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Ein Sieg für Onkel Johann

Thomas Kammerlander entschied Hundertstelkrimi in Umhausen für sich

Der diesjährige Weltcup-Auftakt im Rennrodeln auf Naturbahnen in Umhausen stand auch im Zeichen des Andenkens an Johann Kammerlander, einem langjährigen Rodelfunktionär des SV Umhausen, der im vergangenen Jahr verstorben war. Ihm widmete Lokalmatador Thomas Kammerlander seinen Sieg, den er am Sonntag in einem Hundertstelkrimi auf seiner Grantaubahn holte.

Im Herren-Rennen entwickelte sich ein wahres Spektakel. Kammerlander lag im ersten Lauf noch hinter dem Südtiroler Alex Gruber, fing diesen im zweiten aber noch um acht Hundertstel ab und triumphierte nach seinem WM-Titel im Februar 2021 neuerlich in seinem sportlichen Wohnzimmer. Lediglich 0,21 Sekunden zurück klassierte sich Weltcup-Titelverteidiger Michael Scheikl aus der Steiermark auf Rang drei.

Grandios auch die Leistung von Fabian Achenrainer, der auf Platz fünf sogar den früheren Seriensieger Patrick Pigneter hinter sich ließ. Mit Florian Markt als Neunten schaffte ein weiterer Österreicher einen Top-Ten-Platz.

Thomas Kammerlander: „Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen. Ich hab’ mich diesmal vom ersten Training an schwer getan, das richtige Material zu finden. Meine Hausbahn ist derzeit mein ärgster Gegner. Ich hätte mit dem Sieg nicht mehr gerechnet, da der Mittelteil im zweiten Lauf von mir schlecht gefahren war. Ich hatte heute das Glück auf meiner Seite, wäre nach der durchwachsenen Fahrt auch mit Rang zwei zufrieden gewesen. Bis zum nächsten Wochenende werde ich mich aber steigern müssen, denn sonst wird es gegen Alex Gruber und Co. ganz schwer.”

Michael Scheikl: „Ich habe mit der Bahn in Umhausen inzwischen meinen Frieden geschlossen. Es war mein Ziel, gleich zu Saisonbeginn konkurrenzfähig und vorne dabei zu sein. Um 21 Hundertstel den Sieg verpassen – was will ich mehr.”

Fabian Achenrainer: „Nach dem Podestplatz im Doppel ist der heutige fünfte Rang top für mich. Mit dem Wochenende bin ich richtig zufrieden. So kann es gerne weitergehen.”

Bereits am kommenden Wochenende wird der Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen mit einem weiteren Event auf der Grantaubahn fortgesetzt. Das Organisations-Komitee bedankt sich auch ausdrücklich bei der zuständigen Behörde, die sich äußerst kooperativ zeigte, um die Durchführung des Events zu gewährleisten.

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Umhausen:

Herren:
1. Kammerlander (Ö) 2:27.41,
2. Gruber (Ita) +0.08,
3. Scheikl (Ö) +0.21,
4. Clara (Ita) +0.57,
5. Achenrainer (Ö) +1.23,

9. Markt (Ö) +2.98.

Teambewerb:
1. Italien (Lanthaler/Gruber) 2:32.29,
2. Österreich (Diepold/Kammerlander) 2:33.07,
3. Russland (Lavrenteva/Egorov) 2:34.16.

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

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Achenrainer-Cousins am Podest

Rang drei beim Weltcup-Auftakt im Rennrodeln auf Naturbahnen – Damen knapp am Stockerl vorbei

Die Tiroler Cousins Simon und Fabian Achenrainer sorgten am ersten Tag des Weltcup-Auftakts im Rennrodeln auf Naturbahnen für Österreichs ersten Stockerlplatz. Nachdem sie im ersten Lauf nur fünf Hundertstel hinter der italienischen Top-Paarung Patrick Pigneter/Florian Clara gelegen waren, büßten sie im zweiten Durchgang noch einen Rang gegen die Russen Pavel Porshnev/Ivan Lazarev ein und landeten auf Rang drei.

Im Damenbewerb fuhr einmal mehr Seriensiegerin Evelin Lanthaler aus Südtirol wie vom anderen Stern, holte sich mit dem unglaublichen Vorsprung von 1.09 Sekunden den Sieg. Die Top-Überraschung lieferte die für Deutschland startende Tirolerin Lisa Walch, die auf Rang zwei landete und Greta Pinggera (Ita) auf Platz drei verwies. Bei Österreichs Damen hatte diesmal Michelle Diepold aus der Steiermark die Nase vorne, wurde unmittelbar vor Teamkollegin Tina Unterberger (Oberösterreich) Vierte. Vanessa Markt (Tirol) landete auf Rang zehn, Riccarda Ruetz (Tirol) nach einem Fehler im ersten Lauf auf Position elf.

Fabian Achenrainer: „Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, mit einem Podestplatz in die Weltcupsaison zu starten. Das ist uns gelungen. Der erste Lauf war sehr gut. Im zweiten hat sich leider der eine oder andere Fehler eingeschlichen. Wir sind aber sehr zufrieden mit dem Ergebnis.”

Michelle Diepold: „Grundsätzlich bin ich mit Rang vier zum Auftakt sehr zufrieden – vor allem in Umhausen, wo mir die Bahn nicht wirklich liegt. Beide Fahrten sind ausbaufähig und es ist noch einiges möglich. Deshalb gehe ich mit einem positiven Gefühl in den folgenden Bewerb am kommenden Wochenende.”

Tina Unterberger: „Bestimmte Teilzeiten waren sehr gut, die Richtung stimmt. Nach dem ersten Wertungslauf hatte ich mir etwas mehr erwartet und dann voll attackiert. Das ist leider in der ersten Kurve in die Hose gegangen. Aber ich kann mir zumindest nicht vorwerfen, dass ich nicht alles probiert habe.”

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Umhausen:

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 2:30.69,
2. Walch (D) +1.09,
3. Pinggera (Ita) +1.49,
4. Diepold (Ö) +2.01,
5. Unterberger (Ö) +2.04,

10. Markt (Ö) +5.64,
11. Ruetz (Ö) +6.08.

Doppel:
1. Pignetter/Clara (Ita) 2:35.93,
2. Porshnev/Lazarev (Rus) +0.97,
3. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +1.01.

Das Rennprogramm am Sonntag:
10:00 Uhr – 1. Wertungslauf Herren
11:30 Uhr – Finallauf Herren
13:00 Uhr – Teambewerb

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

Jungpapa rast zum Sieg

Thomas Kammerlander im Passeiertal eine Klasse für sich – Michael Scheikl auf Rang drei

Mit der Geburt von Töchterchen Lena hat Thomas Kammerlander sein schönstes Ereignis im Jahr 2021 schon gehabt. Beim Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen in Moos im Passeiertal hat er am Freitag aber gezeigt, dass er auch auf seinem Renngerät nichts von seinem Können verloren hat. Nachdem er beim Weltcupauftakt auf der Winterleiten noch pausieren hatte müssen, fuhr er in Südtirol zu einem überlegenen Sieg.
Stark auch wieder der Steirer Michael Scheikl, der sich mit dem Südtiroler Alex Gruber hinter Patrick Pigneter den dritten Rang teilte.
Bei den Damen war Evelin Lanthaler einmal mehr nicht zu schlagen. Sie fuhr ihren 29. Weltcupsieg ein. Österreichs Amazonen blieben diesmal ohne Podestplatz. Tina Unterberger landete vor Michelle Diepold auf Rang fünf.
Im Doppelbewerb verpassten die Rieder Cousins Fabian und Simon Achenrainer nach Rang zwei zur Halbzeit noch das Podest und wurden vor den Ötztalern Christoph Regensburger und Dominik Holzknecht Vierte.

Stimmen:

Thomas Kammerlander: „Mir sind zwei gute Läufe gelungen, auch wenn es noch durchaus einige Kleinigkeiten zu verbessern gibt. Speed und Material haben aber super gepasst. Endgültig klappen muss es dann bei der WM in Umhausen, aber natürlich möchte ich auch mein Konto an Weltcupsiegen aufbessern.“

Michael Scheikl: „Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden, da ich mich auf dieser Bahn immer sehr schwer tue. Es wär freilich mehr drinnen gewesen, da ich im ersten Lauf einen schweren Fehler drinnen hatte. Rang drei ist aber eine super Motivation für das nächste Rennen am Sonntag.“

Michelle Diepold: „Zufrieden kann ich nicht sein, da ich einfach zu langsam war. Ich habe keine gravierenden Fehler gemacht, aber wenn man an der Weltspitze ganz vorne mitfahren will, muss ich einfach schneller sein.“

Weltcup Rennrodeln auf Naturbahnen, Moos:
Herren: 
1. Kammerlander (Ö) 1:50.05
2. Pignetter (Ita) +0.83
3. Gruber (Ita) & Scheikl (Ö) +1.03
5. Federer (Ita) +1.87
6. Schopf (Ö) +1.94
7. Achenrainer (Ö) +2.13.

Damen: 
1. Lanthaler (Ita) 1:53.63
2. Pinggera (Ita) +0.67
3. Mittermair (Ita) +0.80
4. Lavrenteva (Rus) +1.23
5. Unterberger (Ö) +1.40
6. Diepold (Ö) +1.82.

10. Ruetz (Ö) +4.83
11. Markt (Ö) +4.73.

Doppel: 
1. Pigneter/Clara (Ita) 1:56.04
2. Lambacher/Lambacher (Ita) +0.61
3. Porshnev/Lazarev (Rus) +0.79
4. Achenrainer/Achenrainer (Ö) 0.98
5. Regensburger/Holzknecht (Ö) +1.70.

Fotos von: ÖRV/Miriam Jennewein

Steirische Festspiele

Michael Scheikl gewinnt Weltcupauftakt der Rennrodler auf Naturbahnen vor Christian Schopf

Großartiger Auftakt für Österreichs Nationalteam beim Weltcupstart der Rennrodler auf Naturbahnen auf der Winterleiten in der Steiermark! In Abwesenheit von Weltcup-Titelverteidiger Thomas Kammerlander fuhren Michael Scheikl und Christian Schopf einen Doppelsieg ein und sorgte damit für steirische Festspiele.

Bei den Damen war die Dominanz der Südtirolerinnen auch zu Beginn der neuen Saison nicht zu brechen. Evelin Lanthaler setzte sich vor Greta Pinggera und Daniela Mittermair durch. Dahinter landeten mit Michelle Diepold aus der Steiermark und Tina Unterberger aus Oberösterreich die heimischen Top-Läuferinnen.

Stockerlplatz beim Comeback

Ein furioses Comeback feierte das aus der Rodel-Pension zurückgekehrte Duo Christoph Regensburger/Dominik Holzknecht. Die Ötztaler landeten auf Rang drei und mussten sich nur den Südtiroler Paarungen Patrick Pigneter/Florian Clara und Patrick Lambacher/Matthias Lambacher geschlagen geben. Fabian Achenrainer und Simon Achenrainer aus Ried im Oberinntal klassierten sich auf dem vierten Rang.

Stimmen der AthletInnen:

Michael Scheikl (Stm.): „Das war natürlich ein Auftakt nach Maß, und ich freue mich riesig. Auch darüber, dass Christian mit mir am Stockerl steht. Die Bedingungen war absolut fair, aber sehr schwierig, da das Eis sehr stumpf war. Fehlerfrei ist da heute keiner runtergekommen. Jetzt heißt es gleich nachlegen, denn zu Hause müssen wir ordentliche Punkte einfahren, ehe es auf die Bahnen der Südtiroler geht.“

Christian Schopf (Stm.): „Gewaltig! Ich konnte früher ja schon öfters im Doppel aufs Podest fahren. Dass mir das auch im Einzel gelingt, war mein erklärtes Ziel, das ich heute erreicht habe. Jetzt werden wir natürlich schauen, dass wir die Südtiroler auch am Samstag auf Distanz halten können.“

Michelle Diepold (Stm.): „Die Bilanz fällt zwiespältig aus. Im ersten Lauf war ich ganz gut dabei, im zweiten ziemlich gleich schnell. Aber das war dann einfach zu langsam. Ich bin jetzt aber für Freitag voll motiviert, möchte es dort besser machen.“

Tina Unterberger (OÖ): „Das war nach super Trainingsleistungen heute überhaupt nicht planmäßig! Im ersten Lauf als Dritte war ich in Schlagdistanz zur Spitze. In unserer Motivation, es im zweiten Lauf besser zu machen, haben wir dann leider falsche Entscheidungen getroffen. Jetzt müssen wir für Freitag in der Analyse die richtigen Antworten finden.“

Christoph Regensburger (T): „Nach so einer langen Pause einen dritten Platz nehmen wir natürlich gerne mit. Auch wenn wir wissen, dass die auf der Winterleiten fehlenden Russen gute Doppelpaarungen stellen würden. Für das zweite Rennen auf der Winterleiten werden wir vielleicht noch etwas am Material umstellen. Das ist ein gewisses Risiko, doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

1. Weltcup Rennrodeln auf Naturbahn, Winterleiten:
Herren:
1. Scheikl (Ö) 2:01.83
2. Schopf (Ö) +1,32
3. Pigneter (Ita) +1,45
4. Gruber (Ita) +1,95
5. Clara (Ita) +2,21
6. Federer (Ita) +2.35
7. F. Achenrainer (Ö) +2,51

Damen:
1. Lanthaler (Ita) 2:04.48
2. Pinggera (Ita) +0.87
3. Mittermair (Ita) +1,67
4. Diepold (Ö) +2,07
5. Unterberger (Ö) +2,07

11. Ruetz (Ö) +6,18

Doppel:
1. Pigneter/Clara (Ita) 2:10.41
2. Lambacher/Lambacher (Ita) +0,82
3. Regensburger/Holzknecht (Ö) +2,34
4. Achenrainer/Achenrainer (Ö) +2,48.

Am Freitag ab 10 Uhr geht es im Weltcup auf der Winterleiten weiter.

Mit Fehlstart in neue Rodelsaison

Unterberger bei Weltcupauftakt Dritte!


Kühtai/Tirol.
Packende Duelle prägten am Wochenende den Auftakt des Naturbahnrodelweltcups in Kühtai, der als Parallel-Rennen ausgetragen wurde. Während sich bei Damen, Herren und im Doppelbewerb die Favoriten über Siege freuen durften, verlief der Bewerb für die heimischen Rodler nicht ganz nach Wunsch.

Tina Unterberger aus Bad Goisern war als eine der Sieganwärterin im Damen-Bewerb gehandelt worden, nachdem sie die Qualifikation für sich entscheiden und die Abogewinnerin Ekaterina Lavrentjeva/RUS erstmals hinter sich lassen konnte. Im Viertelfinale trat Unterberger in einem rein österreichischen Duell gegen Götschl Christina/STMK an, welches die ASKÖ Gmunden Sportlerin klar für sich entscheiden konnte.

Im Halbfinale unterlief Unterberger ein Fehlstart gegen die Italienerin Pinggera Greta und verpatzte so ihren Einzug ins große Finale. Im Kampf um Platz 3 hatte Tina in beiden Läufen die Nase vorne und verwies Lanthaler Evelin/ITA auf Rang 4. „Es schmerzt schon ein bisserl, dass ich den Einzug ins große Finale nicht geschafft habe. Aber es war mein Fehler und das muss ich beim nächsten Mal einfach besser machen. Ansonsten ist ein Weltcupstockerl eine sensationelle Sache für mich, auch wenn die Chance auf mehr heute definitiv gelebt hätte“, so die Goiserin, die im letzten Parallelweltcup auf der Seiseralm zweite wurde. Unsere Naturbahnrodler müssen nun eine kurze Verschnaufpause einlegen, da der kommende Weltcup Wetter bedingt auf Jänner verschoben wurde.

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Im direkten Duell Götschl (li) gegen Unterberger (re)

Foto von: w+k photo

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