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Tina wurde zur Strahlemaus

Athletin des ASKÖ Gmunden holte nach Team-Gold auch Einzelmedaille

 

Vatra Dornei. Das Grinsen bekam sie am Sonntag nicht mehr aus dem Gesicht. Nachdem die Läufe zwei und drei der Einzelentscheidungen bei der Naturbahnrodel-WM im rumänischen Vatra Dornei wegen den widrigen äußeren Bedingungen abgesagt worden waren stand fest: Tina Unterberger, Athletin des ASKÖ Gmunden, hatte die Bronzemedaille gewonnen. Nach Gold im Teambewerb das zweite Edelmetall für den „Rodelfloh“ bei diesen Titelkämpfen.

Da wurde die 30-Jährige zur Strahlemaus: „Klar taugt es vielen nicht, dass der Bewerb abgebrochen wurde. Aber ich bin jetzt einfach total happy mit meinen beiden Medaillen. Ich habe hier das Maximum rausgeholt. Obwohl die Bedingungen für meinen Geschmack alles andere als ideal waren. So aufgeweichte Bahnen mag ich nämlich eigentlich gar nicht.“

Mit einer guten Leistung beim Weltcupfinale am übernächsten Wochenende in Umhausen will Unterberger die Saison noch krönen und ihren Stockerlplatz im Gesamtweltcup verteidigen.

Ergebnisse WM Vatra Dornei:

Herren: 1. Gruber (Ita) 1:16.47, 2. Talikh (Rus) +074, 3. Kammerlander (Ö) +0,84, 4. Pigneter (Ita) +1,43, 5. Leslie (Nzl) +1,51,, Glatzl (Ö), +1,69, …, 11. Schopf (Ö) +2,09, 12. Scheikl (Ö) +2,13, 14. Neurauter (Ö), +2,54.

Damen: 1. Pinggera (Ita) 1:16.70, 2. Lanthaler (Ita) +017, 3. Unterberger (Ö) +1,23, 4. Bachmann (Ita) +1,60, 5. Zaravina (Rus) +2,07, 6. Auer (Ö) +3,13, 7. Diepold (Ö) +3,47.

Doppel: 1. Brüggler/Angerer (Ö) 1:21,16, 2. Pigneter/Clara (Ita)+0,78, 3. Martyanov/Rodin (Rus) +1,32, 4. Schopf/Schopf (Ö) +1,48, 5. Regensburger/Holzknecht (Ö) +1,79.

Teambewerb: 1. Österreich (Unterberger, Kammerlander, Brüggler/Angerer) 4:02.44, 2. Italien (Pinggera, Gruber, Pigneter/Clara) 4:03.85, 3. Russland (Zaravina, Talikh, Martyanov/Rodin) 4:04.06.

 

Preisverteilung mit Tina Unterberger in Vatra Dornei
Preisverteilung mit Tina Unterberger in Vatra Dornei

 

Foto von: ÖRV/Chris Walch

Österreich jubelt über Team-Gold

Vatra Dornei. Grandioser Auftakt für das österreichische Nationalteam der Naturbahnrodler bei der Weltmeisterschaft im rumänischen Vatra Dornei: Thomas Kammerlander (Tirol), Tina Unterberger (Oberösterreich) sowie Rupert Brüggler (Salzburg) und Tobias Angerer (Tirol) holten am Freitag sensationell Gold im Mannschaftsbewerb. Mit einer Zeit von 4:02.44 ließen sie die favorisierten Italiener (4:03.85) deutlich hinter sich.

„Es regnet seit Stunden, die Strecke ist total weich. Dass wir bei den Bedingungen trotzdem zu Gold fahren, ist überragend und macht uns noch mehr stolz. Jetzt können wir die nächsten Bewerbe völlig locker angehen“, freute sich Thomas Kammerlander.

Auch Tina Unterberger schätzt die weichen Verhältnisse nicht, hatte laut eigenem Bekunden im Lauf auch einen Fehler, „die Jungs haben mich rausgerissen. Ich bin aber fürs Einzel optimistisch, da es im Training sehr gut gelaufen ist.“

Restlos begeistert auch die Doppel-Paarung Brüggler/Angerer. „Es waren ja schon die Trainingsfahren die ersten Wettbewerbe, da wir uns intern fürs Team qualifizieren mussten. Uns ist die Strecke aber von Beginn an gut gelegen. Auch die weichen Verhältnisse stören uns nicht wirklich, da wir uns darauf sehr gut einstellen können. Jetzt hoffen wir, am Samstag auch im Doppel zuschlagen zu können“, sagte Brüggler.

WM Vatra Dornei, Teambewerb: 1. Österreich (Kammerlander, Unterberger, Brüggler/Angerer) 4:02.44, 2. Italien (Pinggera, Gruber, Pigneter/Clara) 4:03.85, 3. Russland (Zaravina, Talik, Martyanov/Rodin) 4:04.06.

Fotos von: ÖRV/Chris Walch

Vor dem Finale geht`s um WM-Medaillen

Österreichs Naturbahnrodler peilen in Rumänien drei Mal Edelmetall an

 

Vatra Dornei. Nach dem großartigen Abschneiden von Österreichs Kunstbahnrodlern bei der WM in Innsbruck, sind am kommenden Wochenende nun die Kollegen von der Naturbahn gefragt. 14 Tage bevor auf der Grantaubahn in Umhausen der Weltcup 2016/2017 entschieden wird, geht es im rumänischen Vatra Dornei um Edelmetall.

Läuft´s nach den Vorstellungen von Sportdirektor Gerald Kammerlander, sollen es mindestens drei Medaillen sein, welche die Österreicher mit nach Hause bringen. „Mit weniger wären wir nicht zufrieden. Immerhin haben wir im Laufe der bisherigen Weltcupsaison bereits in jeder Sparte Siege gefeiert. Es geht einfach darum, auch bei den Weltmeisterschaften die Nerven zu bewahren“, so der Ötztaler.

Einer der Top-Favoriten auf den WM-Titel ist sein Bruder Thomas Kammerlander, der aktuell die Weltcupführung inne hat. Sein größter Gegner wird auch in Vatra Dornei der vielfache Titelträger Patrick Pigneter sein. „Kammi“ und der Südtiroler liefern sich auch in Weltcup einen Kampf auf Biegen und Brechen. Wobei die WM für Kammerlander „kein besonderer Saisonhöhepunkt sein wird. Gegen eine Medaille hätte ich aber nichts einzuwenden“, grinst der bald 27-Jährige.

Einiges wird in Rumänien laut Sportdirektor Gerald Kammerlander auch von den Verhältnissen abhängen: „Die Strecke kennen wir aus dem vergangenen Jahr. Unseren Athleten wäre eine beinharte eisige Strecke lieber. Wenn`s anderes kommt, müssen wir uns aber auch darauf einstellen. Erfahrungen mit Materialumstellungen konnten wir genügend sammeln.“

Das österreichische Aufgebot bei der WM in Vatra Dornei:
Herren: Thomas Kammerlander, Florian Glatzl (beide Tirol), Michael Scheikl, Bernd Neurauter, Christian Schopf (Steiermark).
Damen: Tina Unterberger (Oberösterreich), Michelle Diepold (Steiermark), Maria Auer (Tirol).
Doppel: Christian und Andreas Schopf (Steiermark), Rupert Brüggler/Tobias Angerer (Salzburg/Tirol), Christoph Regensburger/Dominik Holzknecht (Tirol).

Zeitplan für Vatra Dornei:
Freitag: 12.30 Uhr: Teambewerb.
Samstag: 10 Uhr: 1. Wertungslauf Doppel; 10.35 Uhr: 1. Wertungslauf Damen; 11.45 Uhr: Finale Doppel; 12.30 Uhr: 1. Wertungslauf Herren.
Sonntag: 10 Uhr: 2. Wertungslauf Damen; 11 Uhr: 2. Wertungslauf Herren; 12.30 Uhr: Finale Damen; 13.30: Finale Herren.

 

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Sportdirektor Gerald Kammerlander

 

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Weltcupleader Thomas Kammerlander

 

Fotos von: ÖRV/Chris Walch

Weltmeisterschaft mit Höhen und Tiefen

Bei der 47. Weltmeisterschaft in Innsbruck Igls hat Birgit Platzer Höhen und Tiefen erlebt. Bei eisigen Temperaturen verlief die Trainingswoche ganz nach Birgits Wunsch. Tolle Trainigszeiten und eine optimale Beherrschung der Bahn brachten Birgit in den erweiterten Favoritenkreis.

In der Qualifikation für den Sprintbewerb kam es für Birgit zur großen Zitterpartie. Schlussendlich reichte der 14. Rang für den Sprintbewerb. Bei herrlichen Sonnenschein und großen Zuschauerinteresse schrammte Birgit an der ganz großen Sensation vorbei. Nach einer durchschnittlichen Startzeit fuhr Birgit den Mittelteil famos und war bei der letzten Zwischenzeit auf Rang 1. Ein kleiner Fehler in der Zielkurve brachte Birgit einen Rückstand von 0,043 tausendstel Sekunden und somit den enttäuschenden 9. Rang.

44 Fans aus ganz Oberösterreich reisten mit dem Fanbus der Firma RAAB zur samstägigen Damen und Doppelsitzer Konkurrenz. Die Unterstützung von den Fans war auf jeden Fall gegeben und so schaffte Birgit einen guten 7. Rang nach Lauf eins. Da der Rückstand nach vorne groß war, sollte eine solide Fahrt in Lauf zwei den 7. Rang halten. Kleine Fehler schlichen sich im zweiten Lauf ein und so wurde Birgit mit einem Rückstand von 0,376 Sekunden auf Weltmeisterin Tatjana Hüfner aus Deutschland zehnte was ihre WM Bilanz sehr positiv aufwertet.

Nach dem Rennen führte Birgit mit den Fans aus Oberösterreich ein kurzes Gespräch und sagte den Fans, dass sie im Großen und Ganzen mit dem Ergebnis leben kann, ganz zufrieden sei sie aber dennoch nicht. Bei so knappen Zeitunterschieden darfst du dir nicht den kleinsten Fehler erlauben – die Fahrten waren solide, aber eben nicht perfekt.

Beim abschließenden Teambewerb, den Birgit mit dem zweimaligen Weltmeister Wolfgang Kindl und dem Doppelsitzerpaar Peter PenzGeorg Fischler bestritt, reichte es für den guten 5. Rang mit 0,576 Sekunden Rückstand auf die deutsche Teamstaffel, die zum Weltmeister gekürt wurde.

Die 47. Weltmeisterschaften in Innsbruck Igls waren vom Organisationsteam des österreichischen Rodelverbandes ausgezeichnet organisiert und mit den drei Medaillen insgesamt sehr erfolgreich.

Die WM kann kommen

Bei den letzten Rennen vor der Weltmeisterschaft am Königssee und in Sigulda gab es sehr gute Leistungen von Birgit Platzer.

Beim 5. Weltcuprennen in der Saison am Königssee, wo gleichzeitig die Europameisterschaft ausgetragen wurde, erreichte Birgit mit Rang 9 ein top-ten-Ergebnis. In der Europameisterschaftswertung bedeutete das den 7. Rang. Leider war am Königssee ihre Teamkollegin Miriam Kastlunger beim Weltcup schneller unterwegs, sodass Birgit am Teambewerb nicht teilnehmen durfte und somit um die Medaillenchange kam.

In Sigulda lief es für Birgit erneut hervorragend, denn nach den gezeigten Leistungen hat sie sich im Weltcup in die top-ten etabliert. Nach den Trainingsleistungen musste man von einer Spitzenplatzierung ausgehen. Mit ein bisschen Glück hat sie die Bahn in Lettland hervorragend gemeistert. Mit einem 6. Rang im Weltcup im olympischen Bewerb hat sie eine top Platzierung erreicht. Da Birgit von keinen Fehlern wusste, war die Platzierung umso erfolgreicher. So war am Königssee Miriam Kastlunger die Glückliche, hat sich in Sigulda das Blatt wieder zu Gunsten von Birgit gewendet, da Miriam kurz vor dem Ziel stürzte. Durch die gute Platzierung in der olympischen Disziplin war auch im Spint Weltcup eine top Platzierung möglich. Siehe da, der 5. Rang im Sprint überzeugte die Rodelfachwelt erneut positiv. Im abschließenden Teambewerb erreichte Birgit mit Wolfgang Kindl und dem Doppelsitzerpaar Thomas Steu und Lorenz Koller wieder den hervorragenden 5. Rang.

Somit kann die Weltmeisterschaft Ende Jänner schön langsam kommen, denn die Leistungen von den österreichischen Rodlern sind bereits mehr als WM würdig.

WM Königssee (DEU)

Bericht von Birgit Platzer:

Die WM ist vorbei und ich wurde beste Österreicherin auf Platz 16. Dafür dass ich noch nicht in Schwung gekommen bin, ist dieses Ergebnis in Ordnung. Ich hatte im ersten Lauf ein größeres Problem mit der Ausfahrt-Kurve s4 und schließlich landete ich auf dem Schleudersitz auf Platz 20. Den zweiten Lauf dürften nur die besten 20 fahren.

Im zweiten Lauf könnte ich noch 4 Plätze gut machen. Mit diesem Rennlauf habe ich mich für die Mannschaft qualifiziert (Team wird nur mehr auf Entscheidung des Trainers fahren). Dieser Teamlauf war der beste von der Woche, somit habe ich alles gezeigt was ich drauf habe, genauso wie meine anderen Teamfahrer Wolfgang Kindl und Penz/Fischler. Jedoch reichte es im Gesamten nur für Platz 6.

Beim ersten WM-Bewerb habe ich es leider nicht ins Finale geschafft, da ich Probleme mit Ausfahrt-Kurve s4 hatte und ich stark korrigieren musste. Meine Startnummer 21 war bestimmt kein Vorteil, denn es regnete und das Eis wurde deshalb immer weicher – da kostete der kleinste Fehler sehr viel Zeit.

Die Ziele, die ich mir vor der Saison gestellt habe, erreichte ich leider nicht, aber ich machte im Allgemeinen einen kleinen Schritt vorwärts.

Die Ergebnisse befinden sich in der Kategorie:
Rennsport/Kunstbahn/Ergebnisse

Fotos von: Eslage & Voss