren:
1. Clara (Ita) 1:02.54,
2. Troger (Ita) +0.59,
3. Gruber (Ita) +0.63,
4. Scheikl (Ö) +0.73,
5. Kammerlander (Ö) +0.77,

9. Achenrainer (Ö) +1.26,

12. Markt (Ö) +1.95,

17. Pichler (Ö) +3.56.

Training Damen:
1. Lanthaler (Ita) 1:03.35,
2. Pinggera (Ita) +0.64,
3. Staffler (Ita) +0.81,
4. Unterberger (Ö) +0.84,
5. Lavrenteva (Rus) +1.40,

8. Ruetz (Ö) +2.02,

11. Markt (Ö) +3.20,

17. Eberhöfer (Ö) +4.94,

22. Fuchs (Ö) +8.19.

Training Herren:
1. Kammerlander (Ö) 1:03.63,
2. Clara (Ita) 0.07,
3. Troger (Ita) +0.33,
4. Scheikl (Ö) +0.42,
5. Gruber (Ita) +0.59,

7. Achenrainer (Ö) +0.84,

13. Markt (Ö) +1.49,

23. Pichler (Ö) +3.32.

Training Damen:
1. Lanthaler (Ita) 1:05.09,
2. Unterberger (Ö) +0.04,
3. Staffler (Ita) +0.08,
4. Walch (D) +0.18,
5. Pinggera (Ita) +0.21,

10. Ruetz (Ö) +1.37,

15. Markt (Ö) +3.06,

17. Eberhöfer (Ö) +3.65,
18. Fuchs (Ö) +4.14.

Training Doppelsitzer:
1. Pigneter/Clara (Ita) 1:09.97,
2. Lambacher/Lambacher (Ita) +0.28,
3. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +0.36,
4. Porshnev/Lazarev (Rus) +0.40,
5. Kovshik/Tarasov (Rus) +1.04.

EM Rennrodeln auf Naturbahnen, Laas, Programm:

Samstag:
09:30 Uhr – 1. Wertungslauf Damen
10:30 Uhr – 1. Wertungslauf Doppelsitzer
11:15 Uhr – Finallauf Damen
12:15 Uhr – Finallauf Doppelsitzer

Sonntag:
09:30 Uhr – 1. Wertungslauf Herren
11:30 Uhr – Finallauf Herren
13:00 Uhr – Teambewerb

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

Teil vier im Naturbahnrodel-Krimi

Michael Scheikl im Training in Deutschnofen ganz vorne mit dabei – Thomas Kammerlander hadert noch mit Material

Eines hat das Training zum Weltcup der Rennrodler auf Naturbahnen in Deutschnofen am Freitag deutlich gezeigt. Der Sieg auf der schwierigen Südtiroler Bahn führt über den aktuellen Weltcup-Zweiten Alex Gruber. Er legte in beiden Läufen die Bestzeit hin – ist am Sonntag der Top-Favorit.

Bester Österreicher war Michael Scheikl aus der Steiermark, der sich auf den Rängen drei und zwei klassierte. Weltcup-Leader Thomas Kammerlander haderte hingegen noch mit dem Material, erreichte die Ränge sechs und fünf.

Bei den Damen fuhr einmal mehr Evelin Lanthaler aus Südtirol zweimal Bestzeit. Gut in Schwung kam Tina Unterberger aus Oberösterreich. Mit den Plätzen drei und vier zeigte sie neuerlich eine deutliche Aufwärtstendenz. Michelle Diepold konnte nach ihrer Operation während der Woche das Krankenhaus in Innsbruck inzwischen verlassen, ist in ihre steirische Heimat gereist.

Stark präsentierten sich auch wieder die Rodel-Cousins Fabian und Simon Achenrainer. Sie rasten in den Doppel-Trainings auf Rang zwei und vier.

Thomas Kammerlander: „Das Training lief bescheiden! Es hat überhaupt nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Es ist extrem föhnig, das Eis dadurch extrem Sumpf. Da hat mein Material überhaupt nicht gepasst. Jetzt heißt es bis Sonntag tüfteln, um die richtigen Lösungen zu finden. In Rumänien habe ich das auch hinbekommen, warum also nicht auch in Deutschnofen? Dass es in Deutschnofen schwer wird, war mir immer klar. Deshalb ist es für mich natürlich gut, dass ich mit einem Punktevorsprung im Gesamtweltcup an den Start gehe.”

Michael Scheikl: „Ich bin im Training von Beginn an gut zurecht gekommen. Ich hab’ selber ein gutes Gefühl auf der Rodel, bin sicher unterwegs. Zeitmäßig ist sicher noch etwas drinnen. Jetzt müssen wir schauen, wie sich das Wetter entwickelt. Bei unserem Rennen am Sonntag soll es nochmal deutlich wärmer sein. Die Abstände im Training waren sehr gering, es wird also wohl wieder eine enge Kiste. Wobei diesmal sehr viele Athleten um die Spitzenplätze mitmischen.”

Tina Unterberger: „Heute war ich sehr zufrieden. Im ersten Trainingslauf bin ich im unteren Bereich sogar Herrenzeiten gefahren. Für Deutschnofen war es richtig gut, denn da hab’ ich in der Vergangenheit nicht selten eine richtige Watschen bekommen. Klar ist, dass die Bahn hier überhaupt keine Fehler verzeiht.”

Trainingsergebnisse:

Herren Training 1:
1. Gruber (Ita) 0:54.10,
2. Troger (Ita) +0.13,
3. Scheikl (Ö) +0.14,
4. Bukin (Rus) +0.29,
5. Clara (Ita) +0.39,
6. Kammerlander (Ö) +0.51,

10. F. Achenrainer (Ö) +1.40,

13. Markt (Ö) +2.26,
14. S. Achenrainer (Ö) +3.42,

20. Pichler (Ö) +4.47.

Herren Training 2:
1. Gruber (Ita) 0:53.84,
2. Scheikl (Ö) +0.40,
3. Bukin (Rus) +0.42,
4. Clara (Ita) +0.47,
5. Kammerlander (Ö) +0.84,

9. F. Achenrainer (Ö) +1.57,

13. Markt (Ö) +2.50,

15. S. Achenrainer (Ö) +3.21,

18. Pichler (Ö) +3.81.

Damen Training 1:
1. Lanthaler (Ita) +0:55.08,
2. Pinggera (Ita) +0.22,
3. Unterberger (Ö) +0.42,
4. Lavrenteva (Rus) +0.74,
5. Staffler (Ita) +1.10,

13. Markt (Ö) +9.40.

Damen Training 2:
1. Lanthaler (Ita) 0:55.02,
2. Pinggera (Ita) +0.28,
3. Lavrenteva (Rus) +0.48,
4. Unterberger (Ö) +0.55,
5. Mittermair (Ita) +1.12,

12. Markt (Ö) +6.71.

Doppel Training 1:
1. Lambacher/Lambacher (Ita) +0:58.96,
2. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +0.31,
3. Pigneter/Clara (Ita) +0.36,
4. Porshnev/Lazarev (Rus) +0.45,
5. Egorov/Popov (Rus) +1.85.

Doppel Training 2:
1. Lambacher/Lambacher (Ita) +0:58.51,
2. Pigneter/Clara (Ita) +0.30,
3. Porschnev/Lazarev (Rus) +0.43,
4. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +0.50,
5. Egorov/Popov (Rus) +0.90.

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Deutschnofen:

Samstag, 29. Jänner:
10:00 Uhr – 1. Wertungslauf Doppelsitzer
10:30 Uhr – 1. Wertungslauf Damen
11:30 Uhr – Finallauf Doppelsitzer
12:15 Uhr – Finallauf Damen

Sonntag, 30. Jänner:
9:00 Uhr – 1. Wertungslauf Herren
11:00 Uhr – Finallauf Herren
13:00 Uhr – Team-Bewerb

Junioren-Finale in Umhausen

Der Junioren-Weltcup gastiert mit seinem abschließenden Bewerb am Sonntag auf der Grantaubahn in Umhausen. Riccarda Ruetz aus Sellrain steht vor dem Gesamtsieg, führt die Wertung mit 285 Punkten vor den Südtirolerinnen Ivonne Müller (210) und Jenny Castiglioni (190) an. Bei den Burschen haben Sebastian Feldhammer (201) und Miguel Brugger (190), die derzeit auf den Rängen drei und vier liegen, noch Chancen aufs Podest in der Gesamtwertung.

Am kommenden Wochenende findet für die Junioren die Weltmeisterschaft im Jaufental statt.

Junioren-Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Umhausen:

Sonntag, 30. Jänner:
9:30 Uhr – 1. Wertungslauf Junioren Herren
anschließend – 1. Wertungslauf Junioren Damen
11:00 Uhr – Finallauf Junioren Herren
12:00 Uhr – Finallauf Junioren Damen
12:45 Uhr – Wertungslauf Doppel

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein