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FIL-Jugendspiel als Saisonabschluss

Inoffizielle WM wird in Kühtai ausgetragen

Der Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen musste nach der Rennabsage in Moskau frühzeitig abgebrochen werden. Die Athleten der Nationalmannschaft haben somit Pause. Für Kinder und Jugendliche steht aber am Wochenende noch das absolute Saisonhighlight am Programm – die FIL-Jugendspiele in Kühtai.

Gefahren wird dort auf der neuen inzwischen fertiggestellten Strecke, die in den vergangenen Tagen von Bahnchef Manfred Markt und seinem Team mit neuester Technologie präpariert worden ist.

Österreichs Nationaltrainer Gerald Kammerlander: „Im vergangenen Jahr sind die FIL-Jugendspiele wegen Corona leider ausgefallen. Umso mehr freut es uns, dass diese nun in Kühtai wieder stattfinden. Es ist das absolute Höhepunkt für Kinder und Jugendliche bis zur Juniorenklasse. Im Prinzip handelt es sich um die inoffizielle Weltmeisterschaft für diese Altersklassen.”

Angemeldet sind für den Bewerb 80 Teilnehmer aus fünf Nationen. Der Event wird auf dem Youtube-Kanal „rodel austria tv” des Österreichischen Rodelverbandes, auf der FIL-Homepage und auf diversen Facebook-Plattformen live gestreamt.

Am Freitag finden in Kühtai freie Trainingsläufe statt. Am Samstag folgte ab 09:30 Uhr das offizielle Nationentraining.

Das Rennprogramm am Sonntag:

09:00 Uhr – 1. Wertungslauf Jugend 1 bis Jugend 4
11:30 Uhr – 2. Wertungslauf nach Platzierung
13:30 Uhr – Siegerehrung

Foto von: Chris Walch

Zurück in Österreich

Naturbahnrodel-Team in Wien gelandet – Zwei Coaches noch in Moskau

Um 16:30 Uhr sind die AthletInnen des österreichischen Nationalteams der Naturbahnrodler mit einer AUA-Maschine von Moskau kommend am Flughafen Wien gelandet. Die plötzliche Abreise aus der russischen Hauptstadt war nötig geworden, nachdem das Weltcupfinale dort wegen des ausgebrochenen Krieges zwischen Russland und der Ukraine abgesagt worden war und die Teams aufgefordert worden waren, das Land ehestmöglich zu verlassen.

Nationaltrainer Gerald Kammerlader und Coach Robert Batkowski sitzen allerdings nach wie vor am Flughafen Moskau fest. Zehn Materialkisten fanden im völlig überbuchten AUA-Flug keinen Platz mehr. Das Duo blieb deshalb vorerst vor Ort. Der ÖRV hofft, dass sie alsbald einen Flug in Richtung Heimat nehmen können. Am Donnerstag ist damit aber nicht mehr zu rechnen.

Ein Teil der SportlerInnen, darunter Weltmeister Thomas Kammerlander, befindet sich inzwischen mit einem Bus auf dem Weg nach München, wo deren Autos stehen, nachdem sie am Montag von der bayerischen Metropole aus nach Moskau aufgebrochen sind.

Statements:

Thomas Kammerlander: „Wir sind froh, raus aus Russland zu sein. Da ist alles andere jetzt mal nebensächlich. Wir müssen jetzt alles erstmal sacken lassen, was in den vergangenen Stunden passiert ist. Und wir hoffen, dass Gerald und Robert auch möglichst schnell in Österreich ankommen.”

Michael Scheikl: „Ehrlich gesagt hätten wir in Moskau vom Krieg gar nichts mitbekommen, wenn wir nicht online deutschsprachige Medien konsumiert hätten. Auch am Flughafen verlief eigentlich alles in geordneten Bahnen. Wobei natürlich spürbar war, dass alle heim wollen. Der Rückflug mit Vermeidung des gesperrten Luftraums war dann auch völlig sicher. Sportlich ist das alles natürlich Mist. Meine und die Chancen von Thomas waren ohne Rennen dahin. Aber es gibt wirklich wichtigere Dinge.”

Tina Unterberger: „Natürlich wäre es auch für mich noch um eine Weltcupkugel gegangen. Aber in so einer Situation ist der Sport Nebensache. Wichtig ist jetzt, dass auch unsere beiden Trainer schnellstmöglich zurückfliegen können.”

Riccarda Ruetz: „Erschrocken haben wir uns am Morgen eigentlich nicht. Die spontane Abreise war einfach eine Sicherheitsmaßnahme. Von der politischen Krise haben wir in Moskau nichts mitbekommen. Und wir hatten dann auch einen guten Heimflug.”

Heimflug geplant

Ergänzend zur Aussendung über das Aus für das Weltcupfinale im Rennrodeln auf Naturbahnen in Moskau:

Der Abflug von Österreichs Nationalteam ist aktuell für 15:35 Uhr Moskauer Zeit geplant. Mit einer Maschine der AUA soll es dann nach Wien gehen.

Wir hoffen, dass dieser Rückkehrplan hält, zumal in Russland derzeit nach und nach immer mehrere Flughäfen geschlossen werden.

Scheikls Heimtriumph

Steirer siegt in Mariazell – Juniorin Riccarda Ruetz rast erstmals aufs Weltcuppodest

Die Entscheidung im Gesamt-Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen wurde in Mariazell vertagt und fällt am kommenden Wochenende in zwei Bewerben beim Showdown in der russischen Metropole Moskau. Alex Gruber überholte mit Rang zwei in dem nur in einem Lauf ausgetragen Bewerb in der Steiermark in der Gesamtwertung Thomas Kammerlander, dem als Dritter zwei Hundertstel auf Gruber fehlten. Der Südtiroler liegt nun fünf Zähler vor dem Ötztaler. Den Sieg holte sich in Mariazell Lokalmatador Michael Scheikl mit einer überragenden Darbietung. Auch er hat damit noch Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung im Gesamtweltcup.

Mit Fabian Achenrainer als Sechsten und Florian Markt als Siebten fuhren zwei weitere Österreicher unter die Top-Zehn.

Michael Scheikl: „Ein Sieg vor eigenem Publikum auf meiner Heimbahn ist natürlich besonders schön. Einfach war’s nicht, denn die Bedingungen waren heute deutlich besser als gestern. Deshalb musste wieder die ganze Abstimmung an der Rodel geändert werden. Die Anspannung war deshalb vor dem Rennen schon sehr groß. Mir ist alles super aufgegangen, auch wenn noch die eine oder andere Kleinigkeit dabei war. Wichtig war, dass ich, was die Gesamtwertung angeht, in Schlagdistanz zu Alex und Thomas geblieben bin. In Moskau ist in den beiden letzten Bewerben noch vieles möglich.”

Thomas Kammerlander: „Heute bin ich wirklich extrem enttäuscht! Natürlich ist ein dritter Platz nicht schlecht. Aber ich habe mich einmal mehr komplett beim Material vertan. Da fehlt mir derzeit die glückliche Hand. Es wäre bei weitem mehr drinnen gewesen. Ob’s zum Sieg gereicht hätte, weiß ich nicht. Aber die zwei Hundertstel auf Alex ärgern mich gewaltig. Ich wollte es vermeiden, dass auf einer Bahn wie in Moskau mit einer Fahrtzeit von zirka 25 Sekunden die finale Weltcupentscheidung fällt. Aber es ist jetzt eben so.”

Premiere für Riccarda Ruetz

Bei den Damen war Evelin Lanthaler einmal mehr nicht zu schlagen, triumphierte vor ihrer Südtiroler Landsfrau Greta Pinggera. Auf Rang drei strahlte mit Junioren-Weltmeisterin Riccarda Ruetz eine ganz junge Athletin. Sie schaffte erstmals im Weltcup der Allgemeinen Klasse den Sprung aufs Podest. Dabei lag sie eine Hundertstel vor ihrer arrivierten Teamkollegin Tina Unterberger.

Mit der frühen Startnummer acht ins Rennen gegangen, kam die Sellrainerin in der Leaderbox aus dem Strahlen nicht heraus, als Läuferin um Läuferin an ihrer Bestzeit zerschellte. Dass sie die beiden favorisierten Südtirolerinnen dann noch vorbei ziehen lassen musste, tat ihrer Freude keinen Abbruch.

Riccarda Ruetz: „Platz drei macht mich gerade etwas sprachlos. Ich bin wirklich super zurecht gekommen auf der Bahn, konnte bei den schwierigen Verhältnissen auch meine frühe Startnummer super ausnutzen. Sorry an Tina für die Hundertstelsekunde.”

Tina Unterberger: „Natürlich wär ich gerne aufs Podest gefahren. Aber ich freue mich wahnsinnig für Ricci. Es ist super, wenn die Jungen angreifen. Vor einigen Jahren feierte ja auch Michelle Diepold in Mariazell ihren ersten Podestplatz im Weltcup.”

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Mariazell:

Herren:
1. Scheikl (Ö) 1:09.08,
2. Gruber (Ita) +0.28,
3. Kammerlander (Ö) +0.30,
4. Clara (Ita) +0.76,
5. Pigneter (Ita) 0.88,
6. Achenrainer (Ö) +0.97,
7. Markt (Ö) +1.60.

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 1:10.49,
2. Pinggera (Ita) +0.29,
3. Ruetz (Ö) +1.13,
4. Unterberger (Ö) +1.14,
5. Lavrenteva (Rus), +1.25,

13. Markt (Ö) +4.53.

Gesamtwertungen:

Herren:
1. Gruber (Ita) 430 Punkte,
2. Kammerlander (Ö) 425 Punkte,
3. Scheikl (Ö) 380 Punkte,
4. Pigneter (Ita) 305 Punkte,
5. Clara (Ita) 305 Punkte,
6. Achenrainer (Ö) 240 Punkte.

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 500 Punkte,
2. Pinggera (Ita) 380 Punkte,
3. Walch (D) 345 Punkte,
4. Unterberger (Ö) 285 Punkte,
5. Lavrenteva (Rus) 245 Punkte.

Der Weltcup in Mariazell wird am Sonntag mit dem Doppel- und dem Team-Bewerb fortgesetzt.

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

Glücksspiel in Mariazell

Naturbahnrodler kämpfen beim Weltcup mit der Witterung

Der Weltcup der Rennrodler auf Naturbahnen geht in Mariazell in die heiße Phase. Dabei kämpfen die Athleten aber nicht nur um Podestplätze, sondern vor allem gegen das Wetter. Die hohen Temperaturen und immer wieder einsetzender Regen wirbelten schon das Training am Freitag durcheinander. Nur die Herren und Damen absolvierten je einen Lauf. Die Doppelsitzer kamen überhaupt nicht zum Zug.

Da keine wesentliche Wetteränderung erwartet wird, wurde auch das Rennprogramm umgestellt. Am Samstag um 09:00 Uhr starten die Damen, anschließend die Herren. Die Entscheidung fällt jeweils in nur einem Wertungslauf. Das Doppel-Rennen wurde auf Sonntag verschoben.

Der Bewerb wird zu einer Art Glücksspiel. Im Training war Fortuna dabei auf Seiten der Österreicher. Michael Scheikl war vor Weltcup-Leader Thomas Kammerlander der Schnellste. Die Südtiroler hatten hingegen arge Probleme, konnten sich nicht im Spitzenfeld klassieren.

Anders bei den Damen, wo einmal mehr Dominatorin Evelin Lanthaler der Ton angab. Ihr auf den Fersen war Rodelfloh” Tina Unterberger, die auf Rang zwei nur 34 Hundertstel Rückstand hatte.

Thomas Kammerlander: „Die Bahn ist total aufgeweicht, von Eis kann keine Rede mehr sein. Der Trainingslauf war nicht so schlecht. Auf den letzten neun Fahrsekunden habe ich aber sechs Zehntel verloren. Dabei geht’s da nur gerade aus. Da hilft nur, in der Mariazeller Basilika eine Kerze anzünden und im Rennen auf das nötige Glück hoffen.”

Michael Scheikl: „Die Trainingsbestzeit kann ich nicht wirklich einschätzen. Denn ich habe auf der Rodel überhaupt kein gutes Gefühl gehabt. Es ging alles total zäh und träge voran. Bei solchen Bedingungen kann’s natürlich gewaltige Überraschungen geben.”

Tina Unterberger: „Wir sind seit Trainingsende eigentlich nur dabei, den Wetterbericht zu schauen. Der verheißt aber auf für Samstag nichts Gutes. Meine heutiges Ergebnis war erfreulich, zumal das überhaupt nicht meine Bedingungen sind. Es wird in erster Linie ein Kampf gegen das Wetter, weniger gegen die Konkurrentinnen.”

Trainingsergebnisse:

Training Herren:
1. Scheikl (Ö) 1:14.66,
2. Kammerlander (Ö) +0.24,
3. Egorov (Rus) +0.72.,
4. Achenrainer (Ö) +1.29,
5. Lenko (Ukr) & Markt (Ö) +2.17,

7. Pigneter (Ita) +2.20,

9. Gruber (Ita) +2.87,

15. Feldhammer (Ö) +3.69,
16. Pichler (Ö) +4.01.

Training Damen:
1. Lanthaler (Ita) 1:16.33,
2. Unterberger (Ö) +0.34,
3. Schiller (D) +0.85,
4. Walch (Ita9 +0.93,
5. Pinggera (Ita) +1.55,

9. Markt (Ö) +2.73,

12. Ruetz (Ö) +3.25.

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

Scheikl glänzt in Silber

EM-Titel an Alex Gruber – Thomas Kammerlander griff bei Material daneben

Es waren am Ende sieben Hundertstelsekunden, die am Sonntag dem Steirer Michael Scheikl zur erfolgreichen Titelverteidigung bei der Europameisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahnen fehlten. Der Südtiroler Favorit Alex Gruber hatte hauchdünn die Nase vorne. Rang drei ging an Patrick Pigneter. Weltmeister und Weltcup-Leader Thomas Kammerlander hatte sich beim Material vertan, landete am Ende auf Rang fünf.

Michael Scheikl: „Es war wieder einmal eine Nervenschlacht. Ich war im ersten Lauf schon gut dabei, obwohl ich einige kleinere Fehler hatte. Im zweiten Run habe ich nochmal alles raus gehaut, was drinnen war. Es war ein Kampf auf allerhöchstem Niveau mit einem Herzschlagfinale. Am Start hätte man heute eine Stecknadel fallen hören, so groß war die Anspannung bei allen. Mit der Silbermedaille bin ich in jedem Fall absolut happy.”

Thomas Kammerlander: „Die Bilanz ist heute schnell gezogen: Ich war schlichtweg nicht konkurrenzfähig. Die Eistemperatur ist im Vergleich zum Training am Freitag extrem nach unten gerasselt. Da hab’ ich schon in der ersten Kurve gemerkt, dass das Material überhaupt nicht passt. Sowas muss man auch einmal akzeptieren. Und lieber ist mir, ich kann bei den noch ausstehenden Weltcupbewerben wieder mithalten. Der Gesamtsieg ist jetzt das erklärte Ziel. Das wird schwer genug. Heute hätte ich mir gedacht, dass es sich um Kampf um Gold für Michael noch ausgeht. Leider war das Glück aber nicht auf unserer Seite.”

Silber im Teambewerb

Im abschließenden Teambewerb setzten sich erwartungsgemäß die Einzel-Europameister Evelin Lanthaler und Alex Gruber aus Südtiroler vor Österreichs Paarung Tina Unterberger und Michael Scheikl durch, die sich Silber sicherten.

EM Rennrodeln auf Naturbahnen, Laas:

Herren:
1. Gruber (Ita) 2:03.65,
2. Scheikl (Ö) +0.07, 3. Pigneter (Ita) +0.82,
4. Clara (Ita) +0.93,
5. Kammerlander (Ö) +1.00,

9. Achenrainer (Ö) +2.49,

12. Markt (Ö) +3.38.

Teambewerb:
1. Italien (Lanthaler/Gruber) 2:06.80,
2. Österreich (Unterberger/Scheikl) 2:07.73,
3. Russland (Lavrenteva/Egorov) 2:08.19.

Der Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen wird am kommenden Wochenende in Mariazell fortgesetzt.

Silberpaarung im Teambewerb (Tina Unterberger & Michael Scheikl)

Foto von: ÖRV/Miriam Jennewein

Österreich-Duo flankiert Gruber

Michael Scheikl in Deutschnofen auf Platz zwei – Thomas Kammerlander verteidigt Gesamtführung

Beim vierten Weltcupbewerb im Rennrodeln auf Naturbahnen in Deutschnofen gab’s den erwarteten Sieger. Alex Gruber war auf seiner Lieblingsbahn nicht zu knacken, holte sich souverän Rang eins. Dahinter gab’s zwischen Michael Scheikl und Thomas Kammerlander einen wahren Krimi, den diesmal der Steirer um drei Hundertstel für sich entschied. Der Ötztaler verteidigte unterdessen seine Führung im Gesamtweltcup.

Michael Scheikl: „Ich muss mit dem heutigen Rennen an sich zufrieden sein, auch wenn ich auf der Rodel nicht das optimale Gefühl hatte. Für Deutschnofen habe ich das Maximum herausgeholt. Alex Gruber war heute schlichtweg nicht zu biegen.”

Thomas Kammerlander: „Nachdem es im Training am Freitag überhaupt nicht gelaufen ist, bin ich heim nach Umhausen gefahren und hab’ an den Kufen getüftelt. Das hat sich bezahlt gemacht. Es war von Anfang an klar, dass ich in Deutschnofen Schadensbegrenzung betreiben muss. Alex ist hier praktisch unschlagbar. Es ist gut, dass ich in der Gesamtwertung weiter vorne bin. Beim nächsten Weltcup in Mariazell werden die Karten neu gemischt.”

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen Deutschnofen:

Herren:
1. Gruber (Ita) 1:47.16,
2. Scheikl (Ö) +0.75,
3. Kammerlander (Ö) +0.78,
4. Clara (Ita) +1.16,
5. Pigneter (Ita) +1.39,

9. Achenrainer (Ö) +2.40,

11. Markt (Ö) +4.27.

Teambewerb:
1. Ita (Lanthaler/Gruber) 1:51.46,
2. Österreich (Unterberger/Scheikl) 1:53.11,
3.Russland (Lavrenteva/Bukin) 1:53.20.

Gesamtstand Herren:
1. Kammerlander (Ö) 355 Punkte,
2. Gruber (Ita) 345 Punkte,
3. Scheikl (Ö) 280 Punkte,
4. Pigneter (Ita) 250 Punkte,
5. Clara (Ita) 245 Punkte,
6. Achenrainer (Ö) 190 Punkte,

9. Markt (Ö) 146 Punkte.

Podest zweimal knapp verfehlt

Tina Unterberger und Achenrainer/Achenrainer beim Weltcup in Deutschnofen jeweils auf Rang vier

Die Damen und die Doppelsitzer machten am Samstag dem Auftakt zum Weltcup-Event im Rennrodeln auf Naturbahnen in Deutschnofen/Südtirol. Die Athletin des österreichischen Nationalteams kämpften verbissen, verpassten die Podestplätze aber jeweils knapp.

Tina Unterberger aus Oberösterreich musste im zweiten Lauf zwar die zur Halbzeit hinter ihr liegende Greta Pinggera vorbei ziehen lassen, überholte ihrerseits aber die für Deutschland fahrende Lisa Walch und klassierte sich auf Rang vier. Der Sieg ging zum viertenmal in dieser Saison an Evelyn Lanthaler, hinter ihr klassierte sich die arrivierte Russin Ekaterina Lavrenteva.

Im Doppelbewerb lagen die Cousins Fabian und Simon Achenrainer nach Lauf eins wieder auf Podestkurs, hatten auf Rang zwei 39 Hundertstel Rückstand auf die späteren Sieger Patrick Pigneter und Florian Clara. Der zweite Run ging aber nicht voll auf. Mit Endrang vier verfehlten die beiden Tiroler das Podest letztlich um zwölf Hundertstel.

Tina Unterberger: „Mit der heutigen Leistung bin ich eigentlich sehr zufrieden. In Deutschnofen war ich noch nie so schnell unterwegs, bin heute sogar meinen persönlichen Bahnrekord gefahren. Evelyn fährt aktuell einfach in einer eigenen Liga, da kann man nur gratulieren.”

Fabian Achenrainer: „Der erste Lauf war super. Im zweiten haben sich leider in den ersten beiden Kurven zwei kleine Fehler eingeschlichen. Und wenn’s um die vordersten Plätze so knapp her geht wie heute, fällt man halt auch mal schnell vom Podest. Viel hat nicht gefehlt. Erfreulich ist Zwischenrang zwei in der Gesamtwertung. Den wollen wir natürlich bis zum Saisonende halten.”

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Deutschnofen:

Damen:
1.Lanthaler (Ita) 1:48.98,
2. Lavrenteva (Rus) +0.70,
3. Pinggera (Ita) +0.87,
4. Unterberger (Ö) +1.15,
5. Walch (D) +1.46,

11. Markt (Ö) +7.56.

Doppel:
1. Pigneter/Clara (Ita) 1:55.33,
2. Lambacher/Lambacher (Rus) +0.47,
3. Porshnev/Lazarev (Rus) +0.58,
4. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +0.70,
5. Kovshik/Tarasov (Rus) +3.11.

Gesamtstände:

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 400 Punkte,
2. Walch (D) & Pinggera (Ita) 295 Punkte,
4. Unterberger (Ö) 225 Punkte,
5. Lavrenteva (Rus) 190 Punkte,

8. Diepold (Ö) 170 Punkte,

10. Markt (Ö) 138 Punkte,

16. Ruetz (Ö) 73 Punkte,

Doppel:
1. Pigneter/Clara (Ita) 400 Punkte,
2. Achenrainer/Achenrainer (Ö) 285 Punkte,
3. Porshnev/Lazarev (Rus) 225 Punkte.

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

Teil vier im Naturbahnrodel-Krimi

Michael Scheikl im Training in Deutschnofen ganz vorne mit dabei – Thomas Kammerlander hadert noch mit Material

Eines hat das Training zum Weltcup der Rennrodler auf Naturbahnen in Deutschnofen am Freitag deutlich gezeigt. Der Sieg auf der schwierigen Südtiroler Bahn führt über den aktuellen Weltcup-Zweiten Alex Gruber. Er legte in beiden Läufen die Bestzeit hin – ist am Sonntag der Top-Favorit.

Bester Österreicher war Michael Scheikl aus der Steiermark, der sich auf den Rängen drei und zwei klassierte. Weltcup-Leader Thomas Kammerlander haderte hingegen noch mit dem Material, erreichte die Ränge sechs und fünf.

Bei den Damen fuhr einmal mehr Evelin Lanthaler aus Südtirol zweimal Bestzeit. Gut in Schwung kam Tina Unterberger aus Oberösterreich. Mit den Plätzen drei und vier zeigte sie neuerlich eine deutliche Aufwärtstendenz. Michelle Diepold konnte nach ihrer Operation während der Woche das Krankenhaus in Innsbruck inzwischen verlassen, ist in ihre steirische Heimat gereist.

Stark präsentierten sich auch wieder die Rodel-Cousins Fabian und Simon Achenrainer. Sie rasten in den Doppel-Trainings auf Rang zwei und vier.

Thomas Kammerlander: „Das Training lief bescheiden! Es hat überhaupt nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Es ist extrem föhnig, das Eis dadurch extrem Sumpf. Da hat mein Material überhaupt nicht gepasst. Jetzt heißt es bis Sonntag tüfteln, um die richtigen Lösungen zu finden. In Rumänien habe ich das auch hinbekommen, warum also nicht auch in Deutschnofen? Dass es in Deutschnofen schwer wird, war mir immer klar. Deshalb ist es für mich natürlich gut, dass ich mit einem Punktevorsprung im Gesamtweltcup an den Start gehe.”

Michael Scheikl: „Ich bin im Training von Beginn an gut zurecht gekommen. Ich hab’ selber ein gutes Gefühl auf der Rodel, bin sicher unterwegs. Zeitmäßig ist sicher noch etwas drinnen. Jetzt müssen wir schauen, wie sich das Wetter entwickelt. Bei unserem Rennen am Sonntag soll es nochmal deutlich wärmer sein. Die Abstände im Training waren sehr gering, es wird also wohl wieder eine enge Kiste. Wobei diesmal sehr viele Athleten um die Spitzenplätze mitmischen.”

Tina Unterberger: „Heute war ich sehr zufrieden. Im ersten Trainingslauf bin ich im unteren Bereich sogar Herrenzeiten gefahren. Für Deutschnofen war es richtig gut, denn da hab’ ich in der Vergangenheit nicht selten eine richtige Watschen bekommen. Klar ist, dass die Bahn hier überhaupt keine Fehler verzeiht.”

Trainingsergebnisse:

Herren Training 1:
1. Gruber (Ita) 0:54.10,
2. Troger (Ita) +0.13,
3. Scheikl (Ö) +0.14,
4. Bukin (Rus) +0.29,
5. Clara (Ita) +0.39,
6. Kammerlander (Ö) +0.51,

10. F. Achenrainer (Ö) +1.40,

13. Markt (Ö) +2.26,
14. S. Achenrainer (Ö) +3.42,

20. Pichler (Ö) +4.47.

Herren Training 2:
1. Gruber (Ita) 0:53.84,
2. Scheikl (Ö) +0.40,
3. Bukin (Rus) +0.42,
4. Clara (Ita) +0.47,
5. Kammerlander (Ö) +0.84,

9. F. Achenrainer (Ö) +1.57,

13. Markt (Ö) +2.50,

15. S. Achenrainer (Ö) +3.21,

18. Pichler (Ö) +3.81.

Damen Training 1:
1. Lanthaler (Ita) +0:55.08,
2. Pinggera (Ita) +0.22,
3. Unterberger (Ö) +0.42,
4. Lavrenteva (Rus) +0.74,
5. Staffler (Ita) +1.10,

13. Markt (Ö) +9.40.

Damen Training 2:
1. Lanthaler (Ita) 0:55.02,
2. Pinggera (Ita) +0.28,
3. Lavrenteva (Rus) +0.48,
4. Unterberger (Ö) +0.55,
5. Mittermair (Ita) +1.12,

12. Markt (Ö) +6.71.

Doppel Training 1:
1. Lambacher/Lambacher (Ita) +0:58.96,
2. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +0.31,
3. Pigneter/Clara (Ita) +0.36,
4. Porshnev/Lazarev (Rus) +0.45,
5. Egorov/Popov (Rus) +1.85.

Doppel Training 2:
1. Lambacher/Lambacher (Ita) +0:58.51,
2. Pigneter/Clara (Ita) +0.30,
3. Porschnev/Lazarev (Rus) +0.43,
4. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +0.50,
5. Egorov/Popov (Rus) +0.90.

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Deutschnofen:

Samstag, 29. Jänner:
10:00 Uhr – 1. Wertungslauf Doppelsitzer
10:30 Uhr – 1. Wertungslauf Damen
11:30 Uhr – Finallauf Doppelsitzer
12:15 Uhr – Finallauf Damen

Sonntag, 30. Jänner:
9:00 Uhr – 1. Wertungslauf Herren
11:00 Uhr – Finallauf Herren
13:00 Uhr – Team-Bewerb

Junioren-Finale in Umhausen

Der Junioren-Weltcup gastiert mit seinem abschließenden Bewerb am Sonntag auf der Grantaubahn in Umhausen. Riccarda Ruetz aus Sellrain steht vor dem Gesamtsieg, führt die Wertung mit 285 Punkten vor den Südtirolerinnen Ivonne Müller (210) und Jenny Castiglioni (190) an. Bei den Burschen haben Sebastian Feldhammer (201) und Miguel Brugger (190), die derzeit auf den Rängen drei und vier liegen, noch Chancen aufs Podest in der Gesamtwertung.

Am kommenden Wochenende findet für die Junioren die Weltmeisterschaft im Jaufental statt.

Junioren-Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Umhausen:

Sonntag, 30. Jänner:
9:30 Uhr – 1. Wertungslauf Junioren Herren
anschließend – 1. Wertungslauf Junioren Damen
11:00 Uhr – Finallauf Junioren Herren
12:00 Uhr – Finallauf Junioren Damen
12:45 Uhr – Wertungslauf Doppel

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

Cousins wieder am Stockerl

Rang drei für Achenrainer/Achenrainer in Vatra Dornei – Tina Unterberger auf Rang vier

Wegen einsetzendem Schneefall wurde das Rennprogramm beim Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen am Sonntag in Vatra Dornei regelrecht durchgepeitscht. Die Tiroler Cousins Fabian und Simon Achenrainer schafften dabei im Doppelbewerb mit Rang drei ihren dritten Stockerlplatz in dieser Saison. Dabei wär sogar mehr möglich gewesen. Doch im zweiten Lauf touchierten die Cousins die Wand, wobei sich Simon am Schienbein verletzte.

Bei den Damen fuhr Dominatorin Evelin Lanthaler aus Südtirol wieder in ihrer eigenen Welt, verwies ihre Landsfrau Greta Pinggera um mehr als eine Sekunde auf Rang drei. Beste Österreicherin war Tina Unterberger auf Rang vier. Die nach einem Trainingssturz am Knöchel verletzte Michelle Diepold rodelte auf den sechsten Rang.

Fabian Achenrainer: „Es war nicht ganz das, was wir uns vorgestellt haben. Der zweite Platz wäre locker drinnen gewesen. Leider sind wir im zweiten Lauf gegen die Wand gekracht. Simons Schienbein ist jetzt ziemlich geschwollen. Aber wir hoffen, dass er bis zum Rennen in Deutschnofen wieder fit ist.”

Tina Unterberger: „Leider habe ich den ersten Lauf verhaut, bin da überhaupt nicht ins Fahren gekommen. Im zweiten Run waren einige recht gute Passagen dabei, in manchen habe ich aber wieder eine auf den Deckel bekommen. Die Zeiten von Evelin sind derzeit nicht zu erreichen. Aber in Richtung Stockerl schaut’s immer besser aus.”

Michelle Diepold: „Mein Fuß ist immer noch ziemlich geschwollen. Dass ich hier auf den sechsten Platz gekommen bin, war einem großartigen Teamwork zu verdanken. Auch Tina hat mir unglaublich geholfen. Die beiden Läufe waren konstant, aber ich konnte nicht alles riskieren, bin auf Sicherheit gefahren. Am Montag geht’s mal zum Arzt. Dann will ich in Deutschnofen wieder voll angreifen.”

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Vatra Dornei:

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 2:29.45,
2. Pinggera (Ita) +1.29,
3. Walch (D) +2.80,
4. Unterberger (Ö) +3.89,
5. Mittermair (Ita) +5.41,
6. Diepold (Ö) +5.59,

10. Markt (Ö) +8.87.

Doppel:
1. Pigneter/Clara (Ita) 2:38.03,
2. Egorov/Rodin (Rus) +0.63,
3. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +1.58.

Gesamtstände:

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 300 Punkte,
2. Walch (D) 240 Punkte,
3. Pinggera (Ita) 225 Punkte,
4. Diepold (Ö) 170 Punkte,
5. Unterberger (Ö) 165 Punkte,

10. Markt (Ö) 104 Punkte,

15. Ruetz (Ö) 73 Punkte.

Doppel:
1. Pigneter/Clara (Ita) 100 Punkte,
2. Achenrainer/Achenrainer (Ö) 225 Punkte,
3. Porshnev/Lazarev (Rus) 155 Punkte.

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein